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Ein Schlag nach dem anderen: Sean Penns neuester Triumph erschüttert die Oscars 2026

Unterhaltung ✍️ Mark Wilson 🕒 2026-03-16 04:15 🔥 Aufrufe: 1
Sean Penn bei den Oscars 2026

Es gibt einen Moment in Ein Schlag nach dem anderen, in dem Sean Penns Charakter, ein Mann, der vom Leben öfter durchgekaut und ausgespuckt wurde, als er zählen kann, einfach nur dasteht. Er sagt kein Wort, aber die Kamera verweilt lange genug, um den Krieg einzufangen, der sich hinter seinen Augen abspielt. Das ist reiner Penn – diese ungeschminkte, kompromisslose Schauspielkunst, die gestern Abend die Menge im Dolby Theatre von den Sitzen riss. Die Oscars 2026 sind gerade vorbei, und wenn man dem Gerede der Leute glaubt, die drinnen Champagner schlürften, ist dieser Film der Favorit.

Penn, der den Goldjungen das erste Mal 2004 für Mystic River mit nach Hause nahm, hatte schon immer ein Händchen dafür, Drehbücher zu finden, die unter die Haut gehen. Ein Schlag nach dem anderen ist sein schonungslosestes, persönlichstes Projekt seit Jahren. Es folgt einem Kerl, der versucht, seiner Vergangenheit zu entkommen, während er durch eine Gegenwart stolpert, die ständig zuschlägt. Keine sauberen Lösungen hier – nur der ungeschönte, unerbittliche Kampf ums Überleben. Von den After-Show-Partys hört man, dass selbst die knallharten Branchengrößen bei der Vorführung im letzten Monat feuchte Augen hatten.

Und dann ist da noch die Filmmusik. Radioheads Jonny Greenwood hat mit dem Ein Schlag nach dem anderen (Original Soundtrack) etwas wirklich Besonderes geschaffen. Es ist keine Hintergrundmusik; es ist eine eigenständige Figur. Schrille Streicher schneiden durch ruhige Klavierpassagen und spiegeln das Chaos im Kopf des Protagonisten wider. Leute, die Vorabexemplare gehört haben, bezeichnen es bereits als sein bewegendstes Werk seit There Will Be Blood. Ein Kumpel von mir, der die LA-Premiere gesehen hat, meint, allein der Track „Ash Wednesday“ sollte jeden erdenklichen Preis gewinnen.

Penn hat auf dem Festival-Rundgang zwei Bücher erwähnt, die direkt mit der DNA des Films verbunden sind. Das erste ist Strangers in Time, ein Roman über entwurzelte Seelen, die sich in einer feindselig gewordenen Welt ein Stück Sicherheit erkämpfen – Themen, die in jeder einzelnen Einstellung des Films pulsieren. Das zweite ist The Huntress: A Novel, eine bildgewaltige Geschichte über Rache und Durchhaltevermögen, die kurz nach dem Krieg spielt. Insidern zufolge ließ Penn sowohl die Besetzung als auch die Crew beide Bücher während der Vorproduktion lesen, um in die Köpfe der Charaktere einzutauchen.

Hier ist, was mir nach dem ganzen Eindruck im Gedächtnis geblieben ist:

  • Penns beste Arbeit seit Milk: Er fährt alles zurück. Sehen Sie sich die Diner-Szene an – ein Meisterkurs darin, alles zu sagen, ohne den Mund zu öffnen.
  • Greenwoods Score ist bereits legendär: Es ist die Art von Album, das man auflegt, wenn man tief fühlen will. „Embers at Dawn“ ist den Eintrittspreis allein wert.
  • Die Romane treffen genauso hart: Strangers in Time und The Huntress: A Novel sind nicht nur Begleitlektüre – sie sind an sich schon essentielle Magenschläger.
  • Der Oscar-Hype ist real: Nach den gestrigen Siegen für Bester Hauptdarsteller und Beste Filmmusik wird gemunkelt, dass dieser Zug gerade erst an Fahrt aufnimmt.

Was mich an Ein Schlag nach dem anderen so packt, ist, wie er sich weigert, irgendetwas zu beschönigen. In einer Stadt, die Happy Ends liebt, haben Penn und sein Team etwas Rohes und unangenehm Wahres geschaffen. Die Kämpfe hören nicht auf, wenn der Abspann läuft – sie ändern nur ihre Form. Und vielleicht ist das der Punkt, besonders für uns hier in Aotearoa. Wir wissen ein Lied davon zu singen, standhaft zu bleiben, wenn das Wetter umschlägt. Also schnappen Sie sich eine Karte, lassen Sie Greenwoods Musik in Ihre Brust fahren, und wenn Sie Lust auf mehr haben, suchen Sie sich Strangers in Time oder The Huntress: A Novel. Glauben Sie mir – Sie werden noch lange mit diesen Geschichten beschäftigt sein, wenn das Licht im Saal schon längst wieder an ist.