Priyanka Mohan über ihr 'Made in Korea'-Abenteuer: K-Pop, Kimchi und der Nervenkitzel von 'Snatch Up'
Wenn Sie in dieser Woche durch Netflix Österreich gescrollt haben, sind Sie mit ziemlicher Sicherheit auf die lebendige, chaotische und absolut bezaubernde Welt von Made in Korea gestoßen. Und falls nicht – was machen Sie da eigentlich? Das ist nicht einfach nur eine weitere synchronisierte Serie; es ist eine regelrechte Kultur-Kollision, bei der tamilisches Masala auf K-Pop-Präzision trifft. Ich habe die sprühende Priyanka Mohan, die die weibliche Hauptrolle spielt, getroffen, und glauben Sie mir, die Geschichten, die sie aus Seoul mitgebracht hat, sind saftiger als eine perfekt reife Mango.
Ein 40-tägiger Crashkurs in Sachen K-Ottomanie
„Vierzig Tage in Korea“, lacht Priyanka, immer noch etwas benommen von diesem Wirbelsturm. „Es war das erste Mal, dass ich so lange im Ausland gedreht habe, und ehrlich gesagt, habe ich meinen Koffer gepackt und dachte, ich wüsste, worauf ich mich einlasse. Ich wusste von nichts.“ Die Serie, bei der RA Karthik Regie führte, katapultiert ihre Figur direkt ins Herz der koreanischen Unterhaltungsindustrie, und das Leben imitierte schließlich die Kunst. Sie spielte nicht nur; sie erlebte das Made in Korea: The K-Pop Experience am eigenen Leib. Vom Besuch echter K-Pop-Trainingszentren bis hin zur gemeinsamen Zeit vor der Kamera mit einigen der Besten aus Seoul – Priyanka gibt zu, dass die Energie am Set süchtig gemacht hat. „Diese Jungs proben, als ob ihr Leben davon abhinge. Selbst ein einfacher Background-Tänzer bewegt sich mit einer Intensität, bei der man sofort sein eigenes Spiel verbessern will.“
Kimchi, Soju und das große Essens-Fiasko
Aber kommen wir zum eigentlichen Problem, das jeder indische Schauspieler im Ausland hat – dem Essen. Priyanka nimmt kein Blatt vor den Mund. „Oh, das Essen war in den ersten zwei Wochen eine große Herausforderung!“, ruft sie aus. „Ich habe das Buffet gesehen, das sie für uns aufgebaut hatten – wunderschön angerichtet, farbenfroh – und mein Magen knurrte nur nach Dal-Chawal (Linsen-Eintopf mit Reis). Ich habe die ersten Tage von Instant-Ramyeon und diesen dreieckigen Kimbap-Snacks aus dem Supermarkt unten ums Eck gelebt.“ Schließlich fand sie eine Retterin in einem einheimischen Crew-Mitglied, das sie in ein verstecktes Hinterhof-Restaurant führte, das eine fantastische Kimchi-Jjigae (Kimchi-Eintopf) machte. „Es war kein Ghee Roast, aber es wurde zu meinem Wohlfühlessen. Am Ende habe ich Kimchi zu meinen morgendlichen Eiern gebraucht. Da wusste ich, dass Korea unter meine Haut gekrochen war.“
Die Geheimnisse von 'Weiße Chrysantheme' und 'Snatch Up'
Die Show hat zwei Momente, über die alle bereits sprechen. Der erste ist die emotional erschütternde Szene mit einer Weißen Chrysantheme. Ohne zu viel zu verraten, es ist ein Symbol, das Priyankas Figur mit einem schmerzhaften Familiengeheimnis verbindet. „Diese Szene zu drehen, war unheimlich“, erinnert sie sich. „Die Blume sieht so unschuldig aus, aber in der koreanischen Kultur wird sie stark mit Beerdigungen und dem Gedenken assoziiert. Der Regisseur, Karthik, erklärte die Symbolik, und es hat einfach Klick gemacht. Wir brauchten keine Dialoge; die Stille und diese eine Blume haben alles gesagt.“
Und dann ist da noch die actiongeladene Sequenz, die Fans die Snatch Up-Szene nennen – eine atemberaubende Verfolgungsjagd durch die belebten Straßen von Myeongdong, in der Priyankas Figur buchstäblich einen entscheidenden USB-Stick schnappen und wegrennen muss. „Ich habe wochenlang dafür trainiert! Es war eine Mischung aus Silambam und koreanischer Stunt-Choreografie. Das koreanische Stunt-Team war begeistert von unserer Kampfkunst, und am Ende haben wir beide Stile kombiniert. Es gab diese eine Einstellung, in der ich unter einem fahrenden Taxi durchrutschen musste. Nach jeder Aufnahme schrie die Crew ‚Daebak!‘ (Spitze!). Es war furchteinflößend, aber auch das Größte, was ich je am Set erlebt habe.“
Was macht den Erfolg von 'Made in Korea' aus?
Warum also ist Österreich so verrückt nach dieser Serie? Es ist nicht nur die Neuheit. Es ist der rohe, ungefilterte Blick darauf, wie zwei sehr leidenschaftliche Kulturen versuchen, eine gemeinsame Basis zu finden. Hier ist eine kurze Liste der Dinge, die Priyanka bemerkt hat und die diese Zusammenarbeit besonders machen:
- Der Zusammenprall der Arbeitsethiken: „Koreaner legen Wert auf Geschwindigkeit und Präzision. Wir Inder setzen auf Jugaad (Ideenfindung mit einfachen Mitteln) und Herz. Irgendwie haben wir einen wunderbaren Mittelweg gefunden.“
- Die Sprachbarriere als Comedy: „Wir hatten ein ausgeklügeltes System aus Handgesten und gebrochenem Englisch, um zu kommunizieren. In der dritten Woche hatten wir unsere eigene Sprache erfunden. Es war urkomisch.“
- Das unerwartete Zusammenwachsen: „Die koreanische Besetzung hat sich am Set in unsere tamilische Musik verliebt. Wir haben AR Rahman während des Mittagessens gespielt und sie haben versucht, dazu zu tanzen. Das war einfach magisch.“
Made in Korea ist nicht nur ein Titel; es ist das Versprechen einer wilden Fahrt. Es geht um ein Mädchen, das in einer Welt voller synchronisierter Tanzschritte und Neonlichter landet, nur um zu entdecken, dass die Sprache des Herzens keiner Übersetzung bedarf. Ob Sie nun wegen des Dramas, der K-Pop-Augenschmaus oder nur um Priyanka Mohan in einem Hanbok (traditionelles Kleid) zu sehen, hier sind – das hier ist genau Ihr Fall. Holen Sie sich schnell ein paar Popcorn und tauchen Sie ein – es ist die desi-koreanische Fusion, von der Sie nie wussten, dass Sie sie brauchen.