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Michael Thorbjornsen – Amerikas nächster Golfstar glänzt bei der Players Championship

Sport ✍️ Erik Andersson 🕒 2026-03-15 01:18 🔥 Aufrufe: 1
Michael Thorbjornsen auf dem TPC Sawgrass

Es gibt Namen, die bleiben einfach hängen. Für uns, die wir den College-Golf in den Staaten verfolgen, ist Michael Thorbjornsen seit Jahren so einer. Aber jetzt, nach seinem Auftritt am Wochenende bei der Players Championship, sind es nicht mehr nur wir Golf-Nerds, die aufhorchen. Die gesamte Golfwelt beginnt zu realisieren, dass dieses Stanford-Produkt auf dem besten ist, etwas ganz Besonderes zu werden.

Die Freundschaft mit Åberg und der Weg von Stanford

Für uns Österreicher ist es besonders erfreulich, dass Thorbjornsen gerade jetzt ins Rampenlicht tritt. Nicht nur wegen seines fantastischen Golfspiels, sondern weil er eine besondere Geschichte mit unserem schwedischen Nachbarn Ludvig Åberg teilt. Die beiden spielten zusammen in Stanford, einem Universitätsteam, das in den letzten Jahren fast schon eine Kaderschmiede für zukünftige PGA-Stars war. Jemand, der kürzlich mit Trainern an der Westküste sprach, erzählte, dass sie nicht aufhören konnten, von diesem Trio Åberg, Thorbjornsen und Michael Brennan zu schwärmen. Schon damals war abzusehen, dass sie auf ihre Weise die Bühne betreten und dominieren würden. Jetzt sehen wir es mit eigenen Augen.

Ein Debüt auf dem TPC Sawgrass, das nachhallt

Als relativ Neuling auf der Tour auf dem TPC Sawgrass anzutreten, ist keine leichte Aufgabe. Der Platz ist tückisch, der Druck durch das Publikum ist enorm, und die Grüns sind schneller als ein Wiener Taxi. Trotzdem hatte Thorbjornsens Auftreten etwas... Reifes. Er ging da raus, spielte sein Spiel und zeigte ein Eisenspiel, das so manchen Veteranen aufhorchen ließ.

Eine bestimmte Situation am Wochenende ist mir besonders im Gedächtnis geblieben. Nach einigem Auf und Ab zuvor in seiner Runde fand er sich in einer Lage wieder, in der sich die meisten Amateure (und so mancher Profi) mit einem Par begnügt hätten. Nicht so Thorbjornsen. Er zielte auf die Fahne, schlug ein Annäherungsspiel, das sanfter landete als eine Sommerbrise, und bereitete ein Birdie vor, das so selbstverständlich wirkte, dass man fast vergaß, wie schwierig es eigentlich ist. Es sind diese Momente, die die Guten von den wirklich, wirklich Hervorragenden unterscheiden.

Hier sind drei Gründe, warum Thorbjornsen gerade gefragter denn je ist:

  • Der Stanford-Stempel: Er wurde im gleichen System geschult, das Åberg und einige andere hervorgebracht hat. Das merkt man seinem Spielverständnis an.
  • Die Eisen: Er muss vom Fairway aus nicht zocken. sein Approachspiel ist so präzise, dass er den Ball dorthin lenken kann, wo er hin will, egal wo die Fahne steht.
  • Der Kopf: Er scheint völlig unbeeindruckt vom Rampenlicht. Debüt auf den größten Bühnen des Golfsports? Kein Problem.

Was macht ihn so besonders?

Man kann immer über Schwungtechnik und Statistiken reden, aber für mich geht es genauso um den Kopf. Thorbjornsen hat diese seltene Fähigkeit, zurückzukommen. Er hat keine Angst zu scheitern, was auf diesem Niveau ein Muss ist. Sein Approachspiel ist absolute Weltklasse. Er schlägt seine Eisen sauber und mit einer Kontrolle, die den Platz kleiner wirken lässt. Trotz seiner jungen Jahre wirkt er nicht wie einer, der Ergebnissen hinterherjagt. Er ist bei jedem Schlag präsent, genau wie ein zehn Jahre älterer Veteran. Auf Stanford zu gehen, bedeutet nicht nur Studium; es ist ein Umfeld, das Gewinner hervorbringt. Er hat bereits seit Jahren gegen zukünftige Profis gespielt und gewonnen.

Die Zukunft ist rosig

Wir werden mit Sicherheit mehr von Michael Thorbjornsen sehen. Er hat das Werkzeug, das Temperament und jetzt auch die Erfahrung von einem der größten Turniere der Welt. Und für uns Fans in Österreich und dem deutschsprachigen Raum? Das bedeutet, dass die Rivalität und Freundschaft mit Ludvig Åberg sich weiterentwickeln wird. Sie kennen sich in- und auswendig, haben auf der gleichen Range geschuftet, und jetzt tun sie es auf der größten Bühne der Welt.

Ich sage nur: Behaltet ihn im Auge. Das ist kein One-Hit-Wonder. Das ist der Anfang von etwas wirklich, wirklich Großem.