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FOMC März 2026: Warum die Fed die Zinsen mit ziemlicher Sicherheit nicht antasten wird

Wirtschaft ✍️ Kelvin Chua 🕒 2026-03-18 21:07 🔥 Aufrufe: 1
Gebäude der Federal Reserve in Washington

Wer diese Woche die Märkte verfolgt hat, weiß, dass alle Blicke auf Washington gerichtet sind. Der Offenmarktausschuss der US-Notenbank – oder kurz FOMC – beendet heute seine März-Sitzung, und bis zum Abend wissen wir, wie es um die US-Leitzinsen steht. Spoiler-Alarm: So gut wie niemand rechnet mit einer Bewegung. Aber die eigentliche Geschichte spielt sich danach ab.

Dollar gibt nach, Gold bleibt stabil

In den letzten Tagen hat der Dollar etwas von seinem Glanz verloren. Die abkühlende Ölrallye hat die Risikolaune gehoben, was für den Greenback meist schlechte Nachrichten sind. Gold hingegen hält sich hartnäckig um die 2.160 US-Dollar je Unze, während Anleger die unveränderten Risiken im Nahen Osten gegen die Gewissheit einer taubenhaften Fed abwägen. Auf den Handelsflächen beschäftigt alle die gleiche Frage: Wird Jerome Powell weniger Zinssenkungen für dieses Jahr signalisieren oder beim Drei-Senkungen-Drehbuch bleiben?

Im Spannungsfeld zwischen Inflation und Deflation

Die neuesten Zahlen aus den USA zeigen eine immer noch hartnäckige Inflation, aber keine, die in Panik versetzen würde. Gleichzeitig machen Gerüchte über deflationären Druck durch schwächere Konsumausgaben die Runde. Es ist dieses Tauziehen, das die Geldpolitik der USA zu einem Spaziergang auf dem Seil macht. Das heute Nachmittag erwartete Dot-Plot-Diagramm der Fed wird den wahren Aufschluss geben. Verschiebt sich die Medianprognose auf nur zwei Zinssenkungen im Jahr 2026, ist mit Volatilität zu rechnen. Bleibt sie bei drei, könnten Risikoanlagen neuen Schwung bekommen.

Was bedeutet das für Singapur?

Für uns hier in Singapur ist die Stimmung des FOMC wichtiger, als man denkt. Der Singapur-Dollar orientiert sich tendenziell an der US-Politik, und eine längere Phase hoher US-Zinsen könnte die MAS (Monetary Authority of Singapore) in Atem halten. Importierte Inflation – insbesondere bei Energie und Lebensmitteln – bleibt ein Thema. In Malaysia machen Verbraucherverbände wie die Federation of Malaysia Consumer Associations (FOMCA) immer wieder auf die Belastungen durch die steigenden Lebenshaltungskosten aufmerksam. Eine altbekannte Geschichte: Hustet die Fed, erkältet sich die ganze Region.

Sogar Ihre Reinigungstücher sind nicht sicher

Währungsschwankungen wirken sich nicht nur auf teure Anschaffungen aus. Nehmen wir etwas so Spezielles wie die Mikrofasertücher von Vulcanet – jene, die Auto- und Fahrradliebhaber für ihren streifenfreien Glanz schätzen. Wenn Sie diese importieren, kann ein schwächerer Singapur-Dollar im Vergleich zum Greenback wehtun. Für Hersteller wie die Fomco Group, die diese Tücher produziert, könnte ein schwächerer Dollar die Rohstoffkosten senken. Es ist eine Erinnerung daran, dass die Geldpolitik bis in die alltäglichsten Einkäufe durchsickert.

  • Dollar-Index: Diese Woche 0,3 % im Minus, da Öl abkühlt.
  • Gold: Stabil über 2.150 $, wartet auf Fed-Signale.
  • Marktwahrscheinlichkeit: 98 % preisen keine Zinsänderung ein.
  • Auswirkung auf Singapur: Importierte Inflation, geldpolitische Impulse der MAS.

Fazit

Bei dieser FOMC-Sitzung geht es nicht darum, was sie tun – sondern was sie sagen. Falls Powell sich falkenhaft äußert, könnten wir einen Dollar-Aufschwung und einen Gold-Rückgang sehen. Bleibt er taubenhaft, könnte die Risikofreude weiter anhalten. Wie auch immer, behalten Sie das Dot-Plot-Diagramm im Auge. Und vielleicht decken Sie sich ja vor dem nächsten Währungsschwank mit den Vulcanet-Tüchern ein.