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Verantwortlicher von „One Punch Bookstore“ und drei Mitarbeiter festgenommen – Vorwurf der aufrührerischen Publikationen – Lange Menschenschlange vor Book Punch in der Nacht

Eilmeldung ✍️ 編輯部 🕒 2026-03-24 16:58 🔥 Aufrufe: 2
Verantwortlicher von One Punch Bookstore, Pang Yat-ming, wird abgeführt

Die gestrige Nacht hat die gesamte Kulturszene Hongkongs erschüttert. Die Rede ist vom One Punch Bookstore in Sham Shui Po, einem echten Pilgerort für viele Kulturinteressierte. Die Nachricht kam völlig überraschend und verbreitete sich am Abend: Der Verantwortliche Pang Yat-ming und drei Mitarbeiter wurden vom Staatssicherheitsdienst zum "Gespräch" gebeten – und daraufhin offiziell festgenommen. Der Vorwurf: Verschwörung zur Veröffentlichung, Verbreitung, Vorführung oder Vervielfältigung aufrührerischer Schriften. Ein schwerwiegender Vorwurf.

Ich wohne schon lange in Sham Shui Po und gehe ab und zu in die Gegend um der Tai Nan Street. Der One Punch Bookstore (Book Punch) ist weit mehr als nur eine Buchhandlung. Klein, aber fein, mit regelmäßigen Lesungen, Filmvorführungen und einer bekannten gemütlichen Ecke zum Schmökern. Viele junge Leute lieben es, hier in den Regalen zu stöbern. Die Atmosphäre ist ganz anders als in den großen Buchhandelsketten, viel persönlicher und nachbarschaftlicher. Man spürt so etwas wie den unabhängigen Geist einer kleinen Buchhandlung.

Als ich die Nachricht hörte, war mir sofort klar, dass das Wellen schlagen würde. Ich bin sofort hinuntergegangen, und tatsächlich: Das Rolltor war halb heruntergelassen, und Dutzende Menschen standen bereits vor dem Geschäft. Anwohner waren darunter, aber auch Leute, die extra mit dem Bus gekommen waren. Alle hatten besorgte Mienen und tuschelten miteinander. Einige junge Frauen standen da und konnten ihre Tränen nicht zurückhalten. Sie erzählten, sie kämen fast jede Woche hierher und hätten Angst, dass sie das Schild des One Punch Bookstore nie wieder sehen würden.

Die Aktion des Polizeilichen Staatssicherheitsdienstes zielt offenbar auf bestimmte Publikationen in der Buchhandlung ab. Wie man hört, wurden neben dem Verantwortlichen Pang Yat-ming auch der Filialleiter und zwei weitere Kollegen festgenommen, insgesamt vier Personen. Der Vorfall ließ die sozialen Medien sofort überkochen. Viele aus dem Kultur- und Verlagsbereich meldeten sich zu Wort und äußerten, dass der Druck in letzter Zeit enorm sei, aber dass nun sogar eine unabhängige Buchhandlung ins Visier gerate, damit hätte keiner gerechnet. Einige befürchten, dass dies erst der Anfang sein könnte.

In den letzten Jahren haben wir uns daran gewöhnt, dass Buchhandlungen zu regelrechten "Touristenattraktionen" werden. Man kommt vielleicht gar nicht, um Bücher zu kaufen, sondern um ein Foto zu machen oder einen Kaffee zu trinken. Aber der One Punch Bookstore hatte für viele immer noch seinen eigentlichen Kern bewahrt – ein Ort, der wirklich etwas zu sagen und auszudrücken hat. Nun, da dieser Kern herausgerissen wurde, liegt eine bleierne Schwere über der ganzen Straße.

Ein Freund schrieb mir über WhatsApp und fragte nach meiner Meinung. Ich sagte, ich wolle keine großen Analysen anstellen, aber als jemand, der in diesem Viertel lebt, weiß ich eines: Es gibt viele Buchhandlungen in Sham Shui Po, aber dass um elf Uhr nachts eine Gruppe von Menschen freiwillig auf der Straße steht, um Neuigkeiten über eine Buchhandlung zu erfahren – dieses Bild sagt mehr als tausend Worte.

Diese Welle wird wohl nicht so schnell abebben. Entscheidend ist jetzt, wie es den vier Festgenommenen geht und was die Zukunft der Buchhandlung bringt. Wir Anwohner können außer Abwarten nicht viel tun. Aber ich werde in Erinnerung behalten, dass es in der Tai Nan Street einmal einen Ort namens One Punch Bookstore gab, der mit seinen Büchern einen Schlag versetzte – einen, der viele Menschen in dieser Stadt aufweckte.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Festgenommene Personen: Verantwortlicher Pang Yat-ming und drei Mitarbeiter des One Punch Bookstore
  • Vorwurf: Verschwörung zur Veröffentlichung, Verbreitung, Vorführung oder Vervielfältigung aufrührerischer Publikationen
  • Aktueller Stand: Die vier Personen befinden sich in Untersuchungshaft, die Buchhandlung bleibt geschlossen, vor dem Geschäft kam es zu Menschenansammlungen
  • Reaktionen: Große Besorgnis in Kulturkreisen und unter Bücherfreunden über den Spielraum für unabhängige Buchhandlungen

Als alter Hase, der miterlebt hat, wie sich die Tai Nan Street von einem Viertel für Stoffhändler zu einem Hotspot für junge Kulturinteressierte entwickelt hat, kann ich nur sagen: Das, was dem One Punch Bookstore jetzt widerfährt, ist ein Sinnbild für die kulturelle Entwicklung in ganz Hongkong. Wird es solche Orte, an denen man in Ruhe schmökern, Vorträge hören und einfach miteinander reden kann, in Zukunft noch geben? Ich denke, das ist eine Frage, die viele Menschen im Moment noch nicht beantworten können.