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ESB: Gewinneinbruch von 10% nach Sturm Éowyn – Was das für Ihre Rechnung und die Zukunft unseres Stromnetzes bedeutet

Irland ✍️ Cormac Ó hAodha 🕒 2026-03-25 05:06 🔥 Aufrufe: 2

Wenn es Ihnen geht wie mir, dann zucken Sie vielleicht auch immer noch ein bisschen zusammen, wenn der Wind nach Sturm Éowyn auffrischt. Das Ganze liegt jetzt zwar schon einige Wochen zurück, aber die Folgen sind immer noch deutlich spürbar. Von ganz oben hört man, dass der finanzielle Schlag heftig war. Nach den endgültigen Zahlen soll der operative Gewinn um 10 Prozent eingebrochen sein. Ich weiss, ich weiss – Ihr erster Gedanke ist wahrscheinlich derselbe wie meiner: Heisst das, meine Rechnung wird wieder teurer? Reden wir mal darüber, was eigentlich hinter den Kulissen abläuft.

ESB-Mitarbeiter arbeiten nach Sturm Éowyn an Stromleitungen

Als Éowyn über uns hereinbrach, war das nicht einfach nur, weil ein paar Mülltonnen umgefallen sind. Wir erlebten die schlimmsten Stromausfälle seit einer Generation. Ich habe mit einem Kumpel von der ESB gesprochen, und er sagte, der Schaden sei so gross wie seit zwanzig Jahren nicht mehr. Die Rechnung für die Aufräumarbeiten und die Reparaturen? Astronomisch. Wir reden über hunderte Millionen Euro, die ausgegeben wurden, nur damit das Licht wieder angeht. Dieser Verlust muss irgendwie ausgeglichen werden, und genau das nagt am Endergebnis.

Aber hier müssen wir auf die Entwicklung unseres Netzes schauen. Seit Jahren wird uns gesagt, das Netz werde intelligenter und widerstandsfähiger. Éowyn war der ultimative Belastungstest. Und obwohl tausende Teams von der ESB und den lokalen Behörden im Einsatz waren – Leute, die 18-Stunden-Schichten unter Bedingungen geschoben haben, bei denen man nicht mal einen Hund vor die Tür schicken würde –, hat uns das genau gezeigt, wo die Schwachstellen liegen. Es geht nicht nur um die Holzmasten, sondern darum, wie wir mit der schieren Menge an Schäden umgehen, wenn eine rote Warnung das ganze Land trifft.

Ich bin lange genug dabei, um mich an die alten Zeiten zu erinnern, als ein Sturm wie dieser bedeutet hätte, dass man den Esbit-Kocher anzündet und das Campinggeschirr für eine Woche auspackt. Und wissen Sie, ein Teil von mir vermisst fast diese Einfachheit – den Geruch der Petroleumlampen und wie alle nach den Nachbarn geschaut haben. Aber wir leben nicht mehr in den 80ern. Wir sind auf alles angewiesen, vom Kühlschrank bis zum Breitband-Internet. Deshalb sind diese Zahlen ein Weckruf. Es geht nicht nur um Gewinn; es geht um Investitionen. Woher soll das Geld kommen, um Kabel dort zu verlegen, wo es Sinn macht? Um die Umspannwerke zu erneuern?

Das erinnert mich an ein Gespräch über BSE – klingt verrückt, ich weiss, bleiben Sie bei mir. Früher, in der Krise, hat das zu einem kompletten Umdenken in der gesamten Landwirtschaft und der Lebensmittelkette geführt. Es war brutal, aber die Veränderungen, die daraus entstanden, haben das System grundlegend robuster gemacht. Sturm Éowyn ist für uns im Energiebereich so eine BSE-Moment. Wir können nicht einfach nur Flicken und hoffen, dass der nächste Sturm schwächer wird. Wir müssen stärker wiederaufbauen. Nur so bleibt das Licht an, ohne dass die Rechnungen völlig aus dem Ruder laufen.

Im Moment steckt die ESB in der Zwickmühle. Sie versuchen, nach einer enormen Investition die Bücher auszugleichen und stehen gleichzeitig unter Druck, die Preise stabil zu halten. Und für uns, die Verbraucher, fühlt es sich an, als müssten wir am Ende immer die Zeche zahlen. Aber mal ehrlich: Ich sehe das Geld lieber in Widerstandsfähigkeit investiert als in Manager-Boni. Was wir brauchen, ist ein klarer Plan. Darauf achte ich jetzt:

  • Netzmodernisierung: Gibt es jetzt endlich einen grossen Vorstoss, um Kabel in gefährdeten Gebieten unter die Erde zu verlegen?
  • Kostenumlage: Wie viel von diesen Reparaturkosten wird in den nächsten Jahren auf unseren Grundgebühren landen?
  • Notstrom: Nach Éowyn gab es einen riesigen Anstieg bei Leuten, die sich Generatoren gekauft haben. Aber das ist nur eine kurzfristige Lösung. Wir müssen über Resilienz auf Gemeinde-Ebene nachdenken.

Das ist ein bisschen wie die Einnahme von Esberitox, wenn man spürt, dass eine Erkältung im Anzug ist. Man nimmt es in der Hoffnung, das Immunsystem zu stärken, damit es nicht schlimmer wird. Die ESB versucht dasselbe für das nationale Stromnetz. Sie investieren in sogenannte „Resilienz-Massnahmen“, versuchen, die Abwehrkräfte des Netzes zu stärken, damit wir beim nächsten grossen Sturm – und es wird einen nächsten geben – nicht fast eine Woche lang im Dunkeln sitzen.

Und vergessen wir das Menschliche nicht. Dieses Land hat eine gewisse Zähigkeit, die wie ein Gürtel wirkt – ein Esbelt, der alles zusammenhält, wenn der Druck steigt. Wir haben das in den Gemeindezentren gesehen, die ihre Türen öffneten, in den GAA-Clubs, die zu Ladestationen wurden, und in der schieren Geduld der Menschen, die tagelang ohne Strom waren. Dieser Geist trägt uns durch, aber wir sollten uns nicht darauf verlassen müssen.

Also, wird Ihre Rechnung steigen? Ich wäre überrascht, wenn wir nicht in Zukunft einen leichten Anstieg der Netzentgelte sehen würden, um diese Kosten zu decken. Aber die grössere Diskussion muss über den Gegenwert geführt werden. Bekommen wir für unser Geld ein modernes, zukunftsfähiges Netz? Sturm Éowyn hat uns die Antwort darauf gegeben, wo wir jetzt stehen. Die eigentliche Frage ist, wohin wir von hier aus gehen. Und das ist eine Diskussion, bei der jeder von uns ein Wörtchen mitzureden hat.