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Unwetterschäden im Kanton Kankakee: Tornados, Hagel und der steigende Kankakee River

Wetter ✍️ Jim Callahan 🕒 2026-03-11 02:22 🔥 Aufrufe: 1
Schweres Gewitter mit Starkregen nähert sich

Mittlerweile kennt man das ja im Mittleren Westen – im Frühling immer ein Auge auf den Himmel haben. Doch der Ausbruch heute hat selbst die wetterhärtesten Leute überrascht. Wir haben beobachtet, wie die Zellen am späten Nachmittag hereinrollten, und innerhalb einer Stunde war der Kanton Kankakee genau im Zentrum. Die Sirenen heulten in Bourbonnais, Bradley und runter bis Manteno. Für einen Moment schien der ganze Kanton den Atem anzuhalten.

Die Wetterdienste hatten das System seit dem Morgen beobachtet, aber richtig in Bewegung gerieten die Leute erst, als aus der Tornado-Vorwarnung eine offizielle Warnung für Teile des Kantons Kankakee wurde. Ich war gerade mit einem Kumpel südlich der Stadt am Telefon, als der Hagel einschlug – golfballgroße Brocken, die auf Dächer, Terrassen und alles andere hämmerten, das draußen war. Die Rede ist von Dellen in Autos, zerbrochenen Oberlichtern und etlichen zerrissenen Fliegengittern.

Der Kankakee River steigt schnell

Nachdem das Schlimmste des Windes und Hagels vorbei war, richtete sich der Fokus auf eine nur allzu bekannte Sorge: den Kankakee River. Da der Boden vom Regen der letzten Woche noch gesättigt war, liess diese neue Sintflut die Wasserstände rapide ansteigen. Die lokalen Behörden gaben eine leise Warnung an die Anwohner nahe der Ufer heraus – besonders rund um den Kankakee River State Park. Von Evakuierungen ist noch nicht die Rede, aber wer eine Kellerpumpe hat, für den wird heute Nacht lang.

Die Gemeinschaft hält zusammen

Eines ist klar, wenn man im Kanton Kankakee lebt – wir schauen aufeinander. Ich bin schnell bei der Genealogischen Gesellschaft des Kankakee Valley in der 8th Avenue vorbeigeschaut, um nach Michael Menard zu sehen, der dort seit Jahren ehrenamtlich arbeitet. Er war drinnen mit einer Taschenlampe und trug sorgfältig alte Ordner und Familienchroniken von einem undichten Fenster weg. «Wir können doch nicht zulassen, dass ein kleiner Sturm die Heiratsurkunde der Ururgrossmutter von jemandem wegschwemmt», lachte er, obwohl man merkte, dass es ihm ernst war. Im Gebäude der Gesellschaft fiel für ein paar Stunden der Strom aus, aber Mike und ein paar andere schafften es, alles trocken zu halten. So ist der Geist hier – niemand wartet auf das texanische Pendant zum Zivilschutz; wir nehmen einfach einen Mopp und legen los.

Wo der Schaden am grössten ist

Hier eine kurze Übersicht über einige Orte, die heute die Hauptlast abbekommen haben:

  • Zentrum von Kankakee: Mehrere Schaufensterscheiben zerborsten, umgestürzte Äste auf der Schuyler Avenue.
  • Bradley: Hagelschäden in der Nähe der Northfield Square Mall gemeldet; einige Autos sehen aus wie nach einem Kriegseinsatz.
  • Manteno: Vereinzelte Stromausfälle und einige Meldungen über beschädigte Zäune durch geradeaus gerichtete Fallböen.
  • Korridor des Kankakee River: Schneller Wasseranstieg; Bootsstege an mehreren Zugangspunkten sind teilweise überflutet.

Einsatzkräfte sind dabei, Schutt zu beseitigen, aber da über Nacht weitere Stürme möglich sind, bitten sie alle, wenn möglich zu Hause zu bleiben. Und was auch immer ihr tut, geht nicht in die Nähe des Flusses – er führt Hochwasser und treibt allerlei Zeug mit sich.

Wie geht es weiter für den Kanton Kankakee

Wir sind noch nicht ganz über den Berg. Die Sturmfront ist weiter nach Osten nach Indiana gezogen, aber die Wetterdienste sagen, dass wir vor Mitternacht noch eine weitere Runde kriegen könnten. Haltet eure Handys geladen, hört auf Wetterradio und schaut nach euren Nachbarn – besonders den älteren. Mike von der genealogischen Gesellschaft hat mich daran erinnert, dass das grosse Hochwasser damals, 2008, alle überrascht hat. Wir sind heute klüger, aber Mutter Natur hat immer noch das letzte Wort.

Fürs Erste: Holt euch ein kühles Bier, bleibt sicher und wir kommen da durch, wie immer – gemeinsam.