Eier plötzlich aus den Regalen verschwunden – Spekulation oder ernste Krise?
Verdammt, schon wieder alle weg. Ich stehe also vor der Molkereiprodukte & Eier-Abteilung und starre auf ein leeres Regal. Kein einziges Ei, nicht mal die teuren Bio-Eier. Das geht jetzt schon seit über einer Woche so. Die Supermärkte sind außer sich, und in den sozialen Medien kocht die Stimmung: Ist das eine echte Knappheit oder ein groß angelegtes Spiel? Ich lebe lange genug in diesem Land und verfolge die Branche – ich sage euch, das stinkt zum Himmel.
Wer hält die Eier wirklich zurück?
Reden wir Klartext: Es könnte sich um ein reines Preisspiel des Handels handeln. Die Leute fragen sich, warum die Eier ausgerechnet jetzt verschwinden, wo die Preise ordentlich angezogen haben. Zufall? Wohl kaum. Aus Insiderkreisen hört man, dass die großen Ketten testen, wie viel der Verbraucher zu zahlen bereit ist. Wenn man das Angebot künstlich verknappt, steigen die Preise – und der Gewinn landet da, wo er landen soll. Viele vermuten, dass das Ei jetzt zur Spielfigur in einem größeren Spiel geworden ist.
Was sagen die Erzeuger?
Von der Produktionsseite heißt es, die Hennen würden ganz normal legen. Es gibt weder eine Seuche noch eine Katastrophe. Trotzdem klaffen die Regale leer. Da stimmt doch etwas nicht. Es fühlt sich an, als würden die Zwischenhändler ihr eigenes Spiel treiben. Zeit, mal genauer hinzuschauen, was hinter den Kulissen wirklich abläuft:
- Die Einkaufsleiter der Supermärkte: Sie haben genaue Daten, wann und wie viele Eier über die Ladentheke gehen. Wenn sie beschließen, die Bestellungen zu drosseln, sind die Regale im Nu leer.
- Die Logistikunternehmen: Lieferungen können verzögert oder umgeleitet werden. Ein Ei ist ein Frischeprodukt, das nicht warten kann.
- Die Konzernzentralen: Sie geben Preise und Aktionen vor. Wenn das Ei jetzt zum "Premiumprodukt" erklärt wird, bleibt es eben im Regal liegen.
Leidet die Bevölkerung?
Und ob sie leidet. Das Frühstücksei ist für viele ein Grundnahrungsmittel, und jetzt ist es nicht zu einem fairen Preis zu bekommen. Manche reden schon von Boykotten und suchen nach Alternativen. Aber wohin soll man gehen? Kleinere Läden versuchen, die Preise im Zaum zu halten, aber die Großen geben den Ton an. Es ist immer das gleiche alte Lied: Wenn sich eine Chance bietet, wird sie genutzt. Und wir Verbraucher sind diejenigen, die es bezahlen.
Ergibt das denn irgendeinen Sinn?
Schaut man sich die nackten Fakten an, ist die Eierproduktion stabil geblieben. Trotzdem sind die Preise gestiegen und das Angebot ist knapper. Das riecht doch sehr nach einem Test, wie weit man gehen kann. Und wenn es ein Test ist, dann funktioniert er: Die Leute zahlen, weil das Ei einfach ein Grundnahrungsmittel ist. Ich habe in diesem Sektor noch nie eine so dreiste Spekulation erlebt. Aber wahrscheinlich ist es so: Wenn es ums Geld geht, ist die Moral dehnbar.
Meine Prognose ist, dass nächste Woche, wenn der Aufschrei zu groß wird, plötzlich wieder Eier in den Regalen auftauchen. Aber die Preise werden nicht sinken – da würde ich meine Hand für ins Feuer legen. Sie werden sich auf dem neuen, höheren Niveau einpendeln. Und wir lernen mal wieder: Lebensmittel sind ein Business, keine Wohltätigkeitsveranstaltung. Also, wenn ihr das nächste Mal vor einem leeren Regal steht, fragt euch kurz: Wer profitiert eigentlich wirklich davon?