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Benzinpreise schiessen in die Höhe: Zocken uns die Schweizer Tankstellen ab?

News ✍️ Jimmy Barnes 🕒 2026-03-06 01:56 🔥 Aufrufe: 2

Preistafel einer Tankstelle in Sydney

Tag für Tag ein teurerer Spass an der Zapfsäule

Wenn Sie kürzlich getankt haben, haben Sie an der Zapfsäule bestimmt zweimal hingeschaut. Ja, die Benzinpreise machen das, was sie am besten können: Sie steigen. In der letzten Woche haben Autofahrer in Sydney und Melbourne gesehen, wie der Preis für Normalbenzin die Marke von CHF 2.30 pro Liter geknackt hat – in abgelegeneren Gebieten ist es sogar noch teurer. Da überlegt man sich den nächsten Wochenendausflug gleich zweimal.

Doch hier ist die Sache: Während alle mit dem Finger auf den Iran-Konflikt zeigen – und ja, das spielt sicher eine Rolle –, mehren sich die Stimmen, die den eigentlichen Schuldigen viel näher vermuten. Nämlich bei Ihrer lokalen Tankstelle und den grossen Versprechen auf den Preistafeln vor der Tür.

Iran, Irak und das grosse Spiel ums Öl

Schauen wir mal: Niemand bestreitet, dass die Spannungen im Nahen Osten den globalen Erdölmarkt durcheinanderwirbeln. Wegen der angespannten Lage mit dem Iran macht der Rohölpreis eine Achterbahnfahrt. Und das schlägt sich direkt auf das nieder, was wir an der Zapfsäule für Benzin bezahlen. Denn obwohl Australien ein grosser Rohstoffproduzent ist, sind wir immer noch abhängig von importierten veredelten Treibstoffen. Steigen die Grosshandelspreise, spüren das die Tankstellen. Oder zumindest behaupten sie das.

Aber hier wird's undurchsichtig. Die Treibstoffindustrie war schon immer schnell mit Preiserhöhungen, wenn die internationalen Nachrichten bedrohlich klangen. Doch wenn der Rohölpreis fällt? Dann brauchen die Einsparungen oft den Landweg bis zur Zapfsäule. Eine alte Leier – und genau die lässt jetzt die Wettbewerbshüter hellhörig werden.

Zocken uns die Tankstellen ab? Aber sicher doch!

Erst diese Woche kamen Geschichten ans Licht, die einem den Blutdruck in die Höhe treiben. Tankstellenbetreibern wird vorgeworfen, den Iran-Konflikt als praktische Ausrede zu nutzen, um ihre Margen kräftig zu erhöhen. Eine Aufsichtsbehörde deutete sogar an, dass manche Stationen eine Art "Kriegsaufschlag" verlangen, der nichts mit ihren tatsächlichen Grosshandelskosten zu tun hat. Das ist ein bisschen so, als würde man das Wetter für eine matschige Friteuse verantwortlich machen – manchmal stimmt's, aber oft ist es einfach eine bequeme Ausrede.

Ich bin schon lange genug dabei, um mich an Zeiten zu erinnern, als ein Preis von CHF 1.50 an der Tafel alle zum Stöhnen brachte. Heute würden wir für diese Zeiten töten. Der Unterschied? Damals war die Schere zwischen Grosshandels- und Endkundenpreis viel kleiner. Heute lachen sich so manche Betreiber ins Fäustchen, während wir zahlen und das Gesicht verziehen.

Mehr als nur Sprit: Die Erdölprodukte, die wir für selbstverständlich halten

Es geht nicht nur um das, was in Ihren Tank fliesst. Die ganze Erdöl-Familie berührt fast alles. Vom Benzin, das die Lieferwagen der Handwerker antreibt, bis hin zur Vaseline, die Sie sich im Winter auf die trockenen Lippen schmieren – ja, auch das ist ein Erdölderivat. Niest die Industrie, sind wir alle erkältet. Und im Moment ist das eine verdammte Pandemie.

Was können wir tun? Nicht einfach alles hinnehmen!

Sind wir also dazu verdammt, zu zahlen, was sie verlangen? Nicht ganz. Hier sind ein paar Tricks, die ich über die Jahre gelernt habe:

  • Nutzen Sie Apps wie "tankefuchs" oder "schweiz.tankenchf". Sie zeigen Echtzeit-Preise, damit Sie die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe finden. Manchmal sparen Sie mit einem Umweg von 5 Minuten bereits 20 Rappen pro Liter.
  • Meiden Sie die "Marken-Steuer". Freie Tankstellen unterbieten die grossen Ketten oft deutlich. Seien Sie nicht loyal, sondern clever.
  • Tanken Sie zur richtigen Zeit. Die Preise sind meist donnerstags und freitags am höchsten. Tanken Sie wenn möglich unter der Woche.
  • Melden Sie Wucher. Wenn Sie eine Tankstelle entdecken, die verdächtig teurer ist als andere, melden Sie sie der Wettbewerbskommission (WEKO). Die haben eine Abteilung, die die Preise überwacht und durchaus hinschaut.

Fazit

Am Ende des Tages sitzen wir alle im selben Boot – starren auf die grossen roten Zahlen und fragen uns, ob wir für dumm verkauft werden. Da die globalen Konflikte nicht abflauen und die Tankstellen wegen möglicher Preisabzocke unter Beschuss geraten, ist die einzige Gewissheit die Ungewissheit. Aber eines ist sicher: Je besser wir informiert sind und Informationen teilen, desto schwerer machen wir es ihnen, uns übers Ohr zu hauen. Halten Sie die Augen offen und Ihren Tank halbvoll.