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Calgary Flames: Goalie Devin Cooley sorgt im Tor für Aufsehen

Sport ✍️ Mike Vernon 🕒 2026-03-23 08:56 🔥 Aufrufe: 3

Wenn du in letzter Zeit in der Saddledome unterwegs warst oder einfach die Torhüter-Situation bei den Flames genau verfolgst, dann gibt es einen Namen, den du immer öfter hörst: Devin Cooley. Und das Gerede ist nicht nur das übliche "Der Einheimische macht’s gut"-Gerede. Es klingt nach einem Goalie, der offenbar beschlossen hat, dass er nicht mehr wegzudenken ist – und je länger man ihm zusieht, desto schwerer fällt es, sich diesem Eindruck zu widersetzen.

Devin Cooley im Tor für die Calgary Flames

Erst vor wenigen Abenden erhielt Devin Cooley den Auftrag, den Kasten zu hüten – und der Mann lieferte nicht nur ab, er gab eine wahre Meisterklasse zum Besten. In einem Spiel, das die Spannung eines Playoff-Vorgeschmacks hatte, hielt Cooley überragend und machte den Deckel schließlich mit einer starken Leistung im Penaltyschießen zu. Solche Ergebnisse lassen ein Team zusammenwachsen. Wenn dein Goalie dir im Entscheidungsschießen diese Extra-Chance verschafft, vergisst du das nicht. Das spürt man im Team. Und genau diese Energie treibt die Flames derzeit an.

Blickt man auf das große Ganze, zeichnet sich ein Trend ab. Während die Flames eine intensive Phase meistern, war die Entscheidung, Devin Cooley in einem Heimspiel als Startgoalie aufzustellen, ein enormer Vertrauensbeweis. Es ist eine Sache, auswärts den Startplatz zu bekommen. Aber wenn der Trainer auf den Spielplan schaut, den Gegner analysiert und sagt: "Du bist heute unser Mann" – und das vor heimischem Publikum? Das sagt alles über seinen steigenden Stellenwert aus.

Was mir an seinem Spiel aktuell besonders auffällt:

  • Ruhe unter Druck: Er gerät nicht ins Wanken, wenn der Puck tief in der Zone zirkuliert. Er bleibt klar, vertraut seiner Einschätzung und verleitet sich nicht zu früh. Diese abgeklärte Ruhe bei einem Spieler, der sich noch etablieren muss, ist selten.
  • Blitzreflexe im Slot: Der Erfolg im Penaltyschießen war kein Zufall. Seine Querbewegungen im Torraum sind präzise. Er stellt die Schützen so geschickt, dass er das Tor eng macht, ohne sich quer durchs Feld verletzlich zu machen.
  • Unbändiger Siegeswille: Das kann man nicht lehren. Man sieht es, wie er sich nach dem ersten und zweiten Schuss in jeden Zweikampf wirft. Die Spieler vor ihm wissen: Sie dürfen einen Fehler machen, er hält ihnen den Rücken frei. Das gibt allen eine gewisse Leichtigkeit – im positiven Sinne.

Wir alle kennen die Erzählung über die Torhüter-Situation bei den Flames. Es gibt viel junges Talent in der Pipeline, und Namen wie Dustin Wolf gehören zu Recht zur Zukunftsplanung. Aber was Devin Cooley gerade tut, zeigt: Er lässt sich diese Zukunft nicht kampflos nehmen. Er ist kein blosser Platzhalter. Er macht die Entscheidung darüber, wer kurzfristig spielt, zu einem echten, gesunden Wettbewerb. Genau das will man in einer Kabine.

Die Saison ist lang, und Konstanz ist das, wonach jeder Goalie strebt. Aber wenn dieser Typ weiterhin Spiele wie im letzten Penaltyschießen stiehlt und sich diese Einsätze im Heimspiel verdient, dann haben die Flames vielleicht mehr gefunden als nur einen Ersatzmann. Vielleicht haben sie eine Geschichte gefunden, die so keiner kommen sah. Und in dieser Stadt lieben wir eine gute Underdog-Story fast genauso sehr wie einen Shutout.