Ein Abschied von ICA-Stig – wer ist bereit, die Nachfolge der Ikone anzutreten?

Jetzt ist es offiziell. Nach all den Jahren im Fernsehen, all den Lächeln und all den Momenten, in denen er uns half, uns in den kleinen Freuden und Sorgen des Alltags wiederzuerkennen, ist die Zeit gekommen. Der Abschied von ICA-Stig steht bevor. Für alle, die mit den ICA-Werbespots aufgewachsen sind, fühlt es sich fast so an, als würde man einem alten Nachbarn Lebewohl sagen. Sie wissen schon, so einer, der immer am Gemüsestand steht und überlegt, ob es nun Bananen oder Äpfel für das Dessert am Abend sein sollen.
Und genau wie wenn ein geschätzter Kollege in Rente geht, kommt sofort die Diskussion in Gang. Wer zum Teufel soll in diese Fußstapfen treten? Das ist eine Frage, die weit über die Werbebranche hinaus diskutiert wird – von den Küchentischen in Kristinehamn bis hin zu Gesprächen im ganzen Land. Denn ICA-Stig ist nicht irgendwer. Er ist eine Institution, ein ruhender Pol in einem viel zu hektischen Dasein. Ich erinnere mich noch gut, wie meine Mutter immer über seine Sprüche schmunzelte, und jetzt ertappe ich mich dabei, genau das Gleiche zu tun. Das hat etwas Schönes, etwas, das Generationen verbindet.
Ein Kristinehamner im Rampenlicht?
Die Spekulationen waren vielfältig, aber jetzt nähern wir uns einem Enddatum. Es wird gemunkelt, dass der neue ICA-Stig in Kürze vorgestellt wird, und eines ist sicher: Das Interesse ist riesig. In Kristinehamn, der Stadt, die viele mit ICA-Anders verbinden, wurde die Frage nach dem Nachfolger lebhaft diskutiert. Gerüchten zufolge haben die Einheimischen ihre eigenen klaren Favoriten. Das zeigt wirklich, welche volkstümliche Verankerung diese Rolle hat. Es geht nicht nur darum, vor der Kamera einen Spruch parat zu haben, sondern diese authentische, ein wenig alltägliche Wärme auszustrahlen.
Und genau deshalb ist es so faszinierend, die Namen zu sehen, die in den Diskussionen genannt werden. Für mich ist es selbstverständlich, dass derjenige, der die Rolle übernimmt, jemand sein muss, der bereits im Raum steht, jemand, von dem wir das Gefühl haben, ihn bereits zu kennen. Es reicht nicht, ein begabter Schauspieler zu sein; du musst einer von uns sein.
Ove Sundberg – der naheliegende Erbe?
Hier kommen wir zu Ove Sundberg. Man möchte fast sagen, dass es niemanden gibt, der besser als neuer ICA-Stig passt als gerade Ove. Er hat diese richtige Mischung aus Menschlichkeit und trockenem Humor. Viele erinnern sich an ihn aus Solsidan als den stets korrekten und leicht gestressten Nachbarn, aber er hat so viel mehr Tiefe. Er kann gleichzeitig warmherzig und ein wenig schrullig sein, genau wie ein richtiger Filialleiter sein sollte, wenn ein Kunde unschlüssig zwischen zwei Wurstsorten steht.
Es gibt einen Grund, warum viele ihn bereits als Top-Kandidaten ausgemacht haben. Ove Sundberg besitzt etwas, das schwer zu definieren ist, das aber jeder erkennt, wenn er es sieht: Glaubwürdigkeit. Er würde keine Rolle spielen, er würde ICA-Stig werden. Genau wie wir uns an den vorherigen Inhaber gewöhnt haben, würden wir Ove genauso schnell jeden Abend in unseren Wohnzimmern willkommen heißen. Ich möchte wetten, dass er bereits gefragt wurde, oder dass zumindest jemand in seinem Umfeld sich gemeldet und gesagt hat: "Ove, jetzt ist deine Chance!".
Was aber braucht es für einen neuen ICA-Stig? Ich würde sagen, es geht um drei Dinge:
- Die Glaubwürdigkeit: Der Kunde muss das Gefühl haben: "Das ist mein Händler um die Ecke". Kein falsches Lächeln, kein aufgesetzter Dialekt.
- Der Alltagsheld: Die Person muss mit allem klarkommen, von einer kaputten Kassenrolle bis zu einem Kunden, der einen bestimmten Käse sucht. Er ist der Dreh- und Angelpunkt im Laden.
- Der stille Charme: Der Humor muss in den Situationen stecken, nicht in aufgesetzten Witzen. Es ist der Blick, die Pause, der kleine Seufzer, der es ausmacht.
Unabhängig davon, wer letztendlich die begehrte Rolle bekommt, wir stehen vor einem Wechsel. Ein Abschied von einer Ära und der Beginn einer neuen. Es wird emotional sein, den alten ICA-Stig zum letzten Mal durch die Tür gehen zu sehen, aber wenn es Ove Sundberg ist, der uns das nächste Mal begegnet, nun ja, dann mache ich mir nicht die geringsten Sorgen. Dann ist der ICA-Laden in sicheren Händen. Jetzt bleibt nur noch, auf die offizielle Bekanntgabe zu warten, und in der Zwischenzeit genießen wir wohl die letzten Momente mit unserem alten Freund. Prost auf dich, ICA-Stig, und willkommen, du, der du nachkommst!