Wetter heute: Stürmischer Regentag könnte in Graupel enden – So wird das Wetter am Wahlsonntag
Ich schaue gerade aus dem Fenster und ich kann fast garantieren, dass einige von euch den Regenschirm bereits in die Tasche gepackt haben. Heute erwartet uns klassisches, wechselhaftes Aprilwetter in der Schweiz – und falls ihr unterwegs sein möchtet, vielleicht um euer Kreuzchen zu machen, dann sollte man einfach auf alles gefasst sein. Das ist kein Tag, an dem man darauf vertrauen kann, dass es so bleibt, wie es begonnen hat.
Von grauem Himmel zu Westwind: So verläuft der Tag
Es ist typisch: Man wacht auf und der Morgen zeigt sich vielleicht sogar mit etwas Sonne. Doch keine Sorge, die hält nicht an. Ich habe heute Morgen die lokalen Wetterdienste verfolgt, und es ist klar, dass uns ein recht windiger Nachmittag bevorsteht. Alles beginnt mit einer Front, die über die Westschweiz hereinzieht und sich langsam nach Osten verlagert. Im Laufe des Vormittags können die meisten mit länger anhaltendem Regen rechnen, und wenn wir dann die Nachmittagsstunden erreichen, wird es richtig spannend. Dann dreht der Wind nämlich auf West, und die Temperatur sinkt um ein paar Grad.
Ich weiss, wir haben alle unsere Lieblings-Apps. Einige schwören auf die Präzision der neueren Wetter-Apps, während andere noch immer den guten alten Webseiten treu bleiben. Aber egal, welchen Dienst ihr nutzt, alle Vorhersagen zeigen in die gleiche Richtung: Es wird kalt genug, dass der anhaltende Regen irgendwann seine Form ändern kann.
Wetter am Wahlsonntag: In der Deutschschweiz und im Tessin sollte man auf Graupel achten
Ich will es direkt sagen, denn ich weiss, dass heute viele von euch wählen gehen werden. Wenn ihr in der Deutschschweiz oder im Tessin wohnt, ist das jetzt besonders relevant für euch. Das Modell zeigt, dass die Luft so kalt wird, wenn die Front die östlichen Regionen erreicht, dass der Regentag in Graupel und Schneeregen enden kann. Ich habe ein paar lokale Mitteilungen gelesen, und vor allem gegen 16 bis 18 Uhr ist die Wahrscheinlichkeit am grössten, dass es weiss daherkommt. Wenn ihr also vor dem Wahllokal ansteht, kann es sich durchaus lohnen, eine Mütze aufzusetzen – oder zumindest eine windfeste Jacke zu tragen.
Ich erinnere mich gut an eine Wahl vor ein paar Jahren, da war das Wetter genauso: halb nass, halb kalt. Die Leute dachten damals, es wäre nur ein Schauer, standen dann aber eine halbe Stunde lang frierend da. Macht nicht denselben Fehler.
- Zentralschweiz und Wallis: Hier kommt es relativ früh zu Niederschlägen. Regen am Vormittag, aber am Nachmittag klart es auf. Die Windböen sind dennoch spürbar.
- Genferseeregion: Ihr seid im Übergangsbereich. Rechnet mit Regen, der in Graupel übergeht. Das wird am Nachmittag die kälteste Region der Schweiz.
- Ostschweiz & Südbünden: Erledigt eure Besorgungen vor dem späten Nachmittag. Es wird am Abend nass, windig und es gibt Graupel.
Können wir den langfristigen Prognosen vertrauen?
Wenn ich mit Leuten im Supermarkt oder auf der Strasse rede, fragt mich immer jemand: "Morten, kann man diesen 14-Tage-Prognosen eigentlich trauen?" Meine Antwort ist immer dieselbe: Sie geben einen guten Überblick über den Trend, aber die letzten 24 Stunden sind entscheidend. Im Moment sieht es so aus, als ob uns ein etwas ruhigeres Wochenende bevorsteht, aber zuvor müssen wir diese Wetterumstellung erst einmal überstehen. Ich kann euch versprechen, dass ihr heute den Regenschirm brauchen werdet. Das ist nicht mal eine Frage – das ist eine Anweisung von jemandem, der schon einmal dreimal an einem Tag die Schuhe wechseln musste.
Behaltet die Wetterradars gegen Mittag im Auge, denn dort erhaltet ihr den genauen Minuten-für-Minuten-Überblick. Aber bis dahin: Holt den grossen Schirm hervor, packt ein extra Pullover ein und denkt daran: Auch wenn es jetzt grau aussieht, es ist schliesslich nur das Wetter. Das kriegen wir hin.