Spannung pur beim F1-Sprint in Kanada! Verstappen und Norris erneut in einer hitzigen Begegnung – Verwirrspiel durch neues Qualifying-Format?
Ehrlich gesagt, als die Formel-1-Familie dieses Jahr in Montreal auf dem Circuit Gilles-Villeneuve anreiste, rechnete man eigentlich mit der üblichen Motoren-Gala. Doch das diesjährige F1 Sprint (Sprintrennen) hat hier für mächtig Wirbel gesorgt. Seit gestern, nach dem Qualifying, liegt eine Spannung in der Boxengasse, die man fast durch den Bildschirm schneiden könnte. Das liegt nicht nur daran, dass dieser teilweise permanente Kurs für seine Tücken bekannt ist, sondern vielmehr daran, dass die beiden vorne in der Fahrerwertung – Max Verstappen und Lando Norris – als wären sie vom Schicksal füreinander bestimmt, erneut aufeinanderprallen.
Neues SQ3-Format fordert Top-Fahrer? Qualifying-Ergebnisse mit Überraschungen
Der Grand Prix von Kanada ist das dritte Rennwochenende in dieser Saison, das im F1 Sprint Race (Sprintrennen)-Format ausgetragen wird. Doch der wahre Nervenkitzel geht nicht nur vom Sprint selbst aus, sondern vom neuen Qualifying-Modus. Blickt man auf das gestrige F1 Sprint Qualifying (Sprint-Qualifying) zurück, in dem die drei Abschnitte (SQ1, SQ2, SQ3) extrem kurz und knackig waren, kamen einige heiße Eisen gefährlich ins Schlingern. Besonders im finalen SQ3, als alle auf neue weiche Reifen setzten, spielte die wechselhafte Streckentemperatur so manchem Weltmeister einen Streich und verhinderte eine perfekte Runde in letzter Sekunde.
Was das Ergebnis angeht: Verstappens Red Bull ist nach wie vor ein Phänomen, doch Ferrari und McLaren haben den Abstand deutlich verkleinert. Es heißt, die Ingenieure hätten die ganze Nacht über Daten gewälzt, nur um für das heutige Sprintrennen den perfekten Start zu finden. Die Stimmung an der Strecke gleicht der in einem Casino, Sekunden bevor der Würfelbecher gehoben wird – mucksmäuschenstill, aber jeder spürt das eigene Herz bis zum Hals schlagen.
Drei Brennpunkte für ein packendes Sprintrennen heute Abend
Als einer, der seit über zwanzig Jahren in der Boxengasse unterwegs ist, wage ich zu behaupten, dass der heutige F1 Sprint definitiv keine "Parade" wird. Fasst man die gestrigen Rundenzeiten und die Fahrerinterviews zusammen, gibt es ein paar Punkte, für die es sich lohnt, das Handy wegzulegen und ganz genau hinzuschauen:
- Verstappen vs. Norris – Die nächste Runde: Die letzte Rechnung aus Miami ist noch nicht ganz beglichen, und schon wieder starten die beiden aus der ersten Reihe. Norris' Reifenmanagement ist schulbuchmäßig, aber Verstappens Erfahrung auf diesem "Halb-Stadtkurs" in Gilles-Villeneuve ist schier übermenschlich. Die Einfahrt in die erste Kurve wird hier mit ziemlicher Sicherheit über Sieg oder Niederlage entscheiden.
- Hamilton mit Heimvorteil? Auch wenn Mercedes diese Saison so unbeständig ist wie Aprilwetter, scheint dieser Kurs wie für Sir Lewis geschneidert – er verlangt ultimative Stabilität beim harten Bremsen und maximale Ausnutzung der Randsteine. Im SQ3 fuhr er seinen Boliden, als hätte man ihn gegen ein anderes Auto getauscht. Wenn er im Sprintrennen so eine gute Startposition in einen guten Start ummünzen kann, könnte er durchaus zum local hero werden und das Rennen ordentlich durcheinanderwirbeln.
- Die Nachwehen des neuen Qualifying-Formats: Früher konnten die Fahrer in Ruhe ein paar Runden drehen. Jetzt ist das Tempo von SQ1 bis SQ3 atemberaubend schnell. Ein Fahrer hat mir im Vertrauen gestanden, es fühle sich an wie eine dieser Hot Wheels Formel 1 Rennbahn Silber-Spielzeugbahnen – sofort muss es auf Anschlag gehen, kein Durchschnaufen. Das heutige Sprintrennen wird ein knallharter Test für Kondition und Konzentration sein.
Die Psychospielchen hinter den Punkten
Viele Freunde fragen mich immer, was an einem F1 Sprint mit seinen paar Runden schon so spannend sein soll. Weit gefehlt! Im großen Spiel der Formel 1 geht es beim Sprint nicht nur um die paar Punkte, sondern vor allem um "Momentum". Besonders die Startaufstellung für das Hauptrennen am Sonntag beeinflusst direkt die Strategie der Teams. Man hätte heute Früh bei der Fahrerbesprechung dabei sein sollen: alle in feinstem Zwirn, ruhig sitzend, aber beim Blickwechsel hätte man die Spannung schneiden können. Besonders als es um die Auslegung der Track Limits ging, schaukelte sich die Stimmung hoch – beinahe wären die Stühge geflogen.
Letzten Endes ist und bleibt dieser Kurs in Montreal ein Ort für Helden und das Tal der Tränen. Die Mauern so nah, das Tempo so hoch, und dann noch das unberechenbare Wetter – ich wette, dieses F1 Sprint hier wird seine Gewinner und seine Verlierer haben. Und genau das ist es doch, warum wir alle Nächte durchmachen, um die Formel 1 zu sehen.