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FTSE MIB, heißer Montag: Widerstände und Wall Street geben den Ton an

Finanzen ✍️ Alessandro Ferri 🕒 2026-03-02 09:48 🔥 Aufrufe: 8

FTSE MIB Future - Analyse 2. März 2026

Es geht wieder los. Und nach einem Wochenende, das man mit dem Grübeln über die Schlusskurse vom Freitag verbracht hat, zeichnet sich der Montag für den FTSE MIB als durchwegs schwierig ab. Die Futures sprechen heute Morgen eine klare Sprache: Die Stimmung an der Wall Street hat sich abgekühlt, und das Mailänder Börsenbarometer bekommt das, wie üblich, als erstes zu spüren. Die Sitzung am 2. März wird keine sein, bei der man sich zurücklehnen und zusehen kann. Man muss auf den Levels bleiben, Quadratmeter für Quadratmeter.

Letzten Donnerstag hatte noch jemand eine Erholung gewagt. Die Bankenwerte hielten sich, die Energiewerte halfen mit, und es schien, als könnte sich Piazza Affari aus dem europäischen Gleichklang ausklinken. Dann, in der US-Nacht, kam der Schlag. Die US-Makrodaten fielen heißer aus als erwartet, und die Falken der Fed begannen wieder zu krächzen. Das Ergebnis? Die US-Indizes schlossen im Minus, und der Future auf unseren Index musste das alles auf einmal einpreisen. Mein Telefon klingelte schon um 7:30 Uhr: "Was tun?" Man schaut auf die Level, wartet das erste Viertel ab und entscheidet dann.

Die heute beim Future zu beobachtenden Level

Wenn es um den Future auf den FTSE MIB geht, kann man nicht genau genug sein. In den nächsten Stunden sind die Augen auf zwei Preiszonen gerichtet, die auch in den vorherigen Sitzungen eine Rolle spielten:

  • Unterstützungen: 34.000 Punkte (erster Schutzschild), dann 33.800 Punkte (kritische Zone, bei deren Unterschreiten sich die Türen für einen Test der Februar-Tiefs öffnen würden).
  • Widerstände: 34.500 Punkte (zu überwindende Mauer für eine echte Erholung), 34.700 Punkte (wo am Donnerstag große Verkäufer aktiv waren).

Ein Start unter 34.100 würde wahrscheinlich Stop-Losses und aggressive Short-Positionen auslösen, während ein Halten über 34.300 jene Käufer anlocken könnte, die am Freitag abseitsstanden. Das erste Viertel wird entscheidend sein.

Das Gewicht von Wall Street (und die anstehenden Daten)

Man kann nicht über den FTSE MIB sprechen, ohne auf die Staaten zu blicken. Am Freitag schlossen die US-Indizes im Minus, löschten die Wochengewinne aus und warfen einen langen Schatten auf die europäischen Futures. Die Kommentare von Fed-Vertretern, immer noch besorgt über die Inflation im Dienstleistungssektor, haben die Zinsdebatte neu entfacht. Für Piazza Affari, das seit Monaten auf der Erwartung baldiger Zinssenkungen fährt, ist das eine kalte Dusche. Und Vorsicht vor dem Kalender: Diese Woche stehen die US-Arbeitsmarktdaten und der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe an – zwei tickende Zeitbomben, die genau dann hochgehen könnten, wenn unser Index eine Richtung sucht.

Drei Schritte, die man heute im Auge behalten sollte

Neben den Zahlen zählen aber auch die Geschichten. Hier sind drei Situationen, die ich persönlich im Handelssaal verfolge:

  • Das Erholungspotenzial der Bankenwerte: Unicredit und Intesa sind das wahre Barometer. Am Donnerstag versuchten sie, die Motoren warmzulaufen, am Freitag haben sie versagt. Halten sie heute ihre jüngsten Tiefs, hält der Korb. Brechen sie ein, rutscht der FTSE MIB mit ihnen ab.
  • Die Verteidigung durch die Energiewerte: Eni schloss die Woche mit interessanten Aufträgen ab. Der Ölpreis zieht leicht an, und man flüstert von möglichen Käufen wegen der Dividende. Im Auge behalten.
  • Die Bewegungen der Industrieunternehmen: Stellantis und Pirelli kommen von schweren Sitzungen zurück. Kommt es zu Verkäufen im Automobilsektor, leidet das Börsenbarometer darunter in einer Kettenreaktion. Ein Kontakt von mir im Handelssaal sagte mir, dass bereits am Freitagnachmittag jemand Positionen reduziert hat.

Meine Einschätzung für die nächsten Stunden

Ich glaube, dass sich heute alles in den ersten neunzig Minuten entscheiden wird. Wenn der FTSE MIB-Future die Unterstützung bei 34.000 hält, könnten wir einen technischen Erholungsversuch sehen, vielleicht schwach, aber zumindest ausreichend, um einen Einbruch zu vermeiden. Falls jedoch die Wall Street weiterhin Pessimismus via Pre-Market verbreitet, machen Sie sich auf eine rote Sitzung mit möglichen Ausweitungen bis 33.800 gefasst. Es ist nicht die Zeit, den Helden zu spielen: Besser abwarten, bis der Markt eine Seite wählt, und sich erst dann mit Vorsicht positionieren.

In einem so unsicheren Umfeld macht es den Unterschied, ob man die Welle reitet oder von ihr überrollt wird, Zugang zu Echtzeit-Analysetools und die Unterstützung einer gezielten Beratung zu haben. Wer den FTSE MIB beständig verfolgt, weiß: Geduld und Vorbereitung zahlen sich mehr aus als Schnelligkeit.