Schock in Haderslev: Sieben Monate altes Baby aus Kinderwagen entführt
Die wenigsten Morgen in Haderslev beginnen mit dem Gedanken, dass genau dieser Tag alles verändern könnte. Doch für eine Familie in der Nähe des Haderslevhauses wurde der Montagmorgen zum Albtraum aller Eltern. Ein sieben Monate altes Baby wurde aus seinem Kinderwagen entführt, während es schlief. Ich habe heute mit mehreren Quellen in der Gegend gesprochen, und eines ist klar: Die Stadt steht unter Schock.
Die Geborgenheit war im Nu zerstört
Alles spielte sich in einem ruhigen Villenviertel ab, nur einen Steinwurf von den alten Gemäuern am Haderslevhus entfernt und nicht weit vom Gelände der bekannten Haderslev Auktion. Die Mutter hatte getan, was sie schon hunderte Male zuvor getan hatte: Sie setzte ihr schlafendes Baby in den Kinderwagen, um frische Luft zu schnappen. Doch als sie kurz darauf wieder nachsah, war das Kind verschwunden. Der Kinderwagen leer. Die Panik, die sie erfasst haben muss, ist kaum in Worte zu fassen. Das ist nichts, was man nur aus fernen Ländern kennt – das ist hier geschehen, in unserer unmittelbaren Nachbarschaft.
Darum hält ganz Südjütland den Atem an
Die Polizei reagierte sofort und sperrte grosse Teile des Gebiets ab. Die Suche läuft auf Hochtouren, wie ich von Personen erfahren habe, die den Ermittlungen nahestehen. Überwachungsbilder von Villen und Geschäften in Haderslev werden ausgewertet, es wird an allen Türen geklingelt. Nichts wird dem Zufall überlassen. Was mich heute aber wirklich bewegt hat, ist die Reaktion der Bevölkerung. Hier zeigt sich, was lokaler Zusammenhalt wirklich bedeutet:
- Nachbarn gehen von Tür zu Tür: Informationen und Aufnahmen privater Kameras werden geteilt, in der Hoffnung, eine einzige Spur zu finden.
- Freiwillige melden sich: Es haben sich bereits Gruppen formiert, die eigenständig angeboten haben, die Wälder und Wege hinunter zum Wasser zu durchkämmen.
- Die Stadt spricht darüber: Beim Bäcker, im Bus, auf der Strasse – alle reden nur darüber. "So was passiert doch sonst nur in den grossen Städten", sagte mir ein älterer Herr. Genau diesen Satz habe ich immer wieder gehört.
Der Haderslev Ugeavis hat selbstverständlich ebenfalls einen Grossteil seiner Berichterstattung dem Fall gewidmet, und in der Stadt heisst es, die Familie erhalte jede nur erdenkliche Unterstützung.
Was ist jetzt zu tun?
Im Moment geht es nur um eines: das kleine Kind sicher nach Hause zu bringen. Die Ermittlungen laufen rund um die Uhr. Haben Sie heute Morgen im Raum Haderslev etwas Ungewöhnliches bemerkt? Vielleicht eine Person, die etwas trug, oder ein Auto, das auffällig wegfuhr? Solche Details können den Durchbruch bringen. Halten Sie die Augen offen und stehen Sie zusammen. Denn Haderslev ist eine sichere Stadt – und heute kämpfen wir alle dafür, dass sie das auch wieder wird.