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Kirby Dachs letztes Spiel in Montreal? Wie es für den Stürmer der Canadiens weitergeht

Sport ✍️ Marc Tremblay 🕒 2026-03-17 16:25 🔥 Aufrufe: 2
Kirby Dach im Trikot der Montreal Canadiens

Man will es sich ja kaum ausmalen, aber manchmal meint es das Schicksal im Eishockey wirklich nicht gut. Sollten sich die Gerüchte aus dem Umfeld des Bell Centres bewahrheiten, könnten wir Kirby Dach womöglich schon zum letzten Mal im blau-weiß-roten Dress gesehen haben. Für einen Spieler, der eigentlich als Eckpfeiler des Neuaufbaus vorgesehen war, ist das für die Habs-Fans eine schwer zu verdauende Pille.

Seien wir ehrlich: Als Kent Hughes 2022 den Deal mit den Blackhawks einfädelte, Alexander Romanov zu den Islanders schickte, um die Draft-Picks für Kirby Dach zu bekommen, da brodelte die Stadt. Wir bekamen einen ehemaligen Third-Overall-Pick mit Größe, Händchen und einer gehörigen Portion Ehrgeiz. Jemanden, der neben Nick Suzuki und Cole Caufield heranwachsen und Montreal für ein Jahrzehnt ein ernstzunehmendes Duo im Zentrum bescheren sollte. Und zeitweise funktionierte das auch. Erinnert ihr euch an die Chemie mit Caufield zu Beginn der letzten Saison? Elektrisierend.

Das Verletzungspech ließ einfach nicht locker

Dann kam die Knieverletzung 2023, die so gut wie die gesamte Saison zunichtemachte. Man sah es ihm in dieser Spielzeit an – das Zögern, dieser halbe Schritt, der fehlte. Kirby Dach kämpfte sich tapfer zurück, doch eine von Verletzungen geplagte Saison schränkte seine Wirkung ein. Er blitzte mit seinem Können auf, tanzte durch die neutrale Zone, um dann wieder für längere Zeit abzutauchen. In einem Markt wie Montreal ist Geduld eine Tugend, aber auch ein Luxus. Wenn du ein Team zusammenstellst, das noch seine Identität sucht, wird die Zukunft jedes Spielers unter die Lupe genommen.

Das Spiel mit den Zahlen und die Enge unter der Gehaltsobergrenze

Und hier wird es knifflig. Kirby Dach ist diesen Sommer ein Restricted Free Agent mit Schiedsverfahrensrecht, der von einem Brückenvertrag kommt. Ihm steht eine Gehaltserhöhung zu – vielleicht keine riesige angesichts des schwächeren Jahres, aber genug, um Hughes ins Grübeln zu bringen. Mit Kirby Dach im Lineup wirkt die erste Angriffsreihe irgendwie überfüllt, besonders da Owen Beck und Joshua Roy an die Tür klopfen und bereit sind, mit günstigen Einstiegsverträgen einzuspringen. Das Management muss entscheiden: Setzt man auf das Potenzial von Kirby Dach oder schlägt man eine andere Richtung ein, schafft Gehaltsspielraum und stopft damit ein Loch in der Verteidigung oder im Tor?

Und machen wir uns nichts vor: Die Gerüchteküche brodelt ununterbrochen. Man hört seinen Namen in hypothetischen Tauschgeschäften für einen Verteidiger mit Linksschuss für die Top-4 oder vielleicht als Teil eines Pakets für einen etablierten Torschützen. Kirby Dach hat mit 25 Jahren in der Liga immer noch einen enormen Marktwert. Manager sehen diese Statur, diese Draft-Auswahl und denken: "Vielleicht bringt ein Tapetenwechsel das 70-Punkte-Potenzial wieder zum Vorschein."

Wie würde ein Abschied aus Montreal aussehen?

Sollte es wirklich das Ende sein, dann ist es ein bittersüßes. Kein Playoff-Abschied, keine Videowürdigung – nur das leise Summen der Spekulationen Mitte März. Das würde die Canadiens verlieren:

  • Den spielmachenden Center: Wenn Kirby Dach in Bestform ist, ist er ein Ungeheuer beim Eindringen in die Zone und schafft wie kaum ein Zweiter in diesem Kader Raum für seine Flügelstürmer.
  • Die körperliche Präsenz: Mit seinen 1,93 m setzt er sein Gewicht ein und ist an der Bande schwer zu knacken – etwas, das den Habs manchmal fehlt.
  • Das ungenutzte Potenzial: Wir haben das Beste von Kirby Dach noch nicht gesehen. Ihn zu traden bedeutet zu setzen, dass er es woanders nicht abrufen kann – und zuzusehen, wie er vielleicht doch aufblüht.

Andererseits würde ein Wechsel eine klare Richtung vorgeben: Martin St-Louis will Tempo, Biss und Konstanz in jeder Schicht. Es würde einen Stammplatz für einen jüngeren, günstigeren Spieler freimachen und Hughes die Mittel geben, in diesem Sommer noch einmal zuzuschlagen.

Ich berichte nun schon lange genug über dieses Team, um zu wissen, dass in Montreal im Großen und Ganzen jeder Spieler ersetzbar ist, aber manche Abgänge wiegen einfach schwerer. Kirby Dach war mehr als nur ein Spieler; er war ein Projekt, eine Geschichte der Wiederbelebung, an die wir alle geglaubt haben. Sollte er wirklich sein letztes Spiel im blau-weiß-roten Trikot bestritten haben, werde ich mich an die Momente des Glanzes erinnern und hoffen, dass er endlich alles zusammenbekommt – selbst wenn es woanders ist. Das Geschäft Eishockey kann manchmal so kalt sein.