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Jonny Clayton: Kann das Frettchen in Cardiff für Ekstase sorgen und den Premier-League-Titel verteidigen?

Sport ✍️ Gareth Hughes 🕒 2026-03-05 22:16 🔥 Aufrufe: 2
Jonny Clayton feiert einen Sieg in der Premier League

Es liegt eine besondere Spannung in der Luft, die durch die Utilita Arena in Cardiff hallt, wenn die Darts-Stars in der Stadt sind. Aber an einem Abend, an dem zwei der ihren bei der BetMGM Premier League ganz oben auf dem Plakat stehen, ist es nicht nur Spannung – es ist die reinste Ekstase pur, die kurz vor dem Ausbruch steht. Und ganz oben an der Tabellenspitze, mit den Hoffnungen einer ganzen Nation auf seinen Schultern, thront der einzigartige Jonny Clayton.

Die Erfolgsformel des Frettchens: Beständigkeit ist Trumpf

Seien wir ehrlich, nicht viele von uns hätten nach vier Spielnächten den 51-jährigen ehemaligen Gipser aus Carmarthenshire an der Spitze der Rangliste erwartet. In einem Teilnehmerfeld voller Weltmeister und junger Wildsäue wie Luke Littler und Gian van Veen agiert Clayton als der stille Vollstrecker. Er ist der einzige Spieler im Wettbewerb, der Woche für Woche sein Viertelfinale gewonnen hat. Diese unerbittliche Beständigkeit, jede Nacht mindestens zwei Punkte einzufahren, ist es, die in diesem langen Format die Titelanwärter von den Mitläufern trennt. Wie er selbst treffend formulierte: "Punkte sind so wichtig... wenn du jede Woche zwei holen kannst, bist du am Ende ganz vorne mit dabei." Er ist nicht nur vorne dabei; er führt das Feld an.

Eine Verabredung mit dem Schicksal (und Gian van Veen)

Im Viertelfinale heute Abend steht ihm der junge Niederländer Gian van Veen im Weg. Die beiden haben in diesem Jahr bereits eine kleine Geschichte. In den ersten Wochen teilten sie ihre Begegnungen untereinander auf, aber es war Clayton, der im letzten Aufeinandertreffen seine Autorität geltend machte und Van Veen im Finale von Glasgow mit 6-2 deklassierte, um sich den Tagessieg zu sichern. Diese Nacht in Schottland war ein Ausrufezeichen. Clayton spielte einen Average von über 104, besiegelte den Deal mit einem majestätischen 156er Finish und erinnerte alle daran, warum er bereits Premier-League-Champion ist. "Wenn das Finishing gut läuft, ist das Selbstvertrauen oben, und heute Abend war meine Nacht", sagte er nach seinem Triumph in Glasgow. Auf heimischem Boden wird er auf eine Wiederholung hoffen.

Van Veen ist jedoch kein leichter Gegner. Aktuell auf dem dritten Tabellenplatz, hat er bewiesen, dass er auf dieser Bühne mithalten kann. Aber wie Clayton vor dem Aufeinandreffen schalkhaft anmerkte: "Ich freue mich darauf, er ist ein toller Junge, ein brillanter Spieler und ich bin sicher, es wird ein gutes Spiel... er ist hier bei mir zu Hause in Wales, also hoffentlich zu meinem Vorteil, und Gian kann die echte walisische Stimmung erleben." Das muss man einfach lieben.

Der Traum von einem rein walisischen Finale

Natürlich ist das Märchenbuch-Szenario in jedem Pub von Cardiff bis Colwyn Bay bereits vorgeschrieben. Es beinhaltet, dass Jonny Clayton seinen Teil erledigt und sein guter Freund und Weltcup-Partner Gerwyn Price in der unteren Tableauhälfte seine Hausaufgaben macht. Ein rein walisischen Finale auf heimischem Boden? Die Halle würde schlicht explodieren. Price hatte dieses Jahr bereits seinen Moment mit dem Sieg in der zweiten Nacht in Antwerpen, und er wird das Publikum fest hinter sich wissen – eine seltene Freude für den "Iceman", der sonst auf Reisen meist die Rolle des Bösewichts spielt.

"Zwei Waliser im Finale, das wäre unglaublich", sagte Clayton mit einem Augenzwinkern. Und fügte hinzu: "Wobei es natürlich ein kleines bisschen besser wäre, wenn Jonny Clayton die Trophäe in die Höhe stemmen würde!" Man sollte ihn nicht abschreiben. Er war schon hier, hat es bereits geschafft und weiß genau, was es braucht, um ganz nach oben zu kommen.

Was steht heute Abend auf dem Spiel?

  • Der Spitzenplatz: Clayton führt das Feld an, aber mit Spielern wie Michael van Gerwen und Luke Humphries im Nacken darf er sich keinen Ausrutscher erlauben.
  • Heimruhm: Den Sieg an seinem Heimspielabend zu holen, ist eine Auszeichnung. Für einen stolzen Waliser wie Clayton bedeutet das alles.
  • Schwung fürs Halbfinale: Jeder in Cardiff geholte Punkt ist ein Punkt näher an der 10.000 Pfund schweren Nachtprämie und, viel wichtiger, am Ticket für die O2-Arena im Mai.

Der Weg zu den Premier-League-Playoffs ist ein Marathon, kein Sprint. Aber jetzt, wo Jonny Clayton am Vorabend der fünften Nacht in Cardiff steht, das Gebrüll seiner Landsleute im Ohr, fühlt es sich stark nach einem entscheidenden Moment an. Das Frettchen ist auf der Jagd und wittert Morgenluft. Schalten Sie heute Abend ein – Sie werden es nicht verpassen wollen.