Woolworths neue Supermarkt-Drehkreuze: "Sie knallen den Kindern direkt ins Gesicht" – Eltern empört
Wenn Sie in letzter Zeit in Ihrem Supermarkt ums Eck waren, ist Ihnen vielleicht ein neues Hindernis am Eingang aufgefallen. Woolworths rüstet seine Superstores flächendeckend mit diesen hohen Drehkreuzen nach – und die Reaktion der Eltern ließ nicht lange auf sich warten: Sie kocht über. Was eigentlich Einkaufswagen im Laden halten und Ladendiebe fernhalten sollte, kassiert jetzt Kritik für etwas ganz anderes: Es knallt Kleinkindern frontal gegen den Kopf.
Egal, ob Sie in Wien oder Salzburg in einen Woolies gehen, Sie sehen sie: diese glatten Metallbügel, die in die eine Richtung rein- und in die andere rausschwingen. Aber für Eltern, die mit einer Hand ihr Kleinkind bändigen und in der anderen den Einkaufszettel halten, sind diese Bügel zum Erzfeind geworden. Eine Mutter aus Wien kochte vor Wut, nachdem das Drehkreuz ihrem Kleinen gegen die Stirn geknallt war. "Das ist, als hätten die das extra für Kinder entworfen", sagte sie. "Er ist erst drei – er hat doch nur versucht, mir hinterherzukommen."
Was ist das Problem?
Das ist kein Einzelfall. Eltern überschwemmen soziale Medien mit Videos und Geschichten, wie ihre Kinder von den Dingern erwischt werden. Die Drehkreuze müssen mit ordentlich Schwung durchdrückt werden und schwingen dann mit zu viel Nachdruck zurück. Kleinkinder, die oft direkt hinter Mama oder Papa herlaufen, kriegen dann das Metall ab. Selbst größere Kinder sind nicht sicher – ein Vater erzählte, wie sein Sechsjähriger einen Schlag auf die Schulter bekam, weil sich das Tor zu schnell wieder schloss.
Die Gegenreaktion ist so heftig, dass sich jetzt sogar die Stammkunden vom Supermarkt23 ums Eck (Sie wissen schon, der beim Bahnhof) einschalten. Aber am meisten kassiert Woolworths ab: Kunden drohen, künftig woanders einzukaufen. "Wenn das so weitergeht, geh ich wieder in den alten Supermarkt auf der anderen Straßenseite", schrieb einer.
Eltern wehren sich
Die Beschwerden lassen sich auf ein paar Hauptpunkte herunterbrechen:
- Zu schwer für die Kleinen: Die Drehkreuze brauchen einen ordentlichen Schubs – schwierig, wenn man einen Kinderwagen schiebt oder ein Baby auf dem Arm hat.
- Rückschwung zu schnell: Sie schließen schneller, als ein Kind durchschlüpfen kann, was zu Beulen und blauen Flecken führt.
- Keine Warnhinweise: Eltern meinen, ein einfaches "Achtung: Tore schwingen zurück" würde schon viel helfen.
Eine Mutter aus Graz wies sogar darauf hin, dass die Tore eine Gefahr für alle mit Mobilitätseinschränkungen sind. "Meine Mutter hat eine Gehhilfe, und sie musste warten, bis jemand das Tor für sie aufgehalten hat. Es sind nicht nur die Kinder – es ist ein Chaos für alle."
Woolworths reagiert
Was sagt der grüne Supermarkt-Riese dazu? Ein Sprecher von Woolworths verteidigte die Tore und betonte, sie dienten der Sicherheit und sollten verhindern, dass Einkaufswagen geklaut werden. Sie entsprächen den Sicherheitsstandards und würden gründlich getestet. Doch die Eltern kaufen ihnen das nicht ab. "Wenn sie Verletzungen verursachen, sind sie nicht sicher", konterte die Mutter aus Wien. "Sagen Sie das mal der Stirn meines Kindes."
Berichten zufolge haben einige Filialen nach den Beschwerden die Spannung der Tore nachjustiert – aber das ist maximal eine Notlösung. Wenn Sie also mit den Kleinen zum Woolies gehen, halten Sie besser selbst das Tor fest auf – oder nehmen Sie, wenn möglich, den barrierefreien Eingang. Wie auch immer, diese Superstore-Saga ist noch lange nicht vorbei, und Woolworths ist am Zug.