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Nordkorea vs. China: Stahlrosen sichern sich in einem Sydney-Thriller den Gruppensieg

Sport ✍️ Jimmy Hartley 🕒 2026-03-09 13:41 🔥 Aufrufe: 2
Chinesische Spielerinnen jubeln im Sydneyer Stadion über ihr Tor gegen Nordkorea

Wenn Sie am Montagabend nicht im Western Sydney Stadium geklebt haben, Alter, dann haben Sie ein wahres Kracher-Spiel verpasst. In einer Partie, die alles hatte – rasantes Tempo, feine Abschlüsse und eine VAR-Entscheidung, die eine Seite richtig in Rage gebracht hat –, haben die Titelverteidigerinnen aus China einen 2:1-Sieg gegen eine starke nordkoreanische Mannschaft ergattert. Das Ergebnis sichert den Stahlrosen nicht nur den ersten Platz in der Gruppe B, sondern beschert den Matildas auch ein Viertelfinal-Knaller in Perth, das die Bude zum Beben bringen wird.

Eine erste Halbzeit für die Geschichtsbücher

Seien wir ehrlich: Niemand hat erwartet, dass sich diese beiden asiatischen Schwergewichte zurückhalten würden, und sie haben nicht enttäuscht. Nordkorea eröffnete den Torreigen um die 30. Minute, als Han Jin-Hong die rechte Seite herunterstürmte und einen perfekten Ball auf Kim Kyong-Yong legte, der ihn nur noch einschieben musste. Das war diese Art von klinischem Abschluss, die man vom neuntplatzierten Team der Welt erwartet. Aber diese chinesische Mannschaft unter Ante Milicic hat eines: Charakter. Nur zwei Minuten später waren sie wieder auf Augenhöhe. Eine schöne Kombination befreite die Außenverteidigerin Chen Qiaozhu im Strafraum, und sie hämmerte das Leder von außerhalb des Sechzehners flach ins lange Eck. Das Spiel war angerichtet.

Der VAR-Sturm, der die Uhr anhalten ließ

Dann kam der Moment, über den die ganze Woche gesprochen werden wird. Tief in der Nachspielzeit der ersten Hälfte fand ein hoher Freistoß die Verteidigerin Zhang Chengxue, die quer zur umtriebigen Wang Shuang ablegte. Sie schob den Ball am Torhüter vorbei, aber die Fahne des Linienrichters ging sofort hoch – Abseits. Das Chaos war perfekt. Die VAR-Überprüfung fühlte sich an wie eine Ewigkeit, aber als der Schiedsrichter auf den Mittelpunkt zeigte, tobte Sydney. Das Tor zählte. Die nordkoreanischen Spielerinnen waren außer sich, weigerten sich, das Spiel wieder aufzunehmen und stapften noch während des Halzeitpfiffs wütend in den Katakomben.

So was sieht man nicht alle Tage. Es war pures Theater und veränderte die gesamte Dynamik des Spiels.

Kampfgeist in der zweiten Hälfte und ein volles Haus in Aussicht

Die Nordkoreanerinnen kamen mit Feuereifer aus der Kabine und jagten dem Ausgleich hinterher. Sie dachten, sie hätten ihn in der 80. Minute erzielt, als Top-Stürmerin Choe Il-Son einnetzte, nur um erneut durch die Fahne des Linienrichters im Jubel ausgebremst zu werden. China hielt dagegen, überstand die Druckphase und holte den 2:1-Sieg und damit die Krone der Gruppensieger.

Dieses Ergebnis bedeutet, dass die Schlacht Nordkorea gegen China nicht nur um die Prestige ging – sie zeichnet die gesamte K.o.-Phase neu. Für die Matildas ist es ein harter Brocken. Anstatt einen leichteren Weg zu haben, müssen sie sich nun am Freitagabend in Perth vor heimischem Publikum mit einem angeschlagenen, aber Weltklasse-nordkoreanischen Team messen. Der Gewinner dieser Partie bekommt nicht nur einen Platz im Halbfinale, sondern löst auch das Ticket für die Frauen-WM 2027 in Brasilien.

China hingegen entgeht dem Gastgeber und trifft auf den Zweitplatzierten der Gruppe C – wahrscheinlich Chinese Taipei oder Vietnam – eine auf dem Papier weitaus weniger undankbare Aufgabe.

Warum Newcastle der heimliche Trumpf sein könnte

Man muss den Hut vor der Vorbereitung ziehen. Vor all dem Sydney-Drama steckten die Stahlrosen in Newcastle, ackerten auf dem Darling Street Oval und dem No.2 Sportsground. Co-Trainer Ivan Jolic erwähnte damals, dass die Anlagen das perfekte "Zuhause auf Zeit" für die Vorbereitung boten. Wenn man sieht, wie sie mit der Physis und dem Druck Nordkoreas umgegangen sind, hat diese Zeit im Hunter ganz klar ein solides Fundament gelegt. Es ist eine Erinnerung daran, dass Turniersiege nicht nur am Spieltag geboren werden – sie werden in den ruhigen Wochen davor aufgebaut.

Der weitere Weg: Was uns erwartet

Für die neutralen Fans hat dieses Turnier gerade noch einen Zacken zugelegt. Hier ist das Wichtigste zu den Folgen:

  • Für Nordkorea: Sie werden wegen dieser VAR-Entscheidung kochen, aber sie müssen schnell das Blatt wenden. Gegen ein aufgeheiztes Matildas-Team vor einem feindseligen Perth-Publikum anzutreten, ist eine riesige Herausforderung, aber wenn jemand Wut in Leistung ummünzen kann, dann dieser Kader.
  • Für China: Milicics Team hat Schwung und einen relativ ruhigeren Weg ins Halbfinale. Wang Shuang sieht gut aus, und die Abwehr hat, trotz des frühen Gegentores, echte Widerstandsfähigkeit gezeigt.
  • Für die Matildas: Das ist der ultimative Test. Joe Montemurro nannte das Unentschieden gegen Südkorea einen "Ausrutscher", aber jetzt treffen sie auf eine nordkoreanische Mannschaft, die wohl noch stärker ist. Es geht um alles, und sie müssen ihre absolute Bestleistung abrufen.

Der Montagabend in Sydney war eine Erinnerung daran, warum wir diesen Sport lieben. Es war schnell, hitzig und hatte eine Prise Kontroverse, die die Foren zum Glühen bringt. Jetzt sind alle Augen gen Westen gerichtet. Nordkorea gegen Australien in einem K.o.-Finale? Ich bin dabei.