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Irland gegen Schottland beim Six Nations: Farrells Meisterplan ohne Ryan und warum Alter nur eine Zahl ist

Sport ✍️ Cian Tracey 🕒 2026-03-13 01:41 🔥 Aufrufe: 2
Das irische Team beim Training im Aviva Stadium

Ein Samstag-Showdown in Dublin: Irlands Six-Nations-Finale

Was haben wir da für ein Wochenende vor uns! Das Aviva Stadium wird diesen Samstag beben, wenn Andy Farrells Irland Schottland zum letzten Spieltag der Six-Nations-Meisterschaft empfängt. Das ist der Nachmittag, der Dublin zum Epizentrum der Rugby-Welt macht – ein echtes Finale um die Meisterschaft, auch wenn man für die genaue Titelrechnung vielleicht einen Taschenrechner braucht. Aber vergessen wir kurz die Rechenspiele; es geht um Stolz, Leistung und darum, ein Statement zu setzen. Und nach den Team-Neuigkeiten vom Donnerstag gibt es reichlich Gesprächsstoff, und ich bin echt Feuer und Flamme, das für euch aufzuschlüsseln.

Der größte Schlag ist, wie befürchtet, das Fehlen von James Ryan. Der Leinster-Schließhaken fällt aus, und das hinterlässt eine deutliche Lücke in der zweiten Reihe. Aber lasst mich euch sagen: Farrell ist nicht in Panik verfallen. Er hat ein Team benannt, das die alte Garde mit den jungen Wilden kombiniert – eine Mischung, die zu seinem Markenzeichen geworden ist. Wenn man auf das Sturm pack schaut, sieht man immer noch die Erfahrung von Peter O'Mahony, der bei solchen Spielen mit hohem Einsatz immer völlig aufzublühen scheint. Besonders die hintere Reihe wird gegen eine schottische Einheit, die sich gegen jeden etwas zutraut, gefordert sein. Und ich denke, sie werden das auch schaffen.

Die "alternde irische Mannschaft"-Erzählung und ein bissiges Schottland

Im Vorfeld gab es viel Gerede – ihr habt es in den Podcasts gehört und in den Zeitungen gelesen –, dass dies eine "alternde irische Mannschaft" sei. Eine müde These, wenn ihr mich fragt. Klar, da sind Burschen in den Dreißigern, aber sie sind nicht nur zum Staffieren da; sie geben den Ton an. Seht euch an, wie sie ihr Spiel angepasst haben. Das ist nicht das Team von 2011, als wir uns alle gefragt haben, wie wir die Rugby-WM in einer Kneipe über einen ruckeligen Stream sehen können. Das Spiel hat sich weiterentwickwickelt, und sie haben es auch. Sie sind klüger, abgeklärter und haben einen Hunger, der Burschen halb so alt in den Schatten stellen würde.

Schottland wird jedoch mit echtem Selbstvertrauen in Dublin anreisen. Sie haben zugesehen, wie England sich vor zwei Wochen in Murrayfield knapp gegen Schottland durchgesetzt hat – ein Spiel, das enger war als eine Faust – und sie werden sich das gemerkt haben. Die Schotten wissen, dass sie mit jedem mithalten können, wenn ihre Angreifer erstmal in Fahrt kommen. Wenn Finn Russell die Fäden zieht, kann man sich nie wirklich sicher fühlen, egal wie dominant das eigene Sturm pack ist. Deshalb ist dieses Duell immer ein Kracher; es ist Schach mit 100 km/h, und das würde ich mir um nichts in der Welt entgehen lassen.

Schlüsselduelle im Aviva, die man im Auge behalten sollte

Ob ihr ins Stadion geht oder euch in eurem Stammlokal niederlasst, hier ist, worauf ich ein Auge haben werde – das sind die Momente, die euch an den Rand eurer Sitze treiben werden:

  • Das Gedränge ohne Ryan: James Ryans Ansagen und Präsenz werden fehlen. Können Tadhg Beirne und Iain Henderson aufstehen und qualitätvollen Ball gegen ein schottisches Gedränge sichern, das sich während des gesamten Turniers verbessert hat? Ich setze darauf, dass sie der Herausforderung gewachsen sind.
  • Brutalität in der hinteren Reihe: Josh van der Flier und Caelan Doris gegen Hamish Watson und Jamie Ritchie. Besser wird dieses Aufeinandertreffen von Tackling-Maschinen und Ballträgern nicht – das wird ein donnernder Kampf.
  • Das Duell der Halbspieler: Jamison Gibson-Park und Johnny Sexton (oder sein Nachfolger) gegen Ali Price und Finn Russell. Raumgewinn, Tempo und Tricks – wer diese Achse kontrolliert, gewinnt das Spiel. Reines Kino.
  • Der Faktor Publikum: Dublin 4 am Meisterschaftstag. Es ist ein Klischee, weil es stimmt. Das Brüllen, wenn die Schotten unter den eigenen Pfosten stehen, macht einen Unterschied, und ihr könnt darauf wetten, dass das Aviva eine uneinnehmbare Festung sein wird.

Und vergessen wir nicht den größeren Zusammenhang. Spieler, die aus URC- und Super-Rugby-Kampagnen kommen, wissen, was es braucht, um in diesen Hexenkesseln zu bestehen. Sie sind kampferprobte Krieger. Für die mitreisenden Fans, diejenigen, die ihre Reisen nach den "Wo-hin-in-Großbritannien-und-Irland"-Reiseführern gebucht haben, werden eine Stadt vorfinden, die nur so von Rugby-Gesprächen summt. Die Pubs rund um Ballsbridge werden voll sein, die Lieder werden gesungen, und für achtzig Minuten ist nichts anderes wichtig. Das ist die Magie des Six-Nations-Rugby.

Farrell hat seinen Männern vertraut. Er hat auf den Prozess vertraut, und jetzt liegt es an ihnen. Schottland ist keine schlechte Mannschaft – sie werden darauf aus sein, die Party zu verderben. Aber wenn Irland schnell startet, die Fehler aus dem Italien-Spiel abstellt und die Impulse von der Bank nutzt, werden sie die Menge glücklich nach Hause schicken. Darum geht es bei Six-Nations-Finals: eine letzte Chance auf Ruhm, bevor die Sommertouren beginnen. Auf geht's!