«Tageslicht-Laterne» im Hype: Was steckt hinter dem Trend? Der vollständige Review und praktischer Guide – hier erfährst du alles
Wenn du in den letzten Tagen in den sozialen Medien unterwegs warst und dir ständig der Begriff «Tageslicht-Laterne» über den Weg gelaufen ist, dann ging es dir vermutlich wie mir anfangs: Was ist das schon wieder? Ein neuer Instagram-Hype? Oder etwa der Name eines neuen K-Pop-Songs? Wenn man dann genauer hinschaut, wird es immer rätselhafter. Die einen sprechen von einer Lebensphilosophie, die anderen von einem Ritual, und dann gibt es noch die, die ein Foto von sich machen, wie sie am helllichten Tag eine Laterne tragen. Um ehrlich zu sein, ich lebe schon lange in Zürich und habe schon so einiges an kreativen und Wellness-Trends gesehen, aber diese «Tageslicht-Laterne» hat mich wirklich eine Weile beschäftigt, bis ich verstanden habe, was dahintersteckt.
Was ist der Hype um die «Tageslicht-Laterne»? Kein Produkt, sondern eine neue Lebenseinstellung
Zuerst dachte ich, das sei eine neue Designer-Kollektion von Camping- oder Taschenlampen und dass da ein riesiges Marketingbudget dahintersteckt. Aber nach ein paar intensiven Gesprächen mit Freunden, die im Kunstbereich tätig sind, wurde mir klar, dass es sich hier nicht um eine «Lampe» im herkömmlichen Sinne handelt. Die «Tageslicht-Laterne» ist eigentlich ein psychologisches Konzept für den Alltag. Einfach gesagt, geht es darum, am Tag, wenn die Sonne scheint, eine symbolische «Laterne» zu nehmen und genau das zu tun, wofür du sonst auf den «perfekten Moment» oder bis alles «rund um vorbereitet» ist, warten würdest.
Diese Idee kam ursprünglich aus einer kleinen Kreativ-Szene und verbreitete sich dann in einigen Community-Gruppen wie ein Lauffeuer – und plötzlich war sie in aller Munde. Der Kern ist simpel: Wir neigen dazu, viele Dinge auf später zu verschieben – aufs Wochenende, bis wir genug Geld gespart haben, bis wir uns bereit fühlen. Die Logik der «Tageslicht-Laterne» aber ist: Wenn es schon hell ist (die Gelegenheit also da ist), warum brauchst du dann noch eine Laterne? Weil diese Laterne genau das ist: die Verkörperung deines letzten kleinen Zögerns und deiner Ungewissheit. Du nimmst sie nicht mit, um zu leuchten, sondern um dir selbst zu sagen: «Auch wenn es sich noch ein bisschen dunkel und ungewiss anfühlt, jetzt mache ich mich auf den Weg.»
Kommen wir zum Review: Wie «praxistauglich» ist dieser Trend eigentlich?
Okay, ich weiss, dass sich jetzt viele denken: Das klingt doch nach einer Motivationsstrategie – aber kann man das im Alltag wirklich gebrauchen? Aber ich habe den Trend in letzter Zeit beobachtet und gemerkt, dass er gerade deshalb so erfolgreich ist, weil er sehr bodenständig und total einfach umzusetzen ist. Es ist weniger ein Produkt, sondern eher eine Art Gedankenmodell. Ich habe es in einen einfachen Guide für euch zusammengefasst.
Wie wendet man die Tageslicht-Laterne an? Einfach diese drei Schritte befolgen
Viele fragen sich, wie man die Tageslicht-Laterne nun anwendet. Muss man sich dafür wirklich eine Lampe kaufen? Nein. Es geht um «Ritual» und «Symbolik». Ich habe es selbst eine Woche lang ausprobiert und festgestellt, dass es tatsächlich hilft, dieses ständige «Zu-viel-Nachdenken» zu reduzieren.
- Schritt 1: Wähle deine «Laterne» – Das kann alles Mögliche sein. Ein Stift, ein Becher oder sogar die Notiz-App auf deinem Handy. Wichtig ist, dass dieser Gegenstand für dich mit «Handeln» verbunden ist. Platziere ihn dort, wo du am ehesten ins Grübeln kommst.
