Die New Yorker Restaurant-Szene wird gerade richtig spannend: Ein georgisches Bakery erobert die Stadt
Wenn du in letzter Zeit darauf geachtet hast, welche New Yorker Restaurants diesen Frühling eröffnen, ist dir wahrscheinlich aufgefallen, dass sich hier gerade so einiges verschiebt – weg von den üblichen italienischen Rot-Soßen-Läden und den überkandidelten Fine-Dining-Tempeln. Es gibt einen neuen Schatz in der Stadt, und der kommt aus dem Kaukasus. Ich rede von georgischer Küche, genauer gesagt von der Sorte, die du in der brandneuen, handwerklich arbeitenden Bäckerei und dem dazugehörigen Restaurant findest, die gerade eröffnet haben – nicht an einem, sondern gleich an zwei Standorten innerhalb einer einzigen Woche.
Wir alle haben ja miterlebt, wie sich die kulinarische Landkarte der Stadt immer wieder verändert, aber das hier ist anders. Das ist nicht einfach nur ein weiterer Laden, der auf den viralen Khachapuri-Zug aufspringen will. Das ist das echte Ding. Der erste Standort in der East Village hat letzte Woche Dienstag ganz leise aufgemacht – und am Wochenende hat sich die Schlange schon um den Block geschlungen. Der zweite, ein weitläufigeres Lokal in der West Village, hat gerade gestern seine Öfen angeheizt. Zwei Locations gleichzeitig zu eröffnen, ist schon ein mutiger Schritt. Aber nachdem man das Essen probiert hat, versteht man es sofort. Sie wissen ganz genau, dass sie hier etwas ganz Besonderes haben.
Schau, ich habe mehr Zeit in den Küchen dieser Stadt verbracht, als mir lieb ist – von Stages in Läden, die das Evangelium von The French Laundry Cookbook zelebrieren, bis hin zu nächtelangem Durchblättern von Ad Hoc at Home auf der Suche nach Inspiration für Soulfood. Aber das hier? Das ist eine ganz andere Art von Soulfood. Wir reden von Khachapuri Adjaruli, dem bootsförmigen Brot, gefüllt mit geschmolzenem Käse, Butter und einem weichen Eigelb, das man mit den bloßen Händen zerreißt. Aber die wahre Überraschung ist das Dessert. Du hast noch nicht gelebt, wenn du nicht ihr Penovani probiert hast – das blättrige, flockige Gebäck – gefüllt mit einer Sauerkirsch-Komposition, die säuerlich genug ist, um den ganzen Reichtum des gerade verdrückten Käsebrots zu durchschneiden.
Es ist erfrischend, mal eine Küche zu sehen, die nicht einfach nur das weiterspinnt, was wir schon kennen. Versteh mich nicht falsch, ich werde die Klassiker immer lieben. Ich habe ein abgegriffenes Exemplar von Parm to Table: Italian American and American Italian Recipes from Ponza to the Bronx bei mir im Regal, direkt neben den Keller-Büchern. Ich weiß auch, dass Victoria James Wunderbares für die Weinszene in der Stadt getan hat, indem sie italienisch-amerikanische Klassiker mit dem perfekten Glas kombiniert. Aber die Energie liegt jetzt im Entdecken. Dieses neue Lokal versucht nicht, der neueste angesagte Ort zu sein; es lässt einfach das Essen für sich sprechen.
Wenn du vorhast, es dir anzusehen – und das solltest du unbedingt –, hier ist der Gameplan, um die Karte wie ein Profi zu navigieren:
- Starte mit dem Khachapuri Imeruli: Das ist die einfachere, geschlossene Version des Käsebrots. Die perfekte Einstimmung.
- Überspringe den Bereich "Kreative Desserts" nicht: Ja, ich weiß, du bist satt. Bestell trotzdem den Honigkuchen (Medovik) oder das bereits erwähnte Kirsch-Penovani. Vertrau mir hier einfach.
- Nimm die grünen Bohnen: Sie werden mit Walnüssen und einer Gewürzmischung geschwenkt, die dich auf die beste Art und Weise verfolgen wird.
- Nimm Bargeld mit oder eine Karte, die nicht abgelehnt wird: In diesen Läden ist der Teufel los. Sei vorbereitet, hab Geduld und komm hungrig.
Für eine Stadt, die sich ihrer Rolle als globales Zentrum so rühmt, wird es aber auch höchste Zeit, dass wir der georgischen Küche den gebührenden Platz im Rampenlicht geben. Das hier ist nicht einfach nur eine weitere Eröffnung; es ist ein Zeichen, dass der Gaumen dieser Stadt sich gerade wieder erweitert. Also, weg von den Lieferservice-Apps, raus aus dem Haus und stell dich in diese Schlange. Du wirst es nicht bereuen.