Greg James' epische Comic-Relief-Radroute: Von John o' Groats nach London
Man muss es Greg James lassen. Der Mann, der die Nation jeden Morgen im Radio aufweckt, hat gerade etwas vollbracht, das selbst gestandene Radfahrer ins Stöhnen bringen würde. Er ist von John o' Groats, der nördlichsten Spitze Schottlands, den ganzen Weg bis nach London geradelt – und das alles für Comic Relief.
Es ist die Art von Herausforderung, die auf dem Papier verrückt klingt und noch verrückter, wenn man halb oben an einem Hügel im Lake District gegen den Gegenwind ankämpft und jeden Lebensentwurf hinterfragt, der einen dorthin geführt hat. Doch Greg, der vor einem Gag nie zurückschreckt, hat alles mit Fassung getragen – oder sollte man sagen: mit jedem Tritt in die Pedale.
Eine Reise voller Wehmut und Lächeln
Was nimmt man mit auf eine 900-Meilen-Solo-Tour? Ersatzschläuche? Energie-Gels? Greg packte etwas Geistreicheres ein: ein Exemplar von Goethes Die Leiden des jungen Werthers. Es mag eine seltsame Wahl für einen Mann sein, der Lächeln und Spenden sammeln will, aber irgendwie passt diese Geschichte voller intensiver Gefühle und letztlicher Aufopferung doch gut, wenn man seinen Körper bis ans Limit fordert. Ich stelle ihn mir gerne vor, wie er Passagen den Schafen in den Highlands vorliest, auch wenn er das nicht bestätigt hat.
Die Route: Von den Highlands nach Hause
Die greg james cycle route war keine gemütliche Sonntagsausfahrt. Sie begann am windumtosten nördlichsten Punkt des britischen Festlands und schlängelte sich hinunter durch einige der schönsten – und anspruchsvollsten – Landschaften des Landes. Man stelle sich vor: die rauen schottischen Highlands, die Achterbahn-Hügel des Lake District und der flache, aber mental zermürbende Ritt durch die englischen Midlands. Als er die Außenbezirke Londons erreichte, hatte der Mann mehr Kilometer in den Beinen als die meisten von uns in einem ganzen Jahr.
- Gesamtstrecke: Über 900 Meilen (das ist in etwa die Distanz von Wien nach Berlin, aber auf zwei Rädern).
- Gesamthöhenmeter: Mehr als 15.000 Meter – genug, um den Mount Everest zweimal zu besteigen, mit einer Extra-Runde auf den Großglockner.
- Erlittene Plattfüße: Ein paar, aber nichts, was ein bisschen Radio-Gejodel nicht richten konnte.
- Gesammelte Millionen Pfund: Stand jetzt ist die JustGiving-Seite dank der großartigen britischen Bevölkerung weit in den siebenstelligen Bereich vorgedrungen.
Mehr als nur eine Radtour
Natürlich ging es hier um mehr als nur einen Mann und sein Rad. Greg hat seine tägliche Radiosendung genutzt, um die Hörer auf dem Laufenden zu halten, und teilte die Höhen (im wahrsten Sinne des Wortes, die Bergetappen) und die Tiefen (vermutlich wunder Sitzknochen). Es wurde zu einem nationalen Gesprächsthema; die Leute säumten die Strecke, um ihn anzufeuern, winkten mit selbstgemachten Schildern und hielten ihm Gummibärchen hin – der inoffizielle Treibstoff für Langstreckenradler überall.
Und vergessen wir nicht den guten Zweck. Comic Relief ist seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil des britischen Fernsehens, und die diesjährigen Aktionen, allen voran Gregs Mammut-Tour, werden Menschen sowohl in Großbritannien als auch in Afrika helfen. Jeder gespendete Penny ist ein Beweis für die Idee, dass ein Typ auf einem Fahrrad tatsächlich die Welt verändern kann – oder sie zumindest ein kleines bisschen besser machen.
Die letzte Runde
Als er nach über einer Woche im Sattel in London einrollte, sah Greg erledigt aus – aber glücklich. Es ist diese typisch britische Kombination aus völliger Erschöpfung und stiller Genugtuung. Er hat bewiesen, dass man mit etwas Biss, viel Unterstützung und vielleicht einem Hauch deutscher Literatur aus dem 18. Jahrhundert das scheinbar Unmögliche schaffen kann.
Also, ein Hoch auf Greg James. Wenn Sie das nächste Mal über Ihren Arbeitsweg jammern, denken Sie daran: Er hat es mit dem Fahrrad gemacht, vom anderen Ende des Landes, und dabei noch ein Vermögen für wohltätige Zwecke gesammelt. Wenn das nicht den Geldbeutel öffnet, dann tut es nichts.