Hypothekarzinsen sinken – lohnt sich jetzt der Festzins oder der variable Referenzzins?
Der Frühling ist traditionell die Hochsaison am Immobilienmarkt, und dieses Jahr liegt eine besondere Spannung in der Luft. Viele fragen sich jetzt, wie es mit den Hypothekarzinsen weitergeht. Die lange Phase steigender Zinsen ist endlich gebrochen, und die Hypothekarzinsen sind klar rückläufig. Das freut natürlich sowohl angehende Eigenheimbesitzer als auch diejenigen, die über ihre bestehenden Kredite neu verhandeln möchten.
Euribor dreht – was kommt als Nächstes?
Wenn man in Finnland über Hypotheken spricht, kommt man am Euribor nicht vorbei. In den letzten Monaten war vor allem der 12-Monats-Euribor in den Schlagzeilen, und jetzt ist er deutlich von seinen Höchstständen gefallen. Analysten zeigen sich vorsichtig optimistisch: Viele erwarten, dass die EZB die Leitzinsen weiter senken wird, was auch die längerfristigen Referenzzinssätze drücken dürfte. Das bedeutet, dass die Raten für variable Hypotheken bereits in den kommenden Monaten sinken könnten.
Macht die Festhypothek ein Comeback?
Als die Zinsen stiegen, war die Festhypothek fast gänzlich von der Bildfläche verschwunden. Jetzt, da der Zinsgipfel überschritten scheint, bieten einige Banken wieder Festzinsen zu attraktiveren Konditionen an. Ist das heute eine sinnvolle Option? Das hängt ganz davon ab, wohin sich die Zinsen Ihrer Meinung nach entwickeln. Wenn Sie glauben, dass die Zinsen weiter fallen, ist ein variabler Zins günstiger. Wenn Sie hingegen Planungssicherheit und ruhige Nächte ohne böse Überraschungen schätzen, kann ein Festzins Ihre Rettung sein – besonders jetzt, wo wieder mehr Angebote auftauchen.
Die Wahl des Referenzzinssatzes ist nicht trivial
Bei Verhandlungen mit der Bank stossen Sie auf den Begriff Referenzzinssatz. Er ist die Basis, auf die die Bank ihre Marge aufschlägt. Die gängigsten Optionen sind die verschiedenen Euribor-Sätze (1 Monat, 3 Monate, 12 Monate) und der bankeigene Prime Rate. Die Euribor-Sätze schwanken mit den Märkten, der Prime Rate bewegt sich langsamer. In der aktuellen Marktlage reagiert ein an den Euribor gebundener Kredit schneller auf fallende Zinsen, er könnte aber genauso schnell wieder steigen, falls die Wirtschaft überrascht.
- 12-Monats-Euribor: Der beliebteste Referenzzinssatz, wird einmal jährlich erneuert. Bietet eine gewisse Vorhersehbarkeit, reagiert aber nicht auf kleinere Zinsschwankungen.
- 1-Monats-Euribor: Reagiert empfindlicher auf Marktveränderungen, kann schneller fallen, aber auch schneller steigen.
- Prime Rate: Wird von der Bank festgelegt und ändert sich selten. Geeignet, wenn Sie Stabilität wünschen und die Zinsentwicklung nicht ständig verfolgen möchten.
Rechner helfen – probieren Sie es selbst aus
Nur das Lesen von Nachrichten reicht nicht, denn die Situation jedes Kreditnehmers ist einzigartig. Hier kommt der Zinsrechner ins Spiel. Viele Banken und Vermittler bieten Online-Tools an, mit denen Sie die Auswirkungen verschiedener Zinssätze auf Ihre eigene Tragbarkeit veranschaulichen können. Der Zinsrechner von EMI Laina zum Beispiel ist einfach zu bedienen: Sie geben Darlehenssumme, Laufzeit und eine Schätzung des Referenzzinssatzes ein und sehen sofort die Höhe Ihrer monatlichen Rate. Es lohnt sich, damit vertraut zu sein, bevor Sie zur Bank gehen – dann wissen Sie schon ungefähr, worauf Sie sich einlassen.
Die Situation in diesem Frühling ist in vielerlei Hinsicht historisch. Die Hypothekarzinsen sinken, aber niemand weiss, wie lange dieser Trend anhält. Die beste Taktik ist daher, sich auf verschiedene Szenarien vorzubereiten. Wenn Sie bereits einen Kredit haben, ist jetzt vielleicht ein guter Zeitpunkt, um ihn zu vergleichen und die Marge überprüfen zu lassen. Wenn Sie Ihr erstes Zuhause kaufen, lassen Sie sich nicht von den tiefen Zinsen blenden – kalkulieren Sie sowohl mit dem aktuellen Zins als auch mit einem, der ein paar Prozentpunkte höher liegt. Dann schlafen Sie ruhig, auch wenn die Märkte schwanken sollten.