Flyers gegen Ducks: Zegras und Drysdale kehren nach Anaheim zurück – Playoff-Implikationen inklusive
Es gibt Spiele im NHL-Kalender, bei denen man schon bei der Veröffentlichung des Spielplans mental "Datum dick im Kalender anstreichen" denkt. Der Mittwochabend im Honda Center ist so eines. Wenn die Philadelphia Flyers in Südkalifornien landen, um auf die Anaheim Ducks zu treffen, ist das mehr als nur ein weiteres Aufeinandertreffen zweier Conferences. Es ist ein Heimkommen voller Geschichten, ein Wiedersehen alter Freunde, die füreinander getradet wurden, und ein entscheidender Kampf für zwei Teams, die um die Playoff-Plätze kämpfen.
Die Ex-Akten: Zegras und Drysdale kehren heim
Seien wir ehrlich – die Hauptattraktion ist die Rückkehr von Trevor Zegras und Jamie Drysdale. Jahrelang galten die beiden als die Eckpfeiler der Ducks-Zukunft. Sie waren die jungen, elektrisierenden Gesichter des Wiederaufbaus. Jetzt laufen sie im Honda Center in Orange und Schwarz auf.
Zegras wurde letzten Juni nach Philly abgegeben, im Tausch gegen Ryan Poehling – ein Transfer, der bei einem Teil der Anaheim-Fans immer noch nachwirkt. Drysdales Abgang erfolgte sogar noch früher, als er vor 18 Monaten für Cutter Gauthier abgegeben wurde – ein ebenso folgenschwerer Deal. Man kann sicher sein, dass die Emotionen hochkochen werden. In der Arena wird gemunkelt, dass die Rezeption für Zegras eine komplizierte Mischung aus Jubel für die Erinnerungen und Pfiffen für den nunmehrigen Gegner sein wird. Ich tippe auf eine lautstarke, unberechenbare Ovation.
Playoff-Mathematik: Warum dieses Spiel wichtig ist
Sieht man vom persönlichen Drama ab, trifft man auf zwei Teams, die verzweifelt Punkte brauchen. Die Ducks sind mitten im Rennen um die Playoff-Plätze in der Pacific Division, kämpfen um einen Wild-Card-Platz und brauchen jeden Heimsieg, den sie kriegen können. Die Flyers wiederum kratzen und beißen in der Metropolitan Division, wo die Tabelle enger ist als die Schoner eines Goalies. Jeder Auswärtspunkt ist jetzt bares Geld wert.
Wann trafen die beiden zuletzt aufeinander? Erst letzten Samstag in Philadelphia. Und das war eine klare Angelegenheit. Die Flyers überrollten die Ducks regelrecht mit 6:0 und beendeten damit ihre eigene vier Spiele andauernde Niederlagenserie auf beeindruckende Weise. Travis Konecny war mit vier Vorlagen ein Ein-Mann-Zerstörungskommando, und fünf verschiedene Flyers steuerten je ein Tor und einen Assist bei. Wetten, dass die Ducks diese Schlappe nicht vergessen haben? Sie werden vor heimischem Publikum auf Wiedergutmachung aus sein.
Schlüssel zum Duell: Gauthier gegen die Geister der Vergangenheit
Hier ist der pikante Subplot, der eine weitere Ebene hinzufügt: Cutter Gauthier. Erinnert ihr euch an ihn? Er war der Typ, den die Flyers drafteten, der sich weigerte, dort zu unterschreiben, und so den Trade erzwang, der Drysdale nach Philly brachte. Jetzt ist er der Top-Scorer der Ducks. Er ist in Topform, und man kann sicher sein, dass es ihm kaum etwas Schöneres gäbe, als gegen das Team zu treffen, das einst seine Hoffnungen auf ihn setzte.
Wenn man das Duell Flyers gegen Ducks auf dem Papier analysiert, ist es ein klassischer Aufprall zweier Spielstile. Anaheim hat die explosivere Offensive und gehört ligaweit zu den besten Teams bei Toren pro Spiel. Sie geben auch ständig aufs Tor, gehören zu den Spitzenreitern bei Schüssen pro Partie. Aber die Flyers haben die Angewohnheit, ein unangenehmer Gegner zu sein. Wenn sie defensiv kompakt stehen und die Skill-Spieler der Ducks frustrieren können, haben sie eine Chance. Viel wird vom Duell der Goalies abhängen.
- X-Faktor für die Ducks: Können sie Sam Ersson knacken? Er war die Wand beim 6:0-Shutout und hielt alle 22 Schüsse. Wenn er wieder in so einer Zone ist, dann steckt Anaheim in Schwierigkeiten.
- X-Faktor für die Flyers: Das Duo Gauthier-Terry in Schach halten. Diese beiden sind der Motor der Ducks-Offensive. Schaltet man sie aus, ist man auf einem guten Weg, die Menge im Honda Center zum Schweigen zu bringen.
Und während alle Augen auf Anaheim gerichtet sind, darf man das Kid in Chicago nicht vergessen. Connor Bedard macht einfach weiterhin Connor-Bedard-Dinge, holte einen weiteren Assist und baute seine Punkteserie aus, als die Blackhawks die Wild in die Verlängerung zwangen. Es ist eine Erinnerung daran, dass die Zukunft der Liga in guten Händen ist, selbst wenn wir uns auf die aktuellen Schlachten im Pazifik konzentrieren.
Also, holt das Popcorn raus. Das ist nicht einfach nur ein Spiel an einem Mittwochabend. Es ist eine Abrechnung. Können die Ducks die Schmach von letzter Woche rächen? Oder werden Zegras und Drysdale an ihrer alten Wirkungsstätte das letzte Lachen haben? Puck-Drop ist um 19 Uhr im Honda Center – ich würde es um nichts auf der Welt verpassen.