Newcastle gegen Manchester City: Episode 58 endete unentschieden – und das war nicht weniger als verdient
Es gibt Spiele, die einfach alles haben. Und dann gibt es Newcastle gegen Manchester City in der fünften Runde des FA Cups. Es war nicht einfach nur ein weiteres Fußballspiel; es war das 58. Kapitel einer langen und oft intensiven Rivalität zwischen zwei Klubs, die auf ihre je eigene Weise etwas Einzigartiges im englischen Fußball repräsentieren. Und wie so oft zuvor sollte alles damit enden, dass die Ehre geteilt wurde. Episode 58: Unentschieden – die Ehre ist gewahrt.
Eine erste Halbzeit mit Newcastle in Führung
Vom ersten Pfiff an war klar, dass die Hausherren auf Betriebstemperatur waren. Der St. James' Park war ein kochender Hexenkessel, und jedes Tackling eines Spielers in Schwarz-Weiß wurde von einem Gebrüll quittiert, das man bis zur Tyne Bridge hören konnte. Newcastle startete wie aus der Pistole geschossen und setzte Manchester City so unter Druck, dass selbst der erfahrene Pep Guardiola das nicht hatte kommen sehen. Alexander Isak war ständig in Bewegung und gefährlich mit seiner Schnelligkeit, und es war nur eine Frage der Zeit, bis die Heimmannschaft in Führung gehen würde. Doch Ederson war immer wieder im Weg – und das mehrfach. Der Brasilianer zeigte mit zwei hervorragenden Paraden, warum er immer noch einer der besten Torhüter der Welt ist.
Pep musste ohne Schlüsselspieler kreativ werden
Vor dem Spiel hatte der Fokus auf der angespannten Personalsituation im hellblauen Lager gelegen. Mit dem Ausfall von Josko Gvardiol und Mateo Kovacic und Rico Lewis, der nach seinen Verletzungsproblemen nur für einen Platz auf der Bank bereit war, war Guardiola gezwungen, sein Team umzustellen. Das sah man vor allem in der Defensive, wo die Abstimmung in den ersten 45 Minuten nicht ganz stimmte. Dennoch gelang es Manchester City, sich durchzukämpfen und ohne Rückstand in die Pause zu gehen – ein Ergebnis, das die meisten hellblauen Anhänger bei dieser Spielverteilung wohl gerne genommen hätten.
- Isaks Kopfball – ein Geschoss an die Latte kurz vor der Pause, das allen den Herzschlag in die Kehle trieb.
- Edersons Doppelparade – erst gegen Gordon, dann gegen Longstaff. Pure Weltklasse.
- De Bruynes Passgenie – ein Steckpass in der zweiten Halbzeit, der ein Tor hätte einleiten müssen.
Die zweite Halbzeit ging so richtig los – und dann fielen die Tore
Die zweite Halbzeit bot ein wiedererkennbares Manchester City. Der Ballbesitz wurde erhöht, und die Gäste begannen, Lücken in Newcastles ansonsten so kompakter Defensive zu finden. Doch es waren die Hausherren, die zuerst zuschlugen. Nach einer Stunde köpfte Joelinton den Ball unwiderstehlich nach einer Ecke ins Netz. Der Jubel war ohrenbetäubend, und nun sah alles danach aus, als würden die "Magpies" die Titelverteidiger aus dem Wettbewerb werfen. Aber City ist City. Nur zehn Minuten später war Phil Foden nach einem Durcheinander im Strafraum zur Stelle und schoss den Ball kalt ins lange Eck. 1:1, und das Spiel war endgültig entbrannt.
Drama bis zum Schlusspfiff
Die Schlussphase war reine Intensität. Erling Haaland, der nach norwegischen Maßstäben einen ruhigen Abend erwischt hatte, bekam in der 85. Minute eine Riesenchance, aber sein Abschluss wurde in letzter Sekunde von einem hervorragenden Schär geblockt. Auf der anderen Seite war es ebenfalls knapp, als Bruno Guimarães einen Weitschuss knapp am Pfosten vorbeisetzte. Als der Schiedsrichter zum letzten Mal pfiff, stand fest, dass wir Zeugen eines weiteren klassischen Duells zwischen diesen beiden Mannschaften geworden waren. Das Ergebnis? Episode 58 – Unentschieden, die Ehre ist gewahrt.
Was nun?
Das Unentschieden bedeutet ein Wiederholungsspiel. Und wahrscheinlich freuen sich beide Teams darauf, diese Rechnung zu begleichen, wenn sie in anderthalb Wochen im Etihad wieder aufeinandertreffen. Bis dahin können die Fans beider Lager stolz auf eine Leistung sein, die das Beste aus der englischen Pokaltradition gezeigt hat: Kampf, Technik, Dramatik und eine gerechte Teilung der Ehre. Newcastle – Man City zum dritten Mal innerhalb eines Monats? Darauf können wir uns getrost freuen.