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Früherer Yokozuna Tochiazuma über das wahre Gesicht von Tagonoura-oyakata und die Gegenwart des Tagonoura-Stalls: "Die Rückkehr zum Ōzeki ist nur eine Frage der Zeit"

Sport ✍️ 佐藤 力 🕒 2026-03-15 16:21 🔥 Aufrufe: 1
Tagonoura-oyakata (ehem. Tochiazuma)

„Meine Jungs hier sind noch viel zu nachsichtig. Besonders die da (die Sekitori) müssen ihre eigene Position nochmal gründlich überdenken.“ Wie er das sagt und dabei herzhaft lacht, erinnert unweigerlich an den „kampfeslustigen General“ auf dem Dohyō. Tagonoura-oyakata, der einst als Ōzeki Tochiazuma zahlreiche denkwürdige Kämpfe bestritt, richtet heute als Trainer seinen leidenschaftlichen Blick auf seine Schützlinge.

Seit seinem Rücktritt vom aktiven Sport führt er als Toshiyori (Ältester) Tagonoura seit etwa 20 Jahren den Tagonoura-Stall. In dieser Zeit hat der Stall viele Sekitori-Ringer hervorgebracht und ihn zu einem unbestrittenen Spitzenstall geformt. Bei einem kürzlichen Interview sprach der Stallmeister davon, dass er mit dem Wachstum seiner Schüler zufrieden sei, aber auch von der Strenge, die nötig ist, um noch höhere Ziele zu erreichen. Besonders bemerkenswert ist das Ziel der Rückkehr zum „Ōzeki“-Rang, den er selbst einst innehatte.

„Rückkehr zum Ōzeki ist nur eine Frage der Zeit“ – Die wahre Bedeutung

„Um ehrlich zu sein, wenn man ihr potentielles Können betrachtet, denke ich, dass der Ōzeki-Rang nur eine Durchgangsstation für sie ist. Sie müssen das nur selbst erkennen und ihre Grenzen durchbrechen. Ihre Stärke hat eindeutig zugenommen.“, erklärte Tagonoura-oyakata mit Nachdruck. Auch wenn er keine konkreten Namen nannte, spürte man in seinen Augen, die beim Sprechen sanft wurden, das tiefe Vertrauen in die Leitwölfe seines Stalls, die in den letzten Jahren merklich an Stärke gewonnen haben.

Als Weg zur Rückkehr zum Ōzeki nannte der Stallmeister folgende Punkte:

  • „Die richtige Einstellung“: Verantwortungsbewusstsein und Bewusstsein, um den Yokozuna anzustreben.
  • „Beständigkeit“: Stärke ohne negative Serie (Make-koshi), die dem Ōzeki-Rang angemessen ist.
  • „Förderung von Auswärtstrainings (Degeiko)“: Den Horizont durch den Austausch mit Ringern anderer Ställe erweitern.

Schüler, die die DNA des „kampfeslustigen Generals“ Tochiazuma in sich tragen

Ein Markenzeichen des heutigen Tagonoura-Stalls ist das energiegeladene Schiebe- und Stoß-Sumo (Tsuppari), das an die aktive Zeit des Stallmeisters erinnert. Mit einem nostalgischen Unterton erinnert sich der Meister: „Die heutigen jungen Leute sind ernst und erledigen die Aufgaben, die man ihnen gibt, gewissenhaft. Aber das allein reicht nicht. Als ich aktiv war, hatte ich das Gefühl, dass ich viel verbissener und ungestümer nach etwas gesucht und mich bewegt habe.“

Trotzdem funkelt in den Augen der Schüler, die man beim täglichen Training sieht, eindeutig Kampfgeist. „Es ist meine größte Freude heute, zu beobachten, wie groß sie werden können, ohne sich selbst Grenzen zu setzen.“, so der Stallmeister. Sein Blick dabei war nicht mehr der des „kampfeslustigen Generals“, der auf dem Dohyō seine Gegner anfunkelte, sondern der eines liebevollen „Ziehvaters“, der das Wachstum seiner Schützlinge verfolgt.

Der Countdown für die Rückkehr zum Ōzeki-Rang hat bereits begonnen. Im Zentrum dieses Weges stehen zweifellos die Ringer des Tagonoura-Stalls, die die Seele des ehemaligen Ōzeki Tochiazuma geerbt haben. Die kommende Zeit im Großen Sumo wird mit Spannung zu verfolgen sein.