Neue Supermarkt-Drehkreuze bei Woolworths: Eltern empört – "Sie knallen den Kindern direkt ins Gesicht"
Wenn Sie in letzter Zeit in Ihrem Supermarkt um die Ecke waren, ist Ihnen vielleicht ein glänzendes neues Hindernis am Eingang aufgefallen. Woolworths stattet seine Supermärkte nach und nach mit diesen hohen Drehkreuzen aus, und die Reaktion der Eltern ließ nicht lange auf sich warten – und sie ist wütend. Was Einkaufswagen im Laden halten und Ladendiebe abschrecken soll, steht jetzt wegen etwas anderem in der Kritik: weil es Kleinkindern mitten ins Gesicht knallt.
Ob man nun in Sydney oder Perth in einen Woolies geht, überall sieht man sie: elegante Metallarme, die in die eine Richtung rein- und in die andere rausschwingen. Doch für Eltern, die mit einer Hand ihr Kleinkind bändigen und in der anderen den Einkaufszettel halten, sind diese Arme zum öffentlichen Feind Nummer eins geworden. Eine Mutter aus Sydney kochte vor Wut, als das Drehkreuz ihrem kleinen Sohn gegen die Stirn knallte. "Als ob das extra so konstruiert wurde, um Kinder zu treffen", sagte sie. "Er ist erst drei – er wollte mir einfach hinterherkommen."
Was ist das Problem?
Es handelt sich nicht um vereinzelte Meckereien. Eltern überschwemmen soziale Medien mit Clips und Geschichten, wie ihre Kinder getroffen werden. Die Drehkreuze, die man kräftig anschieben muss, um durchzukommen, schwingen mit zu viel Schwung zurück. Kleinkinder, die oft direkt hinter Mama oder Papa herlaufen, erwischen dann die volle Breitseite Metall. Selbst größere Kinder sind nicht sicher – ein Vater erzählte, wie sein Sechsjähriger an der Schulter erwischt wurde, weil sich das Drehkreuz zu schnell wieder schloss.
Die Gegenreaktion ist so heftig, dass sich sogar die Stammkunden des örtlichen Supermarkts (Sie wissen schon, der am Bahnhof) einschalten. Aber am meisten bekommt Woolworths das Fett weg ab: Kunden drohen, woanders hinzugehen. "Wenn das so weitergeht, bleibe ich bei dem altmodischen Supermarkt um die Ecke", schrieb ein Kommentator.
Eltern wehren sich
Die Beschwerden lassen sich auf ein paar Hauptkritikpunkte herunterbrechen:
- Zu schwer für die Kleinen: Man muss richtig schieben, schwierig, wenn man einen Kinderwagen schiebt oder ein Baby trägt.
- Zurückschwing-Geschwindigkeit: Sie schließen schneller, als ein Kind hindurchhuschen kann, was zu Stößen und blauen Flecken führt.
- Keine Warnschilder: Eltern meinen, ein einfacher Hinweis "Achtung: Drehkreuz schwingt zurück" würde schon viel helfen.
Eine Mutter aus Melbourne wies sogar darauf hin, dass die Drehkreuze eine Gefahr für alle mit eingeschränkter Mobilität darstellen. "Meine Mutter benutzt eine Gehhilfe und musste warten, bis jemand das Drehkreuz für sie aufhielt. Es geht nicht nur um Kinder – es ist für alle eine Zumutung."
Woolworths reagiert
Und was sagt der große grüne Supermarkt-Riese dazu? Ein Woolworths-Sprecher verteidigte die Drehkreuze und betonte, sie dienten der Sicherheit und sollten verhindern, dass Einkaufswagen entwendet werden. Sie entsprächen den Sicherheitsstandards und seien gründlich getestet worden. Aber die Eltern kaufen ihnen das nicht ab. "Wenn sie Verletzungen verursachen, sind sie nicht sicher", konterte die Mutter aus Sydney. "Das soll mal einer der Stirn meines Kindes erzählen."
Berichten zufolge haben einige Filialen nach den Beschwerden die Spannung der Drehkreuze angepasst, aber das ist bestenfalls eine Notlösung. Wenn Sie also mit den Kleinen zu Woolies gehen, halten Sie vorerst besser das Drehkreuz fest – oder gehen Sie, wenn Sie eines finden, durch den barrierefreien Eingang. Wie auch immer, diese Supermarkt-Saga ist noch lange nicht vorbei, und Woolworths ist am Zug.