- Schritt 2: Lege deine «Tageslicht»-Zeit fest – Wähle eine Tageszeit, in der du am leistungsfähigsten bist. Normalerweise ist das zwischen 10 und 15 Uhr. Diese Zeit ist deine «Goldene Stunde des Handelns». In dieser Zeit denkst du nicht darüber nach, «ob» du etwas tun sollst, sondern packst es einfach an.
- Schritt 3: Führe die kleinste Handlung aus – «Die Laterne nehmen» bedeutet nicht, dass du sofort die ganz großen Dinge angehen musst. Tu einfach die Sache, die dich am meisten nervt, die du aber ständig vor dir herschiebst. Zum Beispiel, diese eine knifflige Nachricht zu beantworten, die Schublade aufzuräumen, die seit einem Monat chaotisch ist, oder den Kunden direkt anzurufen. Wenn du fertig bist, stell die «Laterne» wieder an ihren Platz – das symbolisiert, dass du deine heutige Aufgabe erledigt hast.
Warum brauchen wir diese Laterne? Der psychologische Reiz dahinter
Um ehrlich zu sein, habe ich in den letzten Jahren viele sogenannte «Selbstoptimierungs»-Methoden kennengelernt. Viele sind viel zu kompliziert und fühlen sich an wie eine Lebensaufgabe. Die Faszination der «Tageslicht-Laterne» liegt darin, dass sie unseren weit verbreiteten «Zeitpunkt-Irrtum» entlarvt. Wir glauben immer, wir müssten auf den Moment warten, in dem wir «keinen Stress» haben, «gute Laune» oder die «perfekten Rahmenbedingungen». Aber in der Realität ist dieser Zustand fast nie gegeben. Die Tageslicht-Laterne zwingt uns mit einem sehr konkreten Bild, folgendes anzuerkennen: Das Tageslicht ist bereits da. Dein Zögern ist nur eine Gewohnheit.
In einem fordernden Arbeitsumfeld wie etwa im schweizerischen Finanz- oder Dienstleistungssektor hängen viele nicht an mangelndem Können, sondern am «Overthinking» fest. Ein Bekannter von mir, der in Zürich im Banking arbeitet, braucht allein für die Entscheidung, was er zu Mittag essen will, eine halbe Stunde, in der er auf seinem Handy herumscrollt. Nach der Logik der «Tageslicht-Laterne» würde man einfach um 12 Uhr direkt das erste Restaurant nehmen, das man sieht. Nicht um Zeit zu sparen, sondern um das Gehirn darauf zu trainieren, die «Startzeit fürs Zögern» zu reduzieren.
Was machen die «Laternen-Träger» in den sozialen Medien?
Wenn du jetzt auf Instagram nach #TageslichtLaterne suchst, findest du eine Vielzahl an interessanten Beiträgen. Manche haben sich tatsächlich eine wunderschöne, industriell gestaltete Taschenlampe gekauft und stellen sie täglich auf ihren Schreibtisch, als Symbol dafür: «Heute gehe ich das schwierigste Projekt an.» Andere haben es mit Humor genommen und nutzen einen Bubble-Tea als ihre «Laterne», der sie daran erinnert: «Heute traue ich mich, meinem Schwarm meine Gefühle zu gestehen.» Egal in welcher Form, sie alle haben das gleiche Prinzip verstanden: Mit einer konkreten Handlung die abstrakten inneren Hürden überwinden.
Daher ist dies weniger ein flüchtiger Trend, sondern eher ein kollektives psychologisches Experiment. Es geht nicht darum, plötzlich super positiv und motiviert durchs Leben zu gehen, sondern sich einzugestehen, dass es oft nicht an den Fähigkeiten mangelt, sondern an dem Moment, in dem man sich traut, die «Laterne» zu ergreifen.
Wenn du auch das Gefühl hast, dass dein Leben gerade etwas feststeckt und es dir an Schwung fehlt, dann gib diesem unglaublich einfachen «Guide zur Tageslicht-Laterne» eine Chance. Es kostet kein Geld, du musst keinen Kurs belegen. Morgen, bevor du zu Mittag isst, such dir deine «Laterne» aus und tu einfach die eine Sache, die du am längsten vor dir herschiebst. Wenn du es geschafft hast, wirst du merken: Wir sind viel handlungsfähiger, als wir denken.