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Priyanka Mohan im Interview über ihr 'Made in Korea'-Abenteuer: K-Pop, Kimchi und der Nervenkitzel von 'Snatch Up'

Unterhaltung ✍️ Rohan Sharma 🕒 2026-03-12 09:01 🔥 Aufrufe: 1

Wenn Sie diese Woche durch den Netflix-Katalog der Schweiz gestöbert haben, sind Sie bestimmt über die lebendige, chaotische und absolut charmante Welt von Made in Korea gestolpert. Und falls nicht – was machen Sie eigentlich gerade? Das ist nicht bloss eine weitere synchronisierte Dramaserie; es ist eine regelrechte kulturelle Kollision, bei der tamilischer Masala-Film auf K-Pop-Präzision trifft. Ich habe mich mit der sprühenden Priyanka Mohan getroffen, die die weibliche Hauptrolle spielt, und glauben Sie mir, die Geschichten, die sie aus Seoul mitgebracht hat, sind saftiger als eine perfekt reife Mango.

Priyanka Mohan am Set der Netflix-Serie Made in Korea

Ein 40-tägiger Crashkurs in Sachen K-Ottomanie

«Vierzig Tage in Korea», lacht Priyanka, immer noch ein wenig benommen vom Wirbelwind der Ereignisse. «Es war das erste Mal, dass ich so lange im Ausland gedreht habe, und ehrlich gesagt, habe ich meine Koffer gepackt und dachte, ich wüsste, worauf ich mich einlasse. Ich wusste gar nichts.» Die Serie, unter der Regie von RA Karthik, katapultiert ihre Figur direkt ins Herz der koreanischen Unterhaltungsindustrie, und das Leben begann, die Kunst nachzuahmen. Sie spielte nicht nur; sie erlebte das Made in Korea: The K-Pop Experience hautnah. Vom Besuch echter K-Pop-Trainingszentren bis hin zu gemeinsamen Szenen mit einigen der Besten Seouls – Priyanka gibt zu, dass die Energie am Set süchtig machte. «Diese Jungs proben, als ob ihr Leben davon abhinge. Selbst ein einfacher Background-Tänzer bewegt sich mit einer Intensität, die einen sofort dazu bringt, sein eigenes Spiel zu verbessern.»

Kimchi, Soju und das grosse Essens-Dilemma

Aber kommen wir zum eigentlichen Kampf, den jeder indische Schauspieler im Ausland durchmacht – dem Essen. Priyanka nimmt kein Blatt vor den Mund. «Oh, das Essen war in den ersten zwei Wochen ein grosses Problem!», ruft sie aus. «Ich sah das Buffet, das sie für uns aufgebaut hatten – wunderschön angerichtet, farbenfroh – und mein Magen knurrte nach Dal-Chawal (Linsensuppe mit Reis). Ich überlebte von Instant-Ramyun und diesen dreieckigen Kimbap-Snacks aus dem Laden unten an der Ecke.» Schliesslich fand sie einen Retter in einem einheimischen Crew-Mitglied, das sie in ein verstecktes Hinterhof-Restaurant führte, das einen hervorragenden Kimchi-Jjigae machte. «Es war kein Ghee-Roast, aber es wurde zu meinem Wohlfühlessen. Am Ende hatte ich Lust auf Kimchi zu meinem morgendlichen Ei. Da wusste ich, dass Korea mich in seinen Bann gezogen hatte.»

Die Geheimnisse von 'Weisse Chrysantheme' und 'Snatch Up' gelüftet

Die Show hat zwei Momente, über die bereits alle sprechen. Der erste ist die emotional erschütternde Szene mit einer Weissen Chrysantheme. Um nicht zu viel zu verraten: Es ist ein Symbol, das Priyankas Figur mit einem schmerzhaften Familiengeheimnis verbindet. «Diese Szene zu drehen, war unheimlich», erinnert sie sich. «Die Blume sieht so unschuldig aus, aber in der koreanischen Kultur wird sie stark mit Beerdigungen und dem Gedenken assoziiert. Der Regisseur, Karthik, erklärte die Symbolik, und es machte einfach Klick. Wir brauchten keine Dialoge; die Stille und diese eine Blume haben alles gesagt.»

Und dann ist da noch die hochdynamische Sequenz, die Fans die Snatch Up-Szene nennen – eine atemberaubende Verfolgungsjagd durch die belebten Strassen von Myeongdong, in der Priyankas Figur buchstäblich einen entscheidenden USB-Stick ergattern und damit abhauen muss. «Ich habe wochenlang dafür trainiert! Es war eine Mischung aus Silambam und koreanischer Stunt-Choreografie. Das koreanische Stunt-Team war begeistert von unserer Kampfkunst, und so vermischten wir am Ende beide Stile. Es gab eine Einstellung, in der ich unter einem fahrenden Taxi durchrutschen musste. Die Crew schrie nach jeder Aufnahme 'Daebak!' (Koreanisch für 'Genial' / 'Das ist der Hammer'). Es war furchterregend, aber auch der grösste Spass, den ich je am Set hatte.»

Was macht den Erfolg von 'Made in Korea' aus?

Warum also ist die Schweiz so begeistert von dieser Serie? Es ist nicht nur die Neuheit. Es ist der rohe, ungefilterte Blick darauf, wie zwei sehr leidenschaftliche Kulturen versuchen, eine gemeinsame Basis zu finden. Hier ist eine kurze Liste der Dinge, die Priyanka bemerkt hat und die diese Zusammenarbeit besonders machen:

  • Der Zusammenprall der Arbeitsmoral: «Koreaner sind ganz auf Geschwindigkeit und Präzision aus. Wir Inder setzen auf Jugaad (eine kreative, improvisierte Lösung) und Herz. Irgendwie haben wir einen wunderbaren Mittelweg gefunden.»
  • Die Sprachbarriere als Komödie: «Wir hatten ein ausgeklügeltes System aus Handgesten und gebrochenem Englisch, um zu kommunizieren. In der dritten Woche hatten wir unsere eigene Sprache erfunden. Es war urkomisch.»
  • Die unerwartete Verbindung: «Die koreanische Besetzung hat sich am Set in unsere tamilische Musik verliebt. Wir spielten in der Mittagspause AR Rahman, und sie versuchten zu tanzen. Es war einfach magisch.»

Made in Korea ist nicht nur ein Titel; es ist das Versprechen einer wilden Fahrt. Es geht um ein Mädchen, das in einer Welt aus synchronisierten Tanzschritten und Neonlichtern landet, nur um zu entdecken, dass die Sprache des Herzens keiner Übersetzung bedarf. Ob Sie nun wegen des Dramas, der K-Pop-Schmankerl oder nur um Priyanka Mohan in einem Hanbok absolut umwerfend zu sehen, hier sind – diese Serie ist genau das Richtige für Sie. Schnappen Sie sich (to snatch up) etwas Popcorn und tauchen Sie ein – es ist die desi-koreanische Fusion, von der Sie nie wussten, dass Sie sie brauchen.