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Paralympische Winterspiele 2026 in Mailand/Cortina: Boykott, Ukraine-Streit und die grosse Enttäuschung

Sport ✍️ Lukas Weber 🕒 2026-03-06 05:43 🔥 Aufrufe: 2
Eröffnungsfeier der Paralympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo

Eigentlich hätte heute Abend in Mailand und Cortina d'Ampezzo die grosse Party steigen sollen. Fackeln, Lächeln, Inklusion – das volle Programm. Doch noch bevor der erste Athlet ins Stadion einlaufen konnte, hängt eine dicke Gewitterwolke über den Paralympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina. Was sich in den letzten Stunden rund um die Austragungsorte der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2026 abspielt, ist ein einziger Skandal. Wir reden hier nicht über kleine Querelen, Leute, das ist ein politisches Erdbeben, das die Spiele überschattet, noch bevor sie richtig begonnen haben. So eine aufgeheizte Stimmung habe ich seit den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin nicht mehr erlebt – und das war damals eine ganz andere Hausnummer.

Ein Boykott, der unter die Haut geht

Klar, Gerüchte gab es schon länger. Aber dass es dann so knallhart kommt, hat dann doch viele überrascht. Eine ganze Reihe westlicher Nationen macht Nägel mit Köpfen und bleibt der Eröffnungsfeier der Winter-Paralympics 2026 fern. Mehr als zehn Länder haben ihre Vertreter zurückgezogen – offiziell heisst es «diplomatische Zurückhaltung», aber jeder hier weiss, was das wirklich bedeutet. Es geht nicht um die Athleten, die sich jahrelang den Arsch aufgerissen haben. Es geht um eine Machtdemonstration auf dem Rücken derer, die eigentlich im Mittelpunkt stehen sollten. Das ist so was von daneben, das kann ich euch sagen. Da fragt man sich echt, ob wir aus der Geschichte nichts gelernt haben. Ich denk da nur an die Winter-Paralympics 2006 – da gab es auch Konflikte, aber so eine geschlossene Aktion gegen eine Eröffnung? Fehlanzeige.

Der Eklat um die Ukraine

Doch der Boykott ist nur die eine Seite der Medaille. Die andere, und die ist noch bitterer, spielt sich hinter den Kulissen ab. Die ukrainische Delegation wollte bei der Eröffnung in offizieller Kleidung auflaufen, die eine Landkarte der Ukraine zeigt – ein Zeichen, das in diesen Zeiten jeder versteht. Und dann die Ansage: verboten. Ihr dürft das nicht tragen. Stellt euch das mal vor: Ihr fahrt Tausende Kilometer, lasst eure Familien im Krieg zurück, wollt euer Land repräsentieren, und dann wird euch von irgendwelchen Funktionären vorgeschrieben, wie ihr auszusehen habt. Das ist nicht nur unfair, das ist eine Frechheit. In den Katakomben der Austragungsorte der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2026 brodelt es gewaltig. Intern wird getuschelt, dass einige Nationen sogar mit einem vollständigen Rückzug gedroht haben, falls die Ukraine weiter so schikaniert wird. Ob das stimmt, wird sich zeigen – aber die Stimmung ist im Keller.

Wenn die Politik den Sport auffrisst

Dabei könnten die Spiele so schön sein. Die Italiener haben ganze Arbeit geleistet, die Pisten sind perfekt, die Hallen glänzen. Viele der alten Anlagen aus den Zeiten der Olympischen Winterspiele 2006 wurden modernisiert und sehen jetzt top aus. Die Athleten brennen auf ihre Wettkämpfe, die wollen endlich zeigen, was sie draufhaben. Und dann so was! Ein Sportfest ohne Einheit ist nur ein lauer Wettkampf. Wenn die Eröffnung ohne die Hälfte der Nationen stattfindet, ist das wie eine Hochzeit ohne Braut. Die Stimmung ist vergiftet, und das werden wir noch lange spüren. Wenn ich an die Winter-Paralympics 2030 denke, wird mir ganz anders. Sollen die Spiele in Zukunft auch so politisch aufgeladen sein? Das kann doch keiner wollen.

Klar, die Athleten werden trotzdem ihr Bestes geben. Die werden sich nicht unterkriegen lassen. Aber der Schaden ist angerichtet. Die Bilder, die heute Abend um die Welt gehen, sind nicht die von strahlenden Siegern, sondern von leeren Rängen und verbitterten Gesichtern. Ein verdammt schlechter Start für ein Event, das eigentlich Brücken bauen sollte.

  • Massenhafter Boykott: Mehr als zehn westliche Staaten bleiben der Eröffnungsfeier fern – ein beispielloser Vorgang.
  • Ukraine-Drama: Der Mannschaft wird verboten, Landkarten-Symbole auf der Kleidung zu tragen, was für heftige Proteste sorgt