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Benzinpreis Schweiz aktuell: Wegen Iran-Konflikt steigen die Spritpreise – Das rät der TCS

Nachrichten ✍️ Lukas Berger 🕒 2026-03-07 23:20 🔥 Aufrufe: 1

Wer in diesen Tagen an die Tankstelle fährt, der spürt es direkt im Portemonnaie: Der Benzinpreis Schweiz ist wieder auf dem Vormarsch. Was viele Autofahrer bereits an der Zapfsäule bemerken, hat einen handfesten politischen Hintergrund. Die Eskalation im Nahen Osten und die damit verbundene Blockade der Strasse von Hormus treiben die Ölpreise weltweit in die Höhe – und das macht auch vor der Schweiz nicht Halt.

Benzinpreis an einer Schweizer Tankstelle

Deshalb wird das Tanken jetzt teurer

Die Strasse von Hormus ist eine der wichtigsten Wasserstrassen der Welt. Durch sie wird etwa ein Fünftel des globalen Ölhandels abgewickelt. Die jüngsten Kampfhandlungen und die Ankündigungen aus Teheran haben die Lieferketten massiv verunsichert. Die Folge: Der Rohölpreis ist innerhalb weniger Tage regelrecht explodiert. Auch wenn das Benzin, das wir heute tanken, vor Wochen gekauft und raffiniert wurde, geben die Importeure die gestiegenen Beschaffungskosten mit einer gewissen Verzögerung an uns Konsumenten weiter. Es ist also weniger "Abzocke", wie mancher Fahrer an der Kasse murmelt, sondern schlicht die Nachwirkung der internationalen Märkte. Die erste Welle hat uns bereits Ende Februar erwischt, und es wird nicht die letzte gewesen sein.

Zwei-Franken-Marke in Sichtweite?

Die grossen Fragen, die sich jetzt alle stellen: Wie hoch geht der prix essence suisse noch? Die Experten von Avenergy Suisse rechnen damit, dass wir bald die Marke von zwei Franken pro Liter wieder sehen könnten. Roland Bilang, der Direktor des Branchenverbands, warnt davor, dass die Preise in den kommenden Tagen und Wochen weiter anziehen werden. Das letzte Mal, dass wir solche Niveaus sahen, war während der Energiekrise nach dem Ukraine-Krieg, als der Preis zwischenzeitlich auf über 2.20 Fr. schoss. Damals wie heute gilt: Geopolitische Krisen lassen die Kassen der Mineralölkonzerne klingeln – und die Autofahrer zahlen drauf. Der "Monsieur Prix" Stefan Meierhans kann da nur hilflos zusehen, denn ihm fehlen die rechtlichen Mittel, um gegen diese "opportunistischen" Preissprünge vorzugehen, wie kürzlich in einem Interview deutlich wurde. Nicolas Pages, ein unabhängiger Energieökonom, sieht ebenfalls schwarz: "Die Unsicherheit bleibt der grösste Preistreiber – und die Märkte reagieren darauf wie ein Frankenstein'sches Monster, das kaum zu bändigen ist."

Der TCS als Navigator im Preischaos

Doch so hilflos, wie es sich anhört, sind wir nicht. Der TCS - Touring Club Schweiz bietet mit seinem Benzinpreisradar ein hervorragendes Werkzeug, um Schnäppchen zu jagen. Denn eines ist klar: Der Comparis Benzinpreis Schweiz (und ähnliche Vergleicher) zeigen immer wieder, dass die Unterschiede enorm sind. Wer einfach an die nächste Autobahnraststätte fährt, wird abkassiert. Wer aber ein bisschen sucht, kann richtig sparen. Hier ein paar Strategien, wie Sie dem Wahnsinn trotzen:

  • Meiden Sie die Autobahn: Tankstellen entlang der Nationalstrassen sind traditionell die teuersten. Die Preise können hier problemlos über zwei Franken liegen, während es im Dorf nebenan deutlich günstiger ist.
  • Nutzten Sie Vergleichs-Apps: Ob über den TCS-Radar oder Dienste wie Cheap Fuel Prices — Fillzz – ein kurzer Blick aufs Handy vor der Abfahrt kann richtig Geld sparen. Gerade in Grenznähe oder in Regionen mit vielen Anbietern lohnt sich der Vergleich.
  • Kantönligeist spart Geld: Die TCS-Analyse für 2025 zeigt, dass man in Basel-Land und im Jura am günstigsten Bleifrei 95 und 98 tankt. Teuer wird es dagegen in Uri oder Genf. Und wer wirklich sparen will, fährt nach Samnaun – dank Zollausschlussgebiet ist der Sprit dort unschlagbar günstig, auch wenn die Gemeinde für die Statistik oft rausgerechnet wird.
  • Wundern Sie sich nicht über regionale Unterschiede: Die Preispolitik ist oft intransparent. Während die Migrol die Preiserhöhungen bereits offen kommuniziert, geben sich andere wie Agrola oder Avia zugeknöpft und verweisen auf die regionalen Genossenschaften, die selbst entscheiden.

Ein Blick auf die aktuellen Zahlen

Um das Ganze etwas greifbarer zu machen: Noch Anfang Februar lag der Durchschnittspreis für einen Liter Bleifrei 95 bei rund 1.67 Franken. Diese Zeiten sind vorerst vorbei. Viele Tankstellen, wie etwa die der Coop Pronto, haben bereits auf 1.75 Franken aufgeschlagen. Und es wird weitergehen. Ich tippe darauf, dass wir in den nächsten zwei Wochen vielerorts die Zwei vor dem Komma sehen werden. Die Lage ist dynamisch, und die Hoffnung auf ein schnelles Ende des Konflikts ist leider verflogen. Die Unsicherheit bleibt der grösste Preistreiber.

Bleiben Sie also wachsam, vergleichen Sie die Preise – vielleicht entdecken Sie ja sogar die eine oder andere Tankstelle, die noch nicht nachgezogen hat. In Zeiten wie diesen wird der Füllvorgang zur strategischen Aufgabe.