Gareth Baty ist der «MasterChef: The Professionals»-Champion 2026: Vom Sandwich bei Pret zum kulinarischen Star
Wieder eine Staffel MasterChef: The Professionals vorbei, und wenn Sie das Finale gestern verpasst haben, dann habe ich jetzt genau die richtige Geschichte für Sie. Wir haben einen neuen Champion – und ehrlich, das ist so ein Sieg, bei dem man am liebsten aufstehen und vor dem Fernseher applaudieren möchte. Gareth Baty, Chefkoch im The Bull & Bear in Manchester, hat sich offiziell den Titel für 2026 gesichert. Sein Weg von der Sandwich-Theke zur Küchenchef-Position ist einfach legendär.
Vom Deli-Verkäufer an die Spitze des Kochsports
Hätte man ihm beim Anrichten seines letzten Gangs zugesehen – einem Kunstwerk mit roter Bete, perfekt rosa gebratener Taube und einer Sauce, die glänzte wie flüssiger Rubin –, wäre nie darauf gekommen, dass Gareths Weg hierher nicht der typische durch eine Kochschule war. Vor ein paar Jahren arbeitete der Bury-Junge noch bei einer bekannten Sandwich-Kette, wo er Tag für Tag unzählige Sandwiches belegte. Ein Knochenjob, der die meisten in ein ruhiges Leben hätte abgleiten lassen, aber für ihn war es nur der Startpunkt. Gerüchten zufolge verbrachte er seine Pausen damit, hinter der Theke in Kochbüchern zu lesen. Das nenne ich Hingabe.
Die letzte Woche war brutal, wie jedes Jahr. Drei der besten Köche des Landes traten gegeneinander an, aber Gareth hatte diese ruhige Intensität, die ihn auszeichnete. Die beiden anderen waren ebenfalls hervorragend – und keine Frage, das Dessert des Zweitplatzierten war der Hammer –, aber Gareth ließ einfach nichts anbrennen. Selbst als Monica Galetti ihn während des Skill-Tests mit diesem durchdringenden Blick musterte, nickte er nur, sortierte sich neu und zog den nächsten Teil perfekt durch.
Der entscheidende Faktor: Perfektion unter Druck
Was ihm letztlich den Sieg sicherte, war der letzte Service. Die Aufgabe: ein Gericht kochen, das sie als Koch ausmacht. Ein klassischer Schachzug bei MasterChef: The Professionals, aber genau das trennt die Blender von den wahren Könnern. Gareth servierte ein Filet vom Steinbutt mit einer Sauce aus Champagner und Kaviar. Auf dem Papier simpel, aber in dieser Küche, unter Zeitdruck und mit Marcus Wareings Augen im Nacken? Eine Meisterklasse in Zurückhaltung. Kein Schnickschnack, keine Effekthascherei – einfach makellose Technik.
- Der Auftakt: Eine feine Sellerie-Rémoulade mit Räucheraal, bei der die Jury um Nachschlag bat.
- Der Hauptgang: Der Steinbutt. Perfekt gegart, mit einer Sauce, die genau die richtige Balance aus Säure und Cremigkeit hatte.
- Das Finale: Eine Tarte mit Rhabarber und Vanillepudding aus Yorkshire, die selbst dem strengsten Juror ein Lächeln ins Gesicht zauberte.
Als er die Nachricht hörte, sah man ihm an, wie eine Last von seinen Schultern fiel. Er ist natürlich überglücklich. Aber wenn ich die Manchester-Food-Szene kenne, ist er nicht der Typ, der sich auf seinen Lorbeeren ausruht. Das Bull & Bear hatte schon vorher den Ruf, eine feste Größe in der Innenstadt zu sein, aber jetzt? Jetzt müssen Sie wochenlang im Voraus reservieren.
Wie geht es für den Champion weiter?
Normalerweise ist ein Sieg bei MasterChef: The Professionals ein Sprungbrett. Die Kochprofis bekommen dann Buchverträge, Angebote für Residencies oder müssen sich mit dem Druck herumschlagen, ein eigenes Lokal zu eröffnen. Aber wenn man Gareth kennt, wird er das wohl auf seine eigene Art machen. Er hat Bury bereits auf die kulinarische Landkarte gesetzt und bewiesen, dass man keinen Michelin-Stern in Mayfair braucht, um ein Spitzenkoch zu sein.
Für den Rest von uns ist es eine Erinnerung daran, dass eine Karriere in der Gastronomie nicht gradlinig verläuft. Man kann mit dem Belegen von Sandwiches anfangen und am Ende eine der größten Trophäen der Branche in den Händen halten. Wenn Sie das nächste Mal einen schnellen Lunch holen, werfen Sie doch einen Blick auf die Person hinter der Theke. Man weiß nie, vielleicht sehen Sie gerade den nächsten Champion von MasterChef: The Professionals.