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Live-Bericht vom Flächenbrand am Dadu-Berg in Taichung: Feuer unter Kontrolle – Rettungshubschrauber im Pendelverkehr

Vermischtes / Lokales ✍️ 陳柏翰 🕒 2026-03-14 08:20 🔥 Aufrufe: 2
Flächenbrand am Dadu-Berg in Taichung: Löschhubschrauber der Nationalen Luftfahrtdienst-Einheit im Einsatz

Gestern Nachmittag (13. März) brach am Dadu-Berg in Taichung erneut ein Flächenbrand aus. Das Feuer breitete sich rasant aus. Von den Stadtteilen Xitun und Nantun aus blickend, war der gesamte Bergrücken von dichten Rauchschwaden bedeckt. Sogar von der benachbarten Stadt Changhua aus war diese „schwarze Rauchschlange“ am Himmel zu sehen. Die Nationale Luftfahrtdienst-Einheit entsandte umgehend die in Taichung stationierten schweren Black Hawk-Hubschrauber. Sie pendelten zum Hafen von Taichung, um Wasser aufzunehmen, und flogen Einsätze rund um die Uhr, um Wasser über dem Brandgebiet abzuwerfen – mit dem Ziel, die Flammen noch vor Einbruch der Dunkelheit unter Kontrolle zu bringen.

Direkt vom Brandherd: Starker Wind fache die Flammen an – Einsatzkräfte am Limit

Das Feuer brach gegen 14 Uhr Ortszeit in der Nähe des bekannten Aussichtspunkts „Wanggaoliao“ am Dadu-Berg aus. Durch den Wind breitete sich die Feuerfront rasant entlang des trockenen Grases und der Akazienwälder aus – schneller, als man laufen konnte. Die Bodentruppen versuchten zwar, hastig Schläuche zu verlegen, aber in dem hügeligen Gelände mangelte es an Wasserquellen. Sie waren auf den Wassertransport mit Tanklöschfahrzeugen angewiesen. Enge Zufahrtswege erschwerten die Brandbekämpfung zusätzlich. Allen Beteiligten war klar, dass hier nur Luftunterstützung entscheidend sein würde.

Die Hubschrauber der Luftfahrtdienst-Einheit flogen mindestens ein Dutzend Einsätze. Jedes Mal, wenn das laute Dröhnen über der Stadt zu hören war, wussten die Bewohner: Sie holen wieder Wasser. Es war beeindruckend zu sehen, wie sie tief über den Hafen von Taichung flogen und gezielt ihre Wasserlast über dem Brandgebiet abwarfen. Diese Bilder und der Anblick der Besatzungen flößten tiefen Respekt ein.

Einheimischer Rückblick: Der Dadu-Berg brennt nicht zum ersten Mal – und wird wohl nicht zum letzten Mal brennen

Herr Li, der seit über 40 Jahren in Nantun lebt, schüttelt den Kopf: „Wenn wir auf diesen Brand zurückschauen – der Dadu-Berg brennt fast jedes Jahr. Besonders in der Trockenzeit, wenn es wenig regnet wie jetzt, kann eine weggeworfene Zigarettenkippe oder sogar Glas, das die Sonnenstrahlen bündelt, einen Brand auslösen.“ Er erinnert sich an große Feuer in den Jahren 1994, 2001 und 2009. Jedes Mal wurden große Kräfte mobilisiert. Monate nach dem Brand sprießt zwar wieder Grün, aber der Schaden für das Ökosystem braucht viel länger, um sich zu erholen.

Die Fläche dieses Feuers war zwar kleiner als in manchen Vorjahren, aber wegen der Nähe zum Ballungsraum beeinträchtigte der dichte Rauch direkt die Luftqualität in Xitun und Nantun. Viele Anwohner rochen am Nachmittag Brandgeruch, hielten Fenster und Türen geschlossen, manche begannen zu husten. Ein Messfahrzeug der Umweltbehörde wurde sofort losgeschickt. Doch die Hauptsorge der Bevölkerung galt der Frage, wann das Feuer endgültig gelöscht sein würde.

Ratgeber Flächenbrand: Was tun bei einem großen Wald- und Flächenbrand?

Viele wissen vielleicht nicht, wie man sich als Zivilist bei einem Großbrand wie diesem verhalten soll. Dieser kurze Leitfaden gibt einige wichtige Punkte:

  • Fenster und Türen schließen, Luftreiniger einschalten: Der Feinstaub im Rauch ist gefährlich für die Atemwege. Besonders ältere Menschen, Kinder und Asthmatiker sollten unbedingt drinnen bleiben und Aktivitäten im Freien vermeiden.
  • Wenn Sie nach draußen müssen: Maske tragen! Falls es unvermeidbar ist, gehen Sie auf Nummer sicher und tragen Sie eine Maske – ein einfacher chirurgischer Mundschutz filtert bereits einen Großteil des Rauches.
  • Straßen rund um das Brandgebiet meiden: Rund um den Dadu-Berg (Huanan Road, Youyuan Road, Zhongtai Road) kann es zu Verkehrsbehinderungen und Sperrungen kommen. Bitte weichen Sie frühzeitig aus und behindern Sie die Einsatzkräfte nicht durch Gafferei.
  • Vorübergehend nicht in die Berge zum Sport: Der Dadu-Berg ist für viele Einwohner Taichungs das Naherholungsgebiet zum Radfahren und Laufen. In den Tagen nach dem Feuer kann es noch Glutnester geben und der Boden kann instabil sein. Gehen Sie jetzt kein Risiko ein und meiden Sie das Gebiet.

Aus dem Unglück lernen: Was können wir aus dem Flächenbrand mitnehmen?

Manche fragen vielleicht ironisch: „Was kann man aus so einem Unglück schon lernen?“ Natürlich geht es nicht darum, die Katastrophe zu nutzen, sondern zu überlegen, welche Lehren wir daraus ziehen können. Alteingesessene Taichunger sagen oft, der Dadu-Berg mit seinen Ausläufern sei wie die Lunge der Stadt. Wird sie vom Feuer befallen, hat die ganze Stadt Atemnot.

Ich denke, es ist besser, vorzubeugen, anstatt sich jedes Mal auf die Tapferkeit der Einsatzkräfte zu verlassen. Das bedeutet, dass das Forstamt und die Feuerwehr vor jeder Trockenzeit gewissenhaft Brandschneisen anlegen und sogar über kontrollierte, geplante Verbrennungen nachdenken sollten, um Laub und Totholz gezielt zu entfernen – bevor ein Feuer außer Kontrolle gerät. Ebenso ist die konsequente Ahndung von weggeworfenen Zigarettenkippen und illegalem Verbrennen von Abfällen der grundlegende Weg, um von Menschen verursachte Brände zu verhindern. Dieses Feuer hat nicht nur Bäume vernichtet, sondern war vor allem ein Weckruf für unser Bewusstsein im Katastrophenschutz.

Bis heute (14. März) Vormittag konnte der Brand weitgehend unter Kontrolle gebracht werden, aber Einsatzkräfte sind noch vor Ort, um die Lage zu überwachen und mögliche Glutnester zu löschen. Jetzt, wo die Hubschrauber endlich am Boden ruhen, können wir alle etwas aufatmen. Hoffen wir, dass die Natur sich schnell erholt und der Berg bald wieder in sattem Grün erstrahlt.