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Abschied von Phil Campbell: Motörhead-Gitarrenlegende mit 64 Jahren gestorben

Unterhaltung ✍️ Mick O'Malley 🕒 2026-03-14 15:11 🔥 Aufrufe: 1
Phil Campbell bei einem Auftritt im April 2025

Also, Rockfans, es ist Zeit, ein kühles Bier zu öffnen und das Glas auf eine wahre Legende zu erheben. Phil Campbell, der walisische Wirbelwind, der über drei Jahrzehnte für Motörhead die Gitarre spielte, hat die Bühne für immer verlassen – im Alter von 64 Jahren. Die Nachricht traf uns wie ein umkippender Stapel Marshall-Boxen – plötzlich, laut und verdammt herzzerreissend. Ob man ihn als den Typen kannte, der mit Lemmy die Riffs austauschte, als den Mastermind hinter Phil Campbell and the Bastard Sons, oder einfach als den Mann mit den schnellsten Fingern im Westen – das tut weh.

Die Motörhead-Jahre: Donner und Blitz

Campbell stiess 1984 zum Motörhead-Zirkus und kam gerade dazu, als die Band einen Gang hochschaltete. Er füllte nicht nur eine Lücke – er wurde ein Teil des Motors. Alben wie Orgasmatron und Rock ’n’ Roll stellten sein Können an der Gitarre unter Beweis und verbanden pure Punk-Energie mit einem Groove, der Lust auf Sachbeschädigung machte. Für Fans unten in Australien war seine Arbeit der Soundtrack zu unzähligen nächtlichen Fahrten und Barbecues im Garten. Er war der perfekte Gegenpart zu Lemmys Knurren, und zusammen erschufen sie eine Klangmauer, die eine ganze Generation von Headbangern prägte.

Jenseits des Hawk: Bastard Sons und Kurioses

Als Motörhead sich nach Lemmys Tod im Jahr 2015 auflöste, hängte Phil seine Lederjacke nicht an den Nagel. Er kehrte mit Phil Campbell and the Bastard Sons zurück, einer Band, die das Feuer am Leben hielt und gleichzeitig seinen eigenen, frischen Stempel aufdrückte. Ihre Platten, darunter das brillante Evenings and Weekends, bewiesen, dass er sich nicht auf vergangenen Lorbeeren ausruhte. Dieses Album – voller Selbstbewusstsein und Biss – zeigte einen Typen, der immer noch hungrig darauf war, Neues zu schaffen, der es kaum erwarten konnte, den Verstärker anzustecken und bis zum Anschlag aufzudrehen.

Phils Neugier hörte aber nicht bei Rockmusik auf. Er hatte eine Faszination für die dunkle Seite, die ihn zu einer Zusammenarbeit an einem Spoken-Word-Projekt über Amerikas berüchtigtsten Grabräuber führte. Das Ergebnis? Did You Hear What Eddie Gein Done? – ein unheimlicher, fesselnder Tauchgang in die Gedankenwelt des Mannes, der Psycho und The Texas Chain Saw Massacre inspirierte. Das war nicht gerade das typische Hobby eines Gitarrenhelden, aber das war Phil: immer voller Überraschungen.

Die Tornado-Wendung: Ein abgefahrener Zufall

Hier ist eine kuriose Sache für euch. Im Jahr 2011 fegte ein gewaltiger Tornado der Stärke EF5 durch Alabama und machte eine winzige Stadt dem Erdboden gleich – eine Stadt mit einem sehr vertrauten Namen: Phil Campbell. Der Hackleburg–Phil Campbell Tornado von 2011 war einer der tödlichsten in der US-Geschichte, und für einen Moment war der Name aus den falschen Gründen in aller Munde. Einige scherzten, dass Phil Campbell (der Mann) seinen eigenen Sturm mitbrachte – nur dass der eher Dächer von Clubs als von Häusern abdeckte. Das ist ein makaberes Detail, aber eines, das zur Rock’n’Roll-Mythologie passt: Nicht einmal die Natur konnte die Macht dieses Namens ignorieren.

Was er hinterlässt

Phil Campbells Vermächtnis liegt nicht nur in den Rillen von Schallplatten oder auf YouTube-Clips. Es steckt in jedem Kind, das eine Gitarre in die Hand nahm, nachdem es ihn "Ace of Spades" runterrumpeln hörte. Es steckt in den schweissgetränkten Pubs und Arenen, in denen er alles gab. Für australische Fans war er ein regelmässiger Besucher, der mit den Bastard Sons Städte wie Sydney und Melbourne unsicher machte und das Publikum immer geschafft und grinsend zurückliess.

Also, Phil, auf dich! Danke für den Lärm, die Riffs und die verdammt guten Zeiten. Du warst einer von der Sorte, die es nur einmal gibt, Kollege.

  • Motörhead-Alben mit Phil Campbell: Orgasmatron, Rock ’n’ Roll, 1916, March ör Die und viele mehr.
  • Diskografie von Phil Campbell and the Bastard Sons: The Age of Absurdity, We’re the Bastards und das aktuelle Evenings and Weekends.
  • Kuriose Projekte: Did You Hear What Eddie Gein Done? (Spoken-Word/Musik-Hybrid).
  • Zufällige Tatsache: Der Hackleburg–Phil Campbell Tornado von 2011 ist einer von nur vier Tornados der Stärke EF5 in der Geschichte Alabamas.

Wenn ihr in Down Under seid und eure Referenz erweisen wollt: Dreht "Killed by Death" laut auf und lasst es die Nachbarn wissen – Phil hätte es so gewollt.