„Tageslichtlaterne“ ist der absolute Hit! Was steckt hinter dem Trend? Der ultimative Review und praktische Guide – hier erfährst du alles!
Wenn du in letzter Zeit die sozialen Medien geöffnet hast und dir aufgefallen ist, dass dein Feed von den Worten „Tageslichtlaterne“ überflutet wird, dann ging es dir wahrscheinlich wie mir am Anfang: Was ist das denn schon wieder? Eine neu eröffnete Instagram-taugliche Location? Oder etwa der neue Song einer K-Pop-Band? Wenn man dann genauer hinschaut, wird es immer rätselhafter. Manche sagen, es sei eine Geisteshaltung, andere sprechen von einem Ritual, und wieder andere posten Fotos, auf denen sie bei Tageslicht mit einer Laterne herumlaufen. Um ehrlich zu sein, nach all den Jahren in Wien dachte ich, ich hätte schon alles an kreativen und „heilenden“ Produkten gesehen. Aber bei dieser „Tageslichtlaterne“ hat es wirklich eine Weile gedauert, bis ich verstanden habe, was dahintersteckt.
Was ist der Hype um die „Tageslichtlaterne“? Kein Produkt, sondern eine neue Lebenseinstellung
Anfangs dachte ich auch, dass ein Designer eine neue Art Camping- oder Handlaterne auf den Markt gebracht hat – und dass da ganz schön viel Werbegeld in die Kampagne geflossen sein muss. Aber nach einigen intensiven Gesprächen mit Freunden, die in der Kunstszene unterwegs sind, wurde mir klar, dass es sich hier um etwas ganz anderes handelt. Die „Tageslichtlaterne“ ist ein psychologisch geprägtes Lebenskonzept. Einfach ausgedrückt: Es ermutigt uns, am helllichten Tag, wenn die Sonne am stärksten scheint, eine symbolische „Laterne“ zu nehmen und die Dinge zu tun, von denen wir normalerweise denken, wir bräuchten dafür den „perfekten Moment“ oder müssten „vollständig vorbereitet“ sein.
Dieses Konzept verbreitete sich zuerst in einer kleinen Kreativ-Community und fand dann in einigen Gruppen in den sozialen Medien großen Anklang. Unerwartet hat es sich dann vor allem bei jungen Leuten wie ein Lauffeuer verbreitet. Der Kerngedanke ist ganz einfach: Wir schieben so viele Dinge auf „bis es so weit ist“ – bis zum Wochenende, bis wir genug Geld gespart haben, bis wir bereit sind. Aber die Logik der „Tageslichtlaterne“ ist: Da es ja bereits heller Tag ist (die Gelegenheit ist da), warum brauchst du dann überhaupt eine Laterne? Weil die Laterne die Verkörperung deines letzten kleinen Zögerns und deiner Unsicherheit ist. Du nimmst sie nicht mit, um den Weg zu erleuchten, sondern um dir selbst zu sagen: „Auch wenn es sich noch ein bisschen dunkel und beängstigend anfühlt, ich mache mich jetzt auf den Weg.“
Kommen wir gleich zum Review: Wie praktisch ist dieser Trend wirklich?
Okay, ich weiß, dass viele von euch jetzt denken, das klingt doch nach spirituellem Eintopf, aber davon wird man doch nicht satt? Aber nachdem ich das Phänomen eine Weile beobachtet habe, glaube ich, der Grund für den Hype ist, dass es extrem „nah am Leben“ ist und unglaublich einfach in der Umsetzung. Man kann es weniger als ein Produkt bezeichnen, sondern eher als eine Art Denkrahmen. Ich habe ihn für euch in einem einfachen Guide zusammengefasst.
Wie nutzt man die Tageslichtlaterne? Folge einfach diesen drei Schritten
Viele fragen sich, wie man die Tageslichtlaterne nun genau nutzt. Muss man sich wirklich eine Laterne kaufen? Nein. Es geht um das „Ritual“ und die „Symbolik“. Ich habe es selbst eine Woche lang ausprobiert und festgestellt, dass man so tatsächlich diese mentale Belastung vom „Zu-viel-Nachdenken“ reduzieren kann.
- Schritt 1: Wähle deine „Laterne“ – Das kann alles Mögliche sein. Ein Stift, eine Tasse oder sogar die Notiz-App auf deinem Handy. Wichtig ist, dass dieser Gegenstand dich an „Aktion“ erinnert. Platziere ihn an dem Ort, an dem du am ehesten zögerst.
- Schritt 2: Lege deine „Tageslicht“-Zeit fest – Wähle die Zeit, in der du am leistungsfähigsten bist, meist zwischen 10 und 15 Uhr. Das ist deine „goldene Stunde für Aktionen“. In dieser Zeit verbietest du es dir, darüber nachzudenken, ob du es tun sollst oder nicht. Du nimmst einfach die „Laterne“ und legst los.
- Schritt 3: Erledige eine Minimal-Aufgabe – Das „Laterne-Nehmen“ bedeutet nicht, dass du auf Anhieb Großes vollbringen musst. Sondern: Tu die eine kleine Sache, die dich am meisten nervt, die du aber schon ewig vor dir herschiebst. Zum Beispiel: Eine E-Mail beantworten, auf die du keine Lust hast, die Schublade aufräumen, die seit einem Monat chaotisch ist, oder einfach den Kunden anrufen. Wenn du fertig bist, stell die „Laterne“ wieder an ihren Platz – als Zeichen, dass die heutige Mission erfüllt ist.
Warum brauchen wir diese Laterne? Die psychologische Anziehungskraft dahinter
Um ehrlich zu sein, habe ich in den letzten Jahren mit vielen sogenannten „Selbstoptimierungs“-Methoden zu tun gehabt. Viele waren viel zu kompliziert und fühlten sich an wie eine Art asketische Übung. Aber der Reiz der „Tageslichtlaterne“ liegt darin, dass sie den weit verbreiteten „Trugschluss des perfekten Moments“ entlarvt. Wir denken immer, wir müssten warten, bis wir „keinen Stress haben“, „gute Laune“ oder die „perfekte Umgebung“ haben, um etwas zu beginnen. Aber die Realität ist: Dieser Zustand existiert praktisch nie. Die Tageslichtlaterne zwingt uns mit einem sehr konkreten Bild zu der Erkenntnis: Das Tageslicht ist da. Dein Zögern ist nur eine Gewohnheit.
In einem fordernden Arbeitsumfeld wie hier in Österreich haben viele Menschen nicht unbedingt zu wenig Fähigkeiten, sondern sie sind durch das „Überdenken“ gelähmt. Ein Freund von mir, der in der Innenstadt arbeitet, braucht allein für die Entscheidung, was er in der Mittagspause essen soll, eine halbe Stunde auf dem Handy. Nach der Logik der „Tageslichtlaterne“ würde er um 12 Uhr mittags einfach in das erste Restaurant gehen, das er sieht. Nicht, um Zeit zu sparen, sondern um dem Gehirn beizubringen, „die Zeit bis zur Entscheidungsfindung zu verkürzen“.
Was machen die „Laternen-Träger“ in den sozialen Medien?
Wenn du jetzt auf Instagram nach #Tageslichtlaterne suchst, wirst du viele interessante Beiträge finden. Manche haben sich tatsächlich eine richtig schöne, industrielle Handlaterne gekauft und stellen sie jeden Tag auf ihren Schreibtisch als Symbol für „Ich bearbeite heute das kniffligste Projekt“. Andere haben es mit Humor genommen und nutzen einen Bubble-Tea als ihre „Laterne“, die sie daran erinnert: „Heute traue ich mich, der Person, die ich mag, meine Gefühle zu gestehen.“ Egal in welcher Form, all diese Leute haben denselben Kern erfasst: Mit einer konkreten Handlung das abstrakte innere Hindernis überwinden.
Man kann also sagen, dass es sich weniger um einen flüchtigen Trend handelt, sondern eher um ein psychologisches Experiment, an dem alle teilnehmen. Es geht nicht darum, dass du plötzlich super positiv und ultra-motiviert sein musst, sondern darum, dir einzugestehen, dass es dir oft nicht an Können mangelt, sondern an genau dem Moment, in dem du die „Laterne“ in die Hand nimmst.
Wenn du auch das Gefühl hast, dass dein Leben in letzter Zeit stockt und du dich zu nichts aufraffen kannst, dann gib dir selbst die Chance und probiere diesen einfachen „Tageslichtlaterne-Guide“ aus. Es kostet kein Geld, du musst keinen Kurs besuchen. Wähle morgen vor dem Mittagessen einfach deine „Laterne“ und tu dann die eine Sache, die du schon am längsten vor dir herschiebst. Wenn du damit fertig bist, wirst du merken, dass wir viel mehr antriebsstark sind, als wir oft denken.