BBC Sport Cricket: England ringen Pakistan im T20 World Cup-Thriller nieder – Die unmittelbare Reaktion

Es gibt normale Arbeitstage – und dann gibt es das, was England heute Nachmittag in der Karibik abgeliefert hat. In einem Super-Eight-Gruppenspiel mit mehr Wendungen als einem Geoffrey-Boycott-Inning hat sich Jos Buttlers Team irgendwie gegen ein bärenstarkes Pakistan durchgesetzt. Wer blinzelte, verpasste das Chaos. Und wer dem Geplauder im Kommentatorenkasten lauschte, hörte alles – den Jubel, das Stöhnen und die erlösende Befreiung am Ende.
Buttler gibt den Ton an, dann kommen die Nerven
England gewann den Münzwurf und entschied sich wie erwartet dafür, auf einem Platz zu schlagen, der flacher war als ein abgestandenes Bier. Phil Salt und Jos Buttler legten los wie die Berserker. Das Powerplay brachte 68 Runs ein, wobei Buttler den Ball durchs Cover streichelte und Salt ihn mit Verachtung über die Grenzen hieb. Das war alte Schule, der Stoff, nach dem man sich ein weiteres Kaltgetränk greift.
Dann kam der Wackler. Shaheen Shah Afridi, nie lange ruhig, zauberte eine Perle hervor, die Salts off stump aushebelte. Plötzlich wirkte das Middle Order nervös. Harry Brook schnitt einen Ball an, und als Liam Livingstone tief im Feld gefangen wurde, kehrte das alte Gefühl des drohenden Kollapses zurück. Bei 132 Runs bei 5 Wickets sah sich England einem Total gegenüber, das gefühlt 20 Runs zu niedrig war.
Betreten Sie die Bühne: Moeen Ali, der mit einem Kurzauftritt glänzte, der alle daran erinnerte, warum er schon so lange dabei ist. Ein paar kraftvolle Schläge und hastig erlaufene Zweier schleppten sie auf ein wettbewerbsfähiges, wenn auch nicht furchteinflössendes Ergebnis von 168 Runs bei 7 Wickets. In der Umkleidekabine, so vermutet man, wusste man, dass man frühe Wickets brauchen würde.
Pakistans Aufholjagd, Rashids Magie und Nervenkitzel bis zum letzten Over
Pakistans Antwort begann mit einem Paukenschlag – 15 Runs im ersten Over – und die alte Unruhe kehrte zurück. Doch Adil Rashid, wie so oft, brachte die Wende. Sein Googly, mit dem er Babar Azam ausbowlte, war ein Ball, der es verdient, eingerahmt zu werden. Von da an stieg die erforderliche Run-Rate, aber Mohammad Rizwan hielt sich hartnäckig und schob den Ball geschickt herum.
Als in den letzten beiden Overn 20 Runs benötigt wurden, war das Spiel Pakistans, um es zu verlieren. Aber Jofra Archer, zurück in bester Angriffsform, bowlte einen Yorkers, der selbst Waqar Younis zur Ehre gereicht hätte, und schickte Rizwan zurück ins Pavillon. Plötzlich lautete die Rechnung: 12 Runs im letzten Over, gebowlt vom unerfahrenen, aber eiskalten Sam Curran. Ein Wicket, ein Dotball, ein Boundary – die Pulsfrequenzen schossen in die Höhe. Am Ende retteten ein Missfielding und ein verzweifelter Hechter an der Boundary vier Runs – und England gewann mit einem Krimskrams. Der Endstand? Ein nervenzerreibendes Ergebnis von 4 Runs.
Das Fazit: Was die Stimmen sagten
Unmittelbar nach dem Spiel war die Reaktion so bunt wie das Publikum. Ein erfahrener Kommentator, der nie um ein Wort verlegen ist, wies im Radioprogramm darauf hin, dass "das Durcheinander in Englands Middle Order langsam zum wiederkehrenden Thema wird, aber der Kampfgeist mit dem Ball ist unbestritten." Er traf den Nagel auf den Kopf – Turniere gewinnt man nicht, ohne auch die hässlichen Spiele durchzustehen.
Eine angesehene Cricket-Autorin fing derweil die Dualität des Ganzen ein: "Vierzig Overs lang war England sowohl brillant als auch zerbrechlich. Sie servierten Champagner-Cricket und abgestandenes Bier zu gleichen Teilen. Aber bei einer Weltmeisterschaft zählt nur die eine Statistik: der 'Sieg'." Und sie hat recht. Das war nicht schön, aber es war effektiv.
Hier sind die Schlüsselmomente, die das Spiel zu Gunsten Englands kippten:
- Buttlers 54 Runs aus 37 Bällen: Legte das Fundament, als der Platz am besten zu bespielen war.
- Rashids Entfernung von Babar: Der Game-Changer. Pakistan erholte sich nie vollständig von diesem psychologischen Schlag.
- Archers vorletztes Over: Gab nur 7 Runs ab und nahm das wichtige Wicket von Rizwan.
- Das Fielding im letzten Over: Ein hechtender Stop von Mark Wood an der Boundary rettete im letzten Over vier sichere Runs.
Wie geht es weiter für England?
Dieser Sieg hält Englands Halbfinal-Hoffnungen fest in den eigenen Händen. Ein weiterer Sieg in der Super-Eight-Runde sollte ihnen den Einzug sichern, aber wie wir heute sahen, kommt in diesem Format nichts leicht. Die Experten im Studio zerbrochen sich bereits die Köpfe über die Aufstellungsfragen – muss am Bowling-Angriff geschraubt werden? Ist die Schlagreihenfolge zu kopflastig? Das sind Fragen für einen anderen Tag.
Für den Moment können Englands Fans ein Glas auf ein Team erheben, das sich weigerte zu verlieren. Es war nicht immer klug, es war nicht immer schön, aber bei Gott, es war fesselnd. Und wenn das nicht die Essenz dessen ist, diesem herrlichen Spiel zu folgen, dann weiss ich auch nicht.