FOMC März 2026: Darum wird die Fed die Zinsen mit ziemlicher Sicherheit nicht antasten
Wer diese Woche die Märkte verfolgt hat, weiss: Alle Augen sind auf Washington gerichtet. Das Federal Open Market Committee – oder kurz FOMC – beendet heute seine März-Sitzung, und bis heute Abend wissen wir, wie es mit den US-Leitzinsen weitergeht. Spoiler-Alarm: Kaum jemand rechnet mit einer Bewegung. Aber die eigentliche Story ist das, was danach kommt.
Dollar gibt nach, Gold bleibt stabil
In den letzten Tagen hat der Dollar etwas von seinem Glanz verloren. Eine Abkühlung der Ölrallye hat die Risikostimmung verbessert, und das sind typischerweise schlechte Nachrichten für den Dollar. Gold hingegen hält sich hartnäckig um die Marke von 2'160 US-Dollar pro Unze, während Anleger die allgegenwärtigen Risiken im Nahen Osten gegen die Gewissheit einer taubenhaften Fed abwägen. Auf dem Handelsplatz beschäftigt alle die gleiche Frage: Wird Jerome Powell weniger Zinssenkungen für dieses Jahr signalisieren oder am Dreier-Skript festhalten?
Im Spannungsfeld zwischen Inflation und Deflation
Die neuesten Zahlen aus den USA zeigen eine Inflation, die zwar hartnäckig, aber nicht heiss genug für Panik ist. Gleichzeitig machen sich Flüsterstimmen über deflationären Druck aufgrund schwächerer Konsumausgaben breit. Es ist dieses Tauziehen, das die Geldpolitik der USA zu einem so schmalen Grat macht. Das Fed's Dot Plot, das später heute veröffentlicht wird, wird die eigentliche Antwort liefern. Verschiebt sich die Medianprognose auf nur zwei Zinssenkungen im Jahr 2026, ist mit erhöhter Volatilität zu rechnen. Bleibt es bei drei, könnten Risikoanlagen neuen Schwung bekommen.
Was das für die Schweiz bedeutet
Auch für uns in der Schweiz ist die Stimmung des FOMC wichtiger als man denkt. Der Schweizer Franken tendiert dazu, die US-Politik zu verfolgen, und eine längere Phase hoher US-Zinsen könnte die SNB auf Trab halten. Importierte Inflation – insbesondere bei Energie und Lebensmitteln – bleibt ein Thema. In unseren Nachbarländern schlagen Verbraucherorganisationen wie die deutsche Verbraucherzentrale ähnlich Alarm wegen der steigenden Lebenshaltungskosten. Es ist die altbekannte Geschichte: Wenn die Fed hustet, erkältet sich die ganze Region.
Auch Ihre Putztücher sind nicht sicher
Währungsschwankungen wirken sich nicht nur auf grosse Anschaffungen aus. Nehmen wir etwas Nischenhaftes wie die Mikrofasertücher von Vulcanet – jene, die Auto- und Motorrad-Enthusiasten für einen streifenfreien Glanz schätzen. Wenn Sie diese importieren, kann ein schwächerer Franken gegenüber dem Dollar wehtun. Für Hersteller wie die Fomco Group, die diese Tücher produziert, könnte ein weicherer Dollar hingegen die Rohstoffkosten senken. Es ist eine Erinnerung daran, dass die Geldpolitik bis in die alltäglichsten Einkäufe durchsickert.
- Dollar-Index: Diese Woche 0,3% tiefer dank abkühlendem Öl.
- Gold: Stabil über 2'150 $, wartet auf Fed-Signale.
- Markterwartung: 98% preisen keine Zinsänderung ein.
- Schweiz: Importierte Inflation, Hinweise für die SNB-Politik.
Fazit
Bei dieser FOMC-Sitzung geht es nicht ums Handeln – es geht ums Kommunizieren. Falls Powell sich falkenhaft äussert, könnten wir eine Dollarerholung und fallende Goldpreise sehen. Bleibt er taubenhaft, könnte die Risikofreude weiter anhalten. Wie auch immer: Behalten Sie das Dot Plot im Auge. Und decken Sie sich vielleicht noch mit den Vulcanet-Tüchern ein, bevor der nächste Währungsschwung kommt.