Startseite > Sport > Artikel

Lakers vs. Timberwolves: Doncic und Reaves führen L.A. zum 120:106-Sieg und Überholmanöver im Westen

Sport ✍️ Lukas Steinmann 🕒 2026-03-11 15:07 🔥 Aufrufe: 1

Was für ein Start? Die Lakers legten gegen die Timberwolves los, als hätten sie den Korb vergessen. 0 aus 8 aus dem Feld, die ersten elf Dreier allesamt daneben – da dachte man kurz, wird das ein langer Abend. Aber wer die Truppe von JJ Redick in dieser Saison schon abgeschrieben hatte, lag goldrichtig daneben. Am Ende stand ein verdientes 120:106 (16:21, 29:24, 39:23, 36:38) auf der Anzeigetafel in der Crypto.com Arena und die klare Botschaft: Dieses Team ist reif für die entscheidende Phase.

Luka Doncic im Spiel gegen die Minnesota Timberwolves

Ein langsamer Start? Von wegen: Die zweite Hälfte gehört den Lakers

Die erste Halbzeit war offensiv eine einzige Zumutung – für beide Teams. Anthony Edwards und Luka Doncic, sonst für 30-Punkte-Abende gut, trafen anfangs nichts. Besonders Edwards, den die Lakers mit Marcus Smart immer wieder in Foulfallen lockten, hatte einen gebrauchten Abend und traf am Ende nur 2 von 15 Würfen. Zur Pause stand es 45:45, und man hatte das Gefühl, derjenige gewinnt, der als erstes seinen Rhythmus findet.

Doch aus der Kabine kamen die Lakers wie verwandelt. Angeführt von einem überragenden Austin Reaves, der in der ersten Halbzeit noch 1 von 8 getroffen hatte, explodierte das Team. Reaves allein netzte 16 Punkte im dritten Viertel und machte das Spiel mit seinen Drives und zwei irren Layups fertig. Am Ende standen für ihn 31 Zähler zu Buche – 29 davon nach der Pause. Das nenn ich mal eine Ansage.

Doncic liefert, Ayton kämpft – Der Rest macht den Unterschied

Klar, Luka Doncic hat mal wieder sein Pflichtprogramm absolviert. Der Slowene beendete die Partie mit 31 Punkten, 11 Rebounds und 11 Assists – sein siebtes Triple-Double der Saison und das 89. seiner Karriere. Zwar hatte auch er anfangs seine Probleme mit der langen und athletischen Defense der Wolves, aber sein Zusammenspiel mit Reaves im dritten Viertel war schlicht Weltklasse.

Was mir aber fast noch besser gefallen hat, war die Einstellung der ganzen Mannschaft. Ohne LeBron James (er fehlte verletzt zum dritten Mal in Folge) und die verletzten Big Men Jaxson Hayes und Maxi Kleber stand Deandre Ayton in der Verantwortung – und er lieferte. Mit 14 Punkten und 12 Rebounds war er nicht nur ein Fels in der Brandung, sondern auch derjenige, der die Lakers im ersten Viertel überhaupt im Spiel hielt, als sonst nichts fiel.

  • Deandre Ayton: Saison-Bestleistung? Gegen die Knicks stark, gegen die Wolves noch besser. Er hat den Löwen in sich wiederentdeckt.
  • Marcus Smart: Wieder mal einer, der nicht im Box Score glänzt (8 Punkte), aber mit seiner Physis und zwei geholten Offensiv-Fouls den Ton angibt.
  • Jake LaRavia: 1 von 7 aus dem Feld – und dennoch mit einem Plus von 13! Seine sieben Rebounds (fünf offensive) und sein Einsatz waren Gold wert.

Ein Statement-Sieg mit Ansage

Dieser Sieg war mehr als nur zwei Punkte. Die Lakers haben nicht nur die Saison-Serie gegen die Timberwolves mit 3:0 gewonnen, sondern sie sind dank des besseren direkten Vergleichs auch an Minnesota vorbeigezogen und haben sich den vierten Platz in der Western Conference geschnappt. Und das alles ohne LeBron. Die Bilanz ohne den King spricht Bände: 13-8 insgesamt, aber 10-2 wenn Doncic und Reaves gemeinsam das Zepter in die Hand nehmen.

Für die Timberwolves war das ein herber Rückschlag. Nach fünf Siegen in Serie gab es die zweite Pleite in Folge, und die Art und Weise, wie die Offensive um den völlig von der Rolle wirkenden Anthony Edwards eingeschlafen ist, sollte zu denken geben. Sie reisen jetzt weiter zu den Clippers – und müssen schnell einen Weg finden, mit solch physischer Defense umzugehen, sonst wird der Ausflug nach L.A. noch richtig ungemütlich.

Was lernen wir daraus?

Diese Lakers-Version macht einfach Spass. Sie spielen mit einer Härte und einem Zusammenhalt, den man dem Team vor ein paar Monaten noch nicht zugetraut hätte. JJ Redick hat eine klare Hackordnung etabliert, und jeder, der den Boden betritt – von Ayton über Smart bis hin zu LaRavia – weiss genau, was er zu tun hat. Wenn LeBron zurückkommt und sich in dieses funktionierende Gefüge einreiht, dann könnte aus dieser Saison tatsächlich noch etwas ganz Grosses werden. Aber erstmal heisst es: Weiter so, Jungs. Nächster Halt: Chicago Bulls.