Boat Race Suminoe: GI Taikō-Preis – Junpei Kiryū vs. die Lokalmatadoren aus Osaka! Ein umfassender Ausblick auf das große April-Rennen
Na endlich! Das Frühlingshighlight in Boat Race Suminoe, die GI-Klasse „Taikō-Preis“, startet am Samstag, den 3. April. Im 70. Jahr des Bestehens der Rennbahn ist dieses Großereignis etwas ganz Besonderes – die Erwartungen könnten nicht höher sein. Mit dem diesjährigen Grand Prix (GP)-Sieger Junpei Kiryū an der Spitze versammelt sich ein wahres Star-Aufgebot von insgesamt acht GP-Teilnehmern. Besonders beeindruckend ist dieses Mal die Formation der Lokalmatadoren aus Osaka.
Kann der Champion Junpei Kiryū seine „Form finden“? Lokalmatador Shigeru Matsui stellt sich ihm in den Weg
Der absolute Star dieser Regatta ist natürlich der letztjährige Jahresmeister und GP-Sieger Junpei Kiryū. Zwar scheint er zu Beginn dieses Jahres noch nicht ganz in Topform zu sein, aber einen besseren Ort, um zur Höchstform aufzulaufen, gibt es kaum. Auf dieser Strecke in Suminoe, wo er im letzten Jahr am glänzendsten war, können wir erwarten, dass er mit vollem Einsatz seinen optimalen Turnspeed wiederfinden wird.
Aber die Lokalmatadoren werden diesen Champion nicht einfach gewähren lassen. Da ist doch der absolute Dominator Shigeru Matsui. Dieser Mann, der noch lange nicht an Altersschwäche denkt, wird in seinem Heimrevier Boat Race Suminoe nicht stillhalten. Schon im vergangenen Monat bei der G1-Meisterschaft der Region Kinki zeigte er sich mit konstanten Leistungen. Für diese Regatta wird er mit kleinen Anpassungen, wie einem Ringwechsel, noch einmal nachlegen.
Das ist noch nicht alles. Mit Takayuki Ishino, Nobutaka Kamijo und Hirotake Ishimoto reiht sich eine Riege von Hochkarätern aus allen Generationen ein. Das könnte der Beginn einer neuen „Osaka-Legende“ sein.
Die Statistik spricht für sich: Die Schwierigkeit einer Titelverteidigung und die Dynamik von Toshimitsu Gondo
Hier ist eine interessante Zahl: Der Taikō-Preis gilt als eine Regatta, bei der eine Titelverteidigung extrem schwer ist. Wie die lokalen Fans wissen, gab es seit dem Jahr 2000 keinen Fahrer mehr, der den Titel erfolgreich verteidigen konnte. Der letzte, dem das gelang, war Norimasa Kobayashi, der vor etwa 40 Jahren die 30. und 31. Austragung gewann. Das zeigt, wie schwierig es ist, auf der Suminoe-Bahn zwei Jahre in Folge den Titel zu holen.
Vor diesem Hintergrund lastet ein enormer Druck auf Nobutaka Kamijo, der im letzten Jahr seinen ersten GI-Heimsieg feiern konnte. Aber dieser Fahrer hat schon in jungen Jahren den Druck des Vorjahres weggesteckt. Ob er diese „Mauer der Titelverteidigung“ durchbrechen kann, ist einer der spannendsten Punkte.
Und wenn wir über die derzeit „heißesten“ Lokalmatadoren sprechen, kommt man an Toshimitsu Gondo nicht vorbei. Schließlich holte er erst im Februar auf der hiesigen Bahn in Suminoe bei der G1 „Kinki Regional Championship“ seinen lang ersehnten ersten G1-Sieg. Sein fulminanter Start von Bahn 1 mit einer Reaktionszeit von 0,10 Sekunden ist noch in bester Erinnerung. Mit dem damit verbundenen ersten Startrecht bei einem SG-Rennen (Classic) ist seine Dynamik ungebrochen. Es wird spannend zu sehen sein, wie weit er mit diesem Schwung auf der großen Heimbühne kommt.
Der Schlüssel auf dem Wasser: Windrichtung und der „neue Motor“
Kommen wir zu einem etwas spezielleren Thema: Der Kurs in Suminoe gilt allgemein als „Bahn 1-begünstigt“, aber so einfach ist es nicht. Das habe ich bei vielen Besuchen vor Ort selbst gespürt: Der Einfluss des Seewinds von der 2. Kurve her ist enorm. Wenn dieser Wind stärker wird, bleiben Wellen an der 2. Kurve zurück, was Überholmanöver von außen oder innen begünstigt. Bei völliger Windstille hingegen, wie am letzten Tag der G1 im Februar, dominieren die Außenseiter mit schnellen Starts von Bahn 1.
Auch die Motorenlage sollten wir im Auge behalten. Die Motoren, inklusive des GP-Sieger-Motors, wurden am 9. März einmal eingefahren und dann durch „neue Motoren“ ab dem 23. März ersetzt. Da dies nun die zweite Runde mit ihnen ist, ist die Einschätzung noch im Fluss. Da 47 bereits einmal genutzte Motoren und fünf erstmalig eingesetzte gemischt werden, ist dies eine echte Bewährungsprobe für die Motorenverantwortlichen. Generell heißt es, dass einmal genutzte Motoren leichter abzustimmen sind. Welches Team wird sich mit dem neuen Material durchsetzen?
- Der Stolz des Lokalmatadors: Shigeru Matsui empfängt zuhause den GP-Champion Junpei Kiryū – ein „Osaka-Duell“
- Der Angriff auf die Titelverteidigung: Nobutaka Kamijo vor dem ersten Triple seit 40 Jahren – kann er die Mauer durchbrechen?
- Der Durchbruch des Shootingstars: Toshimitsu Gondo, Sieger der G1 im Februar – ist seine Dynamik echt?
- Der Kampf um die Motoren: Bei unterschiedlichen Einschätzungen des „neuen Motors“ setzt sich der mit dem besten Gespür für die Abstimmung durch
- Das Spiel mit dem Wetter: In Suminoe, wo sich das Wasser je nach Windrichtung schlagartig verändert, entscheidet das richtige „Lesen“ der Bedingungen über Sieg und Niederlage
Apropos: Wenn man Boat Race Suminoe besucht, gibt es einen Ort, den man nebenbei ansteuern kann. Direkt neben der Rennbahn befindet sich der Osaka Hōkoku-Schrein. Er liegt gleich neben der Shin-Naniwa-Straße, und viele Fans besuchen ihn vor dem Rennen, um für „Glück im Wettkampf“ zu beten. Besonders von den lokalen Fahrern hört man, dass sie hier regelmäßig für den ewigen Gedenkgottesdienst und die ewige Totenfürsorge beten.
Der Bezirk Suminoe hat sich nach dem Krieg mit dem Wiederaufbau entwickelt. Für die alteingesessenen Einheimischen sind sowohl der Bootsrennsport als auch der Schrein tief in ihrer Lebenskultur verwurzelt. Vor diesem emotionalen Hintergrund entfaltet sich der heiße Kampf. Wird es Junpei Kiryū sein? Oder einer der Lokalmatadore aus Osaka? Oder werden sich die starken Konkurrenten aus dem ganzen Land wie Takuya Baba, Eiji Shirai oder Kōya Harada in das Rennen einmischen?
Die heißen Rennen ab dem 3. April sollte sich niemand entgehen lassen!