Jeff Dunham ist zurück: Warum sein «Very Special Christmas Special» beweist, dass er immer noch der König des kontrollierten Chaos ist
Es gibt einige Gewissheiten im Leben: Das Bier in einem richtigen Irish Pub ist immer besser als anderswo, das Wetter hält sich nie an die App-Vorhersage, und Jeff Dunham wird dich so sehr zum Lachen bringen, dass du vergisst, wie man atmet. Der Mann ist eine Maschine. Eine lustige, absurd talentierte Maschine, die mit Puppen arbeitet. Und gerade, wenn man denkt, man hätte schon alles gesehen, legt er mit Jeff Dunhams Very Special Christmas Special nach und beweist einmal mehr, warum er der unangefochtene Schwergewichts-Champion der Bauchredner ist.
Schauen wir mal, das Special ist genau das, was man sich erhofft. Es ist festlich, aber festlich durch die Dunham-Brille. Das bedeutet, die üblichen Verdächtigen sind wieder in voller Stärke dabei. Da ist Walter, der über die Kommerzialisierung von allem meckert (als ob er dafür einen Feiertag bräuchte), Peanut, der mit mehr Energie durch die Gegend hüpft als ein Kleinkind, das die Zuckerdose gefunden hat, und natürlich der eine und einzige Achmed, der tote Terrorist. Ich will nicht zu viel verraten, aber sagen wir mal so: Achmed hat sehr *bestimmte* Meinungen zu Lametta und Früchtebrot. Das ist eine Meisterklasse im Timing und genau die Wohlfühl-Comedy, nach der uns der Sinn steht.
Aber bei einem Typen wie Dunham ist das ja nur die halbe Miete. Das Special ist die Vorspeise. Das Hauptgericht war und ist immer die Live-Show. Es ist elektrisierend, im Raum zu sein, wenn er anfängt, mit diesen Charakteren zu improvisieren. Wie er mit dem Publikum umgeht, ist wie bei einem Jazzmusiker – klar, er hat ein Drehbuch, aber die wahre Magie passiert in den Momenten, in denen er davon abweicht und die Puppen mit dem Publikum interagieren lässt. Man weiss nie, was Achmed als Nächstes sagt, und genau das macht den Nervenkitzel aus.
Wer Lust auf diese Art von Unterhaltung hat, für den gibt es gute Nachrichten. Die Tour ist bereits unterwegs, und in der Szene wird gemunkelt, dass der Stopp im Horseshoe Casino in Hammond ein riesiges Ding wird. Die Tickets für diese Vorstellung kamen Anfang des Monats in den Verkauf, und wenn man dem Gerede Glauben schenken darf, sollte man sich beeilen. Die Plätze sind schneller vergriffen als ein Feierabendbier am Freitagabend.
Es ist schon verrückt, wenn man bedenkt, was für eine Karriere dieser Typ hingelegt hat. Weltweiter Ruhm kommt nicht von ungefähr. Es ist das unermüdliche Touren, die ständige Weiterentwicklung der Charaktere und diese seltsame Alchemie, ein technisch perfekter Bauchredner zu sein, der zufällig auch das komödiantische Gespür eines erfahrenen Stand-up-Comedians hat. Viele versuchen, das nachzuahmen. Viele scheitern. Denn diese Chemie mit einem Koffer voller Latex und Stoff kann man nicht vortäuschen.
Was diese Tour besonders macht
Im Laufe der Jahre habe ich viele Comedy-Touren kommen und gehen sehen. Manche kommen gut an, andere verlaufen im Sand. Aber wenn man sich ansieht, was bei dieser Tournee passiert, gibt es einige Gründe, warum das Hype-Laute lauter sind als sonst:
- Das Weihnachts-Special hat die Klassiker wiederbelebt – Das Very Special Christmas Special hat alle daran erinnert, warum diese Charaktere selbst nach all den Jahren immer noch so einschlagen. Es ist wie ein Treffen mit alten Freunden, die mit brandneuem Material auftauchen.
- Die Live-Show ist besser denn je – Das Tempo dieser Tour ist im besten Sinne unerbittlich. Keine toten Momente, keine Füller. Nur ein Gag nach dem anderen mit einer Präzision, die nur jemand erreicht, der seit Jahrzehnten unterwegs ist.
- Er lässt das Publikum den Kurs bestimmen – Die Improvisationsparts sind länger geworden. Wenn du im Raum bist, besteht eine echte Chance, dass du Teil des Sketches wirst. Und einer Puppe dabei zuzusehen, wie sie jemanden in der ersten Reihe auf die Schippe nimmt, wird nie langweilig.
Was ich am meisten am aktuellen Hype um Jeff Dunham mag – ob es nun das Weihnachts-Special oder die neuen Live-Termine sind – ist, dass es sich wie ein Fest anfühlt. Es ist nicht nur «hier ist ein Typ, der eine Show macht». Es ist ein Event. Eine Gelegenheit, das Gehirn für ein paar Stunden abzuschalten und sich von einem sarkastischen alten Mann und einer selbstmörderischen Terroristenpuppe die reale Welt für eine Weile vergessen zu lassen. Das könnten wir alle gerade gut gebrauchen.
Falls du Jeff Dunhams Very Special Christmas Special noch nicht gesehen hast: Gönn es dir. Mach den Fernseher an, hol dir was Kühles aus dem Kühlschrank und lass es dir gemütlich gehen. Und während du dabei bist, sieh dir mal die Veranstaltungskalender an. Denn glaub mir, diese Truppe live zu erleben, ist nochmal eine ganz andere Hausnummer. Es ist laut, respektlos und absolut grandios. Du willst nicht derjenige sein, der am nächsten Tag bei der Arbeit den Witz verpasst hat, über den alle reden.