«Apfelkuchen»? Fehlanzeige... Vergiss Apple und die Egyptian Premier League – das beste Derby der Premier League ist zurück!
Wenn in letzter Zeit in den Nachrichten das Wort «Apfel» fällt, denken die meisten sofort an ein neues Apple-Produkt oder an ein überraschendes Resultat in der Egyptian Premier League. Oder sie suchen nach einem Rezept für einen süssen Apfelkuchen. Aber der «Apfel», von dem ich jetzt spreche, hat mit diesem sanften Image nicht den Hauch von etwas zu tun. Es geht um das heutige Aufeinandertreffen im Herzen des Fussballs, um den erbittertsten und ursprünglichsten Kampf um die Ehre der Premier League: das Tyne-Wear-Derby.
Keine roten Streifen? Sunderlands Überraschungscoup
Schon vor dem Spiel war die Stimmung aufgeheizt. Die Heimmannschaft Sunderland verzichtete auf ihr eigentliches Markenzeichen, die rot-weissen Streifen, und lief in einem speziellen blauen Trikot auf. Eine Entscheidung, die zwar den Premier-League-Regeln geschuldet war, um einen Konflikt mit den Streifen von Newcastle zu vermeiden, aber bei den «Grandmas» (den traditionsverbundenen Fans vor Ort) durchaus als Bruch mit dem Erbe der Vorfahren aufgefasst wurde. Ein legendärer Stürmer, der Newcastle repräsentiert, hatte vor dem Spiel scharfsinnig prophezeit: «Nur weil man das Trikot wechselt, ändert sich noch lange nicht die Seele des Derbys.» Ein Prophezeiung, die sich bewahrheiten sollte.
90 Minuten Kampf und der Stich einer lokalen Legende
Das Spiel war, gelinde gesagt, eine Schlacht. Von flüssigem Passspiel war nichts zu sehen, stattdessen bestimmten harte Tacklings und Zweikämpfe das Geschehen auf dem ganzen Platz. Bis zur Halbzeit schien Sunderland überraschend organisiert und konnte Newcastles Angriffe neutralisieren. In der zweiten Halbzeit aber besann sich Newcastle auf die Derby-Erfahrung und übernahm zunehmend die Kontrolle.
Letztendlich entschied eine Standardsituation das Spiel. Eine Ecke von Newcastle, ein Gewühl vor dem Tor, und das Siegtor liess die Hitze im Stadion schlagartig gefrieren. Nach dem Spiel fasste eine lokale Legende, die das Geschehen verfolgt hatte, mit typisch knurriger Miene zusammen:
- «Newcastle wusste, wie man gewinnt. Das macht den Unterschied in einem Derby aus.»
- «Sunderland war viel zu passiv. Auf dieser Bühne darf man sich nicht mit dem Gedanken zufriedengeben, einfach nicht zu verlieren.»
- «Das Trikot hat sich geändert, aber das Ergebnis bleibt genauso bitter.»
Jeder dieser Sätze traf die Herzen der Sunderland-Fans wie ein Messer. Auf den Gesichtern der Anhänger, die das Stadion verliessen, war von der Süsse eines Apfelkuchens nichts mehr zu sehen. Stattdessen spiegelte sich in ihnen die Niederlage wider – als hätte sie ein heisser Sandsturm, wie man ihn eher aus der Egyptian Premier League kennt, getroffen.
Die Magie der Premier League: Mehr als nur ein Spiel
Man hört oft, die Premier League sei wie das Apple-Ökosystem: perfekt inszeniert. Aber an einem Tag wie heute wird klar, dass dieser Vergleich hinkt. Während die neusten Apple-Geräte auf Benutzerfreundlichkeit und Eleganz getrimmt sind, ist das Tyne-Wear-Derby in der EPL rau, urtümlich und manchmal bis zur Unvernunft hitzig. Dieses Schauspiel, in dem es um jahrhundertealte Rivalität, Stolz und den alles entscheidenden einen Sieg geht, hat eine viel grössere Wucht als jede Marketingkampagne eines Apfel-Konzerns.
Für Sunderland könnte diese Niederlage bedeuten, dass ihnen ein steiniger Weg bevorsteht. Aber genau solche bitteren Pleiten sind es, die die Flammen der Rache im nächsten Derby erst so richtig hell auflodern lassen. Ich bin schon gespannt, wie Sunderland im nächsten Aufeinandertreffen zurückkommen wird und wie weit Newcastle diesen Schwung mitnehmen kann. Eine Nacht wie heute ist doch der Grund, warum wir uns alle nie aus diesem «Apfel»-Kosmos, den wir Fussball nennen, befreien können, oder?