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Jai Opetaia gegen Brandon Glanton: Eine Nacht, die einen Champion bei Zuffa 04 schmiedete

Sport ✍️ Matt Elliott 🕒 2026-03-09 15:44 🔥 Aufrufe: 2

Wer blinzelte, verpasste den Moment, in dem Jai Opetaia der Welt wieder ins Gedächtnis rief, warum er der derzeit dominanteste Mann im Cruisergewicht ist. Am Samstagabend im Gold Coast Convention Centre ging der Lokalmatador im Hauptkampf von Zuffa Boxing Z04 gegen den Amerikaner Brandon Glanton durchs Feuer, und als die letzte Glocke ertönte, gab es keinen Zweifel daran, wer der König ist.

Jai Opetaia landet einen Schlag gegen Brandon Glanton während Zuffa 04

Ein Statement vor dem ersten Schlag

Vom Moment des Ringeinlasses an war die Atmosphäre elektrisierend. Opetaia, der vor heimischem Publikum kämpfte, das ihm von Sydney an die Gold Coast gefolgt war, wirkte ruhig und fokussiert. Glanton, der Schläger aus Atlanta mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein, versuchte früh zu intimidieren. Doch sobald die Glocke ertönte, ging es nur ums Geschäft. Die Führhand des Australiers arbeitete wie ein Kolben und riss Glantons Kopf in den ersten Sekunden nach hinten. Da war klar: Das ging nicht über die volle Distanz.

RundenfürRunden-Dominanz

Opetaia besiegte Glanton nicht nur, er sezierte ihn. Die ersten zwei Runden dienten dem Abtasten, wobei Opetaia seine überlegene Reichweite nutzte, um scharfe Kombinationen zu landen. In der dritten Runde begann er, die Rechte mehr einzusetzen. Ein brutaler Haken zum Körper in der vierten Runde erschütterte Glanton sichtlich, und von da an war es eine kontrollierte Demontage. Der Amerikaner hatte seine Momente – ein wilder Überhand-Rechter in der fünften Runde, der Opetaia voll traf – doch der Australier schüttelte ihn ab wie eine lästige Fliege und machte weiter.

Der Wendepunkt kam in der siebten Runde. Opetaia trieb Glanton in die Seile und entfesselte eine Zwölf-Schlag-Kombination, die das Publikum von den Sitzen riss. Glantons Eckteam schrie nach einem Clinch, doch er konnte den schwer fassbaren Australier nicht festhalten. In der neunten Runde war Glantons linkes Auge zugeschwollen, und seine Ecke war kurz davor, das Handtuch zu werfen. Der Ringrichter erlöste ihn in der zehnten Runde und brach den Kampf ab, nachdem Opetaia drei ungeblockte harte Treffer landete.

Um welche Gürtel ging es? Das IBF-Drama

Und hier wird es kompliziert. Opetaia betrat den Ring als IBF-Weltmeister im Cruisergewicht, doch laut dem Verband könnte er ihn ohne diesen grünen Gürtel wieder verlassen haben. Aus dem IBF-Lager verlautet, dass sie ihm den Titel aberkennen wollen, weil er diesen Zuffa-Kampf bestritt, anstatt gegen den Pflichtherausforderer Mairis Briedis anzutreten. Jai Opetaia besiegte Brandon Glanton und gewann den Zuffa-Titel – das ist das offizielle Ergebnis – aber der IBF-Titel stand im Zuffa-Ring technisch gesehen nicht auf dem Spiel. Es ist ein Politikum, und der Aussie sitzt zwischen allen Stühlen. Doch nach so einer Leistung: Wer braucht schon einen Gürtel, um zu wissen, wer der wahre Champion ist?

Die wichtigsten Erkenntnisse aus Zuffa 04

  • Opetaias Schlagkraft überträgt sich: Er hatte schon immer die Schnelligkeit, aber wie er den robusten Glanton verletzte, beweist seine Durchschlagskraft im Cruisergewicht.
  • Glantons Aktien steigen trotz Niederlage: Der Amerikaner zeigte Moral und überlebte bis zur zehnten Runde gegen einen Wirbelwind.
  • Zuffa beweist sich als Plattform für große Kämpfe: Produktionsqualität und Matchmaking waren erstklassig.
  • IBF entzieht ihm den Titel? Falls die IBF es durchzieht, wird Opetaia der begehrteste Free Agent der Division.

Was kommt als Nächstes? Benavidez, Zurdo oder eine Heimverteidigung?

Minuten nach dem Sieg drehte sich die Diskussion bereits um die Zukunft. David Benavidez, der am Ring saß, schien am liebsten in den Ring springen und Opetaia herausfordern zu wollen. Dann ist da noch Gilberto "Zurdo" Ramirez, der WBA-Champ, der seit Wochen in den sozialen Medien lautstark fordert. Auf seine Chancen gegen Benavidez/Zurdo angesprochen, lächelte Opetaia nur und sagte: "Lasst sie alle kommen."

Für Fans in Neuseeland ist das die Art von Boxnacht, die einen stolz macht, dass der Boxsport drüben wieder im Rampenlicht steht. Opetaia ist Pflichtprogramm – roh, technisch versiert und hungrig. Ob der IBF-Gürtel bei ihm bleibt oder nicht, er hat am Samstag bewiesen, dass er der Mann ist, den es bei 90,7 kg zu schlagen gilt. Nächste Station? Möglicherweise ein Superkampf gegen Benavidez später in diesem Jahr oder eine Vereinigung mit Zurdo. Wie auch immer, wir sind dabei.

Eines ist sicher: Nach Jai Opetaia gegen Brandon Glanton hat das Cruisergewicht einen neuen Sheriff, und der kommt von down under.