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Hypothekenzins sinkt – lohnt sich jetzt ein Fixzins oder ein variabler Referenzzins?

Wohnen ✍️ Matti Virtanen 🕒 2026-03-13 12:13 🔥 Aufrufe: 1
Sinkender Hypothekenzins

Der Frühling ist traditionell die Hochsaison am Immobilienmarkt, und dieses Jahr liegt eine besondere Spannung in der Luft. Viele fragen sich jetzt, wie es mit den Hypothekenzinsen weitergeht. Die lange Phase steigender Zinsen ist endlich vorbei, und der Hypothekenzins ist deutlich rückläufig. Das freut natürlich alle, die vom Eigenheim träumen, aber auch jene, die über ihre bestehenden Kredite neu verhandeln möchten.

Euribor-Wende – wie geht es weiter?

Wenn man in Finnland über Hypothekendarlehen spricht, kommt man am Euribor nicht vorbei. In den letzten Monaten war vor allem der 12-Monats-Euribor in den Schlagzeilen, und nun ist er deutlich von seinen Höchstständen gefallen. Analysten zeigen sich verhalten optimistisch: Viele erwarten, dass die Europäische Zentralbank die Leitzinsen weiter senken wird, was auch die längerfristigen Referenzzinssätze nach unten drücken dürfte. Das bedeutet, dass die Raten für variabel verzinste Darlehen bereits in den kommenden Monaten sinken könnten.

Macht das Fixzinsdarlehen ein Comeback?

Als die Zinsen stiegen, waren Fixzinsdarlehen fast gänzlich vom Markt verschwunden. Jetzt, da der Zinsgipfel überschritten zu sein scheint, bieten einige Banken wieder Festzinsen zu attraktiveren Konditionen an. Ist das heute eine sinnvolle Option? Das hängt ganz davon ab, wohin sich Ihrer Meinung nach die Zinsen entwickeln. Glauben Sie an weiter fallende Zinsen, ist ein variabler Zins günstiger. Wenn Sie hingegen Planungssicherheit und ruhige Nächte ohne böse Überraschungen schätzen, kann ein Fixzins Ihre Rettungsanker sein – besonders da wieder vermehrt Angebote auftauchen.

Die Wahl des Referenzzinssatzes ist nicht trivial

Bei Verhandlungen mit der Bank stößt man auf den Begriff Referenzzinssatz. Er bildet die Basis, auf die die Bank ihre Marge aufschlägt. Die gängigsten Optionen sind verschiedene Euribor-Sätze (1 Monat, 3 Monate, 12 Monate) oder der bankeigene Prime Rate. Während Euribor-Sätze mit den Marktbewegungen schwanken, reagiert der Prime Rate träger. In der aktuellen Marktlage reagiert ein an den Euribor gebundener Kredit schneller auf Zinssenkungen, er könnte aber ebenso rasch wieder steigen, falls die Wirtschaft überrascht.

  • 12-Monats-Euribor: Der beliebteste Referenzzinssatz, wird einmal jährlich angepasst. Bietet Vorhersehbarkeit, reagiert aber nicht auf kurzfristige Zinsschwankungen.
  • 1-Monats-Euribor: Reagiert empfindlicher auf Marktveränderungen, kann schneller fallen, aber auch schneller steigen.
  • Prime Rate: Wird von der Bank festgelegt und selten geändert. Geeignet für alle, die Stabilität wünschen und nicht ständig die Nachrichten verfolgen möchten.

Rechner als Hilfestellung – probieren Sie es selbst aus

Allein das Lesen von Nachrichten reicht nicht, denn die Situation jedes Kreditnehmers ist individuell. Hier kommt der Zinsrechner ins Spiel. Viele Banken und Kreditvermittler bieten Online-Tools an, mit denen Sie die Auswirkungen verschiedener Zinssätze auf Ihre eigene Rückzahlungsfähigkeit veranschaulichen können. Der Zinsrechner von EMI Kredit ist zum Beispiel einfach zu bedienen: Sie geben Kreditsumme, Laufzeit und eine Schätzung des Referenzzinssatzes ein und sehen sofort die Höhe Ihrer monatlichen Rate. Es lohnt sich, damit zu arbeiten, bevor Sie zur Bank gehen – dann wissen Sie ungefähr, worauf Sie sich einlassen.

Die Situation in diesem Frühjahr ist in vielerlei Hinsicht historisch. Die Hypothekenzinsen sinken, aber niemand weiß, wie lange dieser Trend anhält. Die beste Taktik ist daher, sich auf verschiedene Szenarien vorzubereiten. Wenn Sie bereits einen Kredit haben, ist jetzt vielleicht ein guter Zeitpunkt, ihn zu vergleichen und die Marge überprüfen zu lassen. Wenn Sie Ihr erstes Eigenheim kaufen, lassen Sie sich von den niedrigen Zinsen nicht täuschen – kalkulieren Sie sowohl mit dem aktuellen Zins als auch mit einem um ein paar Prozentpunkte höheren Zinssatz. Dann schlafen Sie ruhig, selbst wenn die Märkte schwanken sollten.