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Wackelt der Starter? Eduardo Rodriguez vor WBC-Finale fraglich – US-Pitching vor grosser Prüfung

Baseball ✍️ 王人瑞 🕒 2026-03-17 11:38 🔥 Aufrufe: 2
Eduardo Rodriguez World Baseball Classic

Unter dem nächtlichen Himmel von Miami liegt die Trophäe der World Baseball Classic nur noch einen Schritt entfernt. Doch ausgerechnet jetzt liegt eine seltsame Spannung über dem Camp des Titelverteidigers USA. Insidern ist klar: Die Nervosität hat nur einen Grund – die angespannte Personalsituation auf dem Pitching Mound.

Alle fragen sich dasselbe: Kann der erfahrene Linkshänder, Eduardo Rodriguez, am Dienstag (früher Mittwochmorgen Schweizer Zeit) im Finale gegen Venezuela wirklich auflaufen? Oder ist sein Einsatz in Gefahr?

Grosse Sorgen um Amerikas "Lalo"

In der Baseball-Szene nennen ihn viele nur "Lalo". Der in Venezuela geborene Linkshänder, der für die USA aufläuft, war für das Coaching-Duo der absolute Fels in der Brandung dieses Turniers. Seine Leistungen bei den Detroit Tigers sind bekannt, und auch bei der WBC überzeugte er bisher mit cleverem Pitching und präziser Kontrolle – egal ob als Starter oder aus dem Bullpen.

Doch hinter den Kulissen sieht es alles andere als rosig aus. Bei Eduardo Rodriguez scheint der Körper nicht mehr mitzumachen. Offiziell hält sich das Team noch bedeckt, aber wer seine Würfe im Warm-up heute gesehen hat und die sorgenvollen Gesichter der Coaches, der weiss: Die Chancen stehen schlecht.

Das wäre ein herber Verlust. Die US-Pitching-Rotation wirkt auf dem Papier zwar stark, aber in der Praxis fehlte ihr bisher etwas die Konstante. Fällt Rodriguez aus – oder kann er nicht mal kurze Relief-Einsätze liefern – dann fehlt dem Team genau der Mann mit der Playoff-Erfahrung, der weiss, wie man auf der grossen Bühne besteht.

Nicht nur der Starter: Auch die Hintermannschaft wackelt

Was die Fans noch mehr beunruhigt: Schlechte Nachrichten kommen selten allein. Neben der Unsicherheit um Eduardo Rodriguez macht sich auch im Bullpen Unruhe breit. Mason Miller von den Oakland Athletics und David Bednar von den Pittsburgh Pirates – die als unschlagbares Duo für die letzten Innings eingeplant waren – werden in der Branche ebenfalls als grosse Fragezeichen für das Finale gehandelt.

Millers Hundert-Meilen-Fastballs und Bednars tödlicher Splitter-Fingerball waren die Waffen, mit denen die USA Spiele zuzumachen plante. Wenn jetzt diese drei Trümpfe (Starter Lalo, die Reliever Miller und Bednar) nicht zur Verfügung stehen, dann ist das nicht nur eine Umstellung – das zwingt das Coaching-Team, seine gesamte Strategie über den Haufen zu werfen.

Die Liste der angeschlagenen Schlüsselspieler liest sich wie ein Horrorszenario:

  • Starting Pitcher (Links): Eduardo Rodriguez (Lalo) — Körperliche Probleme, Einsatzwahrscheinlichkeit im Finale sinkt stündlich.
  • Ein möglicher Closer: Mason Miller — Seit längerem werden Armprobleme kolportiert, ein Einsatz mit voller Power ist fraglich.
  • Setup-Man: David Bednar — Auch bei ihm deutet sich an, dass die achte Inning-Absicherung wegbrechen könnte.

Das ist kein gewöhnliches Finale mehr. Das wird ein Kampf gegen die Widrigkeiten.

Venezuela wartet – und die werden sich nicht lumpen lassen

Drüben im Lager von Venezuela herrscht dagegen wohl eher Optimismus. Die südamerikanische Mannschaft kommt mit einer Brandmauer von Schlagmännern – von Altuve über Arraez bis zu Salvador Perez – lauter abgebrühte Haudegen, die schon alles gesehen haben.

Wenn die sehen, wie das US-Pitching langsam aber sicher auseinanderfällt, werden sie sich ins Fäustchen lachen. Eine ohnehin schon starke venezolanische Offensive trifft womöglich auf ein löchriges, notdürftig zusammengeflicktes US-Pitching. Besser könnte es für sie nicht laufen.

Stellen wir es uns vor: Fehlt Rodriguez, der Spezialist gegen Linkshänder, haben es Venezuelas Lefties plötzlich viel leichter. Fehlen Miller und Bednar in den entscheidenden Innings, wer soll dann für die USA ein knappes Resultat über die Zeit retten?

Wer springt in die Bresche?

Der ganze Druck lastet jetzt auf Manager Mark DeRosa. Ihm bleiben weniger als 24 Stunden, um den Worst Case zu planen und die beste Lösung zu finden. Setzt er auf einen anderen Starter wie Merrill Kelly oder Kyle Gibson, die ihre Rolle tauschen müssen? Oder startet er gleich mit einem «Opener» und einer Bullpen-Kommission?

Selbst die ursprünglichen Reliever, alte Hasen wie Adam Wainwright, müssen sich wohl auf mehr Innings einstellen als geplant. Das ist dann nicht mehr die feine, kalkulierte Klinge – das ist Baseball in seiner Urform: Wer kann, der darf. Wer wirft, ist der Held.

Eines ist sicher: Dieses WBC-Finale ist schon jetzt ein Drama pur, noch bevor der erste Pitch geworfen wurde. Ob die USA diesen plötzlichen «Pitcher-Notstand» überstehen, ist nicht nur eine Frage des Könnens, sondern vor allem eine Frage des Charakters. Und der Name Eduardo Rodríguez, der hier ständig fällt, bleibt die grosse Unbekannte in diesem Kräftemessen der Giganten – ganz egal, ob er am Ende spielt oder nicht.

Also, Bier und Snacks bereithalten: Das Spiel morgen Früh hat das Zeug zum Klassiker.