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Infini Capital im Zentrum von Insiderhandelsvorwürfen? Gemeinsame Aktion von Finma und Staatsanwaltschaft erschüttert Finanzplatz – 8 Festnahmen

Schweiz Wirtschaft ✍️ 財經老炮 🕒 2026-03-12 16:13 🔥 Aufrufe: 1

Der gestrige Tag hat den Finanzplatz erschüttert. In einer konzertierten Aktion durchsuchten die FINMA und die Staatsanwaltschaft die Büros mehrerer Broker und Hedgefonds und nahmen acht Personen zur Befragung mit. Für Eingeweihte war sofort klar: Hier geht es nicht um eine Bagatelle, sondern um gezielte Ermittlungen wegen des Verdachts auf Insiderhandel. Auf der mir vorliegenden Liste der durchsuchten Unternehmen fand sich diskret ein bekannter Name – Infini Capital Management Limited. Dieser sonst eher zurückhaltend agierende Hedgefonds steht nun plötzlich im Rampenlicht. Wie tief steckt das Unternehmen wirklich in der Sache drin?

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FINMA und Staatsanwaltschaft gehen gemeinsam gegen Insiderhandel vor

Die Aktion war offenbar das Ergebnis einer längerfristigen Überwachung und Analyse. Die Einsatzkräfte erschienen bereits am frühen Morgen in den Büros eines grossen Finanzinstituts und vollstreckten einen Durchsuchungsbefehl. Wie interne Kreise berichten, steht der Fall im Zusammenhang mit mehreren Nebenwerten, die im letzten Jahr ungewöhnliche Kursschwankungen zeigten. Kurz vor Bekanntgabe positiver Unternehmensnachrichten hatten offenbar einige «glückliche» Anleger präzise zugeschlagen. Sobald die Kurse in die Höhe schnellten, stiessen sie ihre Positionen wieder ab und realisierten beträchtliche Gewinne. Die Geldflüsse auf diesen Konten sollen Verbindungen zu Führungskräften verschiedener Finanzinstitute aufweisen – darunter auch zu unserem heutigen Hauptdarsteller: Infini Capital.

Die Verbindung zwischen Infini Capital und Golden View

Im Finanzgeschäft ist Fingerspitzengefühl gefragt, doch genauso wichtig ist es, jeden Anschein von Interessenkonflikten zu vermeiden. In Finanzkreisen wird gemunkelt, dass sich die Untersuchung neben den direkten Handelsgeschäften auch auf «besondere Arrangements» im Zusammenhang mit einem Anlageportfolio namens Golden View konzentriert. Die Strategie dieses Portfolios wirkte oft undurchsichtig, doch die Zeitpunkte seiner Trades stimmten jedes Mal frappierend mit den Transaktionen der beschuldigten Firmen überein. Kann das purer Zufall sein? Ich bezweifle es, und die Ermittler der FINMA tun es auch. Warum aber wird Infini Capital Management Limited in diesen Fall hineingezogen? Eben weil es Hinweise auf ungewöhnliche Geldflüsse und Informationsaustausche zwischen diesem Fonds und Golden View während der besagten sensiblen Phase gibt.

Angespannte Stimmung am Finanzplatz – wie geht es weiter?

Seit Bekanntwerden des Falls ist die Stimmung in der Branche merklich gekippt. Die üblichen After-Work-Treffen im Kreis der Finanzleute waren gestern deutlich schlechter besucht. Allen ist klar: Wenn FINMA und Staatsanwaltschaft gemeinsam ermitteln, hat der Fall strafrechtliche Dimensionen erreicht – das lässt sich nicht mehr einfach mit einer Geldbusse regeln. Unseren Informationen zufolge stammen die acht Festgenommenen aus verschiedenen Häusern; darunter sind Händler an der Front ebenso wie Fondsmanager in den Hinterzimmern. Das hat es in sich. Für Infini Capital ist dies zweifellos eine Bewährungsprobe. Zwar gibt es noch keine offizielle Stellungnahme des Unternehmens, doch intern soll die Stimmung äusserst angespannt sein. Die Compliance-Abteilung tagt angeblich die ganze Nacht, um Wege zu finden, sich möglichst klar von diesem Skandal zu distanzieren.

Letztlich gilt in unserer Branche: Egal, ob man einen milliardenschweren Fonds vertritt oder Privatanleger ist – wer die rote Linie des Insiderhandels überschreitet, muss dafür geradestehen. Diese Aktion ist ein klares Signal und eine Warnung an den gesamten Markt: In einem internationalen Finanzzentrum wie der Schweiz kommt früher oder später ans Licht, wer mit unlauteren Mitteln Gewinne erzielen will. Dies war erst der Anfang; die nächsten Kapitel dieser Geschichte werden mit Sicherheit noch folgen.

  • Ausmass des Falls: FINMA und Staatsanwaltschaft nehmen acht Personen fest, Durchsuchungen bei mehreren Brokerhäusern und Hedgefonds.
  • Fokusinstitut: Infini Capital Management Limited steht im Zusammenhang mit den Vorwürfen.
  • Entscheidende Spur: Ein Anlageportfolio namens Golden View, dessen Handelszeitpunkte auffällig genau mit den Ereignissen übereinstimmen.
  • Art des Vergehens: Verdacht auf Ausnutzung von Insiderinformationen für präzise Trades vor der Veröffentlichung positiver Nachrichten zur Erzielung enormer Gewinne.

Als jemand, der seit über zehn Jahren im Geschäft ist, kann ich nur sagen: Es ist ein schmaler Grat. Aber eines ist sicher: Früher oder später fliegt alles auf – vor den Computern der Ermittler ist man nicht sicher.