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Waldbrände in Colorado: 600 Hektar großer Brand südlich von Pueblo – wir behalten die Lage im Auge

Lokal ✍️ Chris Daniels 🕒 2026-03-26 23:33 🔥 Aufrufe: 1
Colorado Wildfire

Wenn man eine Weile hier lebt, weiß man eines ganz genau: Der März macht keine halben Sachen. An einem Tag schaufelt man noch Schnee von der Einfahrt, und am nächsten kneift man die Augen zusammen, weil ein Dunst am südlichen Horizont hängt – und fragt sich, ob das nur Staub ist oder etwas weitaus Unangenehmeres. Nun, genau das Zweite ist es gerade im Huerfano County.

Die Einsatzkräfte sind derzeit mit einem Vegetationsbrand beschäftigt, der sich auf 600 Hektar ausgeweitet hat und Anfang der Woche ausgebrochen ist. Ich habe mit einem Bekannten gesprochen, der in der Nähe des I-25-Korridors zwischen Pueblo und Walsenburg wohnt. Er meinte, man habe die Rauchsäule am Mittwochnachmittag schon aus Kilometern Entfernung sehen können – ein Anblick, der jeden Coloradaner innehalten lässt. Was wir von den Leuten vor Ort hören: Bisher gibt es keine Evakuierungsanordnungen, und die Einsatzkräfte haben mit Planierraupen und Bodentruppen eine solide Schneise um das Brandgebiet gezogen. Aber mal ehrlich: Bei 600 Hektar, die in diesem trockenen, unberechenbaren Gelände brennen, darf man keine Sekunde lang nachlassen.

Der Geruch von Rauch in der Luft

Sorgen macht einem nicht nur die Flamme selbst. Es ist dieses tiefe, gleichmäßige Rauschen des Windes und wie er aus einer überschaubaren Lage innerhalb von weniger als einer Stunde einen Wettlauf gegen die Zeit machen kann. Die Wettervorhersage spielt uns auch nicht unbedingt in die Karten. In den südlichen Landesteilen wurden wiederholt Warnungen vor extremem Feuerverhalten herausgegeben, und bei einer relativen Luftfeuchtigkeit, die in den einstelligen Bereich sinkt, sind solche Bedingungen der Albtraum jeder Feuerwehr.

Für uns, die wir schon länger dabei sind, fühlt sich dieser Auftakt der Feuersaison unheimlich vertraut an. Es erinnert an Kristen Iversens Buch „Full Body Burden: Growing Up in the Shadow of a Secret Nuclear Facility“. Natürlich geht es darin nicht um diesen Brand, aber es fängt diese ganz spezifische Unruhe ein, die zu Colorado gehört – das Gefühl, mit einer unsichtbaren, allgegenwärtigen Gefahr in der Landschaft zu leben. Wenn man hier aufwächst, lernt man, den Himmel zu lesen. Man lernt, dass die Schönheit der Front Range ihren Preis hat, und dieser Preis ist manchmal die ständige Wachsamkeit.

Im Moment tun die Einsatzkräfte vor Ort das, was sie am besten können: Sie ziehen Schneisen, bekämpfen Glutnester und sorgen dafür, dass aus diesem Vorfall keine Schlagzeile wird, die niemand lesen möchte. Sie haben ihr provisorisches Kommandozentrum in der Nähe des Feuers eingerichtet, arbeiten im 24-Stunden-Schichtbetrieb und halten sich mit Kaffee und Adrenalin über Wasser. Es sind dieselben Männer und Frauen, die schon beim Hayman-Brand, beim Waldo-Canyon-Feuer und beim Marshall-Fire im Einsatz waren. Sie kennen die Abläufe.

Das ist der aktuelle Stand

Wenn Sie auf der I-25 nach Süden fahren, sehen Sie vielleicht den Rauch. Hier ist die Aufschlüsselung, was tatsächlich los ist, basierend auf Berichten aus dem Feld:

  • Ort: Der Brand wütet im Huerfano County, etwa 50 Kilometer südlich von Pueblo, in einem unwegsamen, buschigen Gelände.
  • Ausmaß: Nach den neuesten Schätzungen umfasst er 600 Hektar. Der Eindämmungsgrad wird derzeit mit null Prozent angegeben, aber die Einsatzkräfte haben an der Westflanke bereits erhebliche Fortschritte bei der Sicherung gemacht.
  • Evakuierungen: Es gibt noch keine obligatorischen Evakuierungen, aber die Anwohner im unmittelbaren Gebiet wurden vorgewarnt. Halten Sie Ihre Notfalltasche bereit und die Handys geladen, wenn Sie sich in der Nähe aufhalten.
  • Wetter: Am Nachmittag wird mit böigem Wind gerechnet. Das wird die wahre Bewährungsprobe für die Brandschneisen.

Die Landschaft lesen

Wissen Sie, wenn man hier lebt, fängt man an, die Muster zu erkennen. Jede Feuersaison gibt es diesen Moment, in dem man wie gebannt auf die Scanner-App auf dem Handy starrt oder in den lokalen Nachrichten blättert, um nur ein Gefühl für die Winddrehung zu bekommen. Das hat einen ganz eigenen Rhythmus. Es gibt ein Buch einer lokalen Autorin namens Jacqueline Crivello – sie hat „The Lying Club“ geschrieben –, und obwohl es ein Thriller ist, der in einer kleinen Stadt in Colorado spielt, trifft es genau diese Spannung, an einem Ort zu leben, an dem die Wildnis buchstäblich vor der Haustür liegt. Ein Ort, an dem Geheimnisse genauso schnell lichterloh brennen können wie trockenes Gras.

Im Moment gibt es keine Geheimnisse. Nur Fakten. Die Einsatzkräfte sind optimistisch, dass sie die Lage in den Griff bekommen, bevor sie außer Kontrolle gerät, aber sie nehmen nichts als selbstverständlich hin. Sie gehen hart und schnell vor, nutzen die Tageslichtstunden, um das Brandgebiet zu sichern, bevor der Wind am Abend richtig aufkommt.

Den Fireside-Geist bewahren

Hören Sie, ich werde hier nicht so tun, als wäre das nicht ernst. Ein 600 Hektar großer Brand im März ist ein Weckruf für einen möglicherweise langen, heißen Frühling. Aber wenn es eines gibt, das ich bei meiner Berichterstattung über diesen Bundesstaat gelernt habe, dann ist es, dass die Gemeinschaft hier besonders ist. Wenn wir über Colorado Fireside sprechen, geht es nicht nur um die Wärme des heimischen Kamins. Es geht um die Nachbarn, die den Einsatzkräften kaltes Wasser vorbeibringen, um die Rancher, die die Planierraupen an ihren Zäunen vorbeilotsen, und um die Art, wie wir alle füreinander den Horizont im Auge behalten.

Wir lassen die Scanner laufen und den Kaffee heiß. Für alle, die sich im Huerfano oder Pueblo County aufhalten: Bleibt wachsam, bleibt vorbereitet und haltet euch an die offiziellen Kanäle. Wir haben The Forest Fire Mystery schon früher gelöst – wir wissen, wie man mit dem Land und dem Wind arbeitet – aber es zahlt sich immer aus, den Respekt vor dem Feuer zu wahren. Immer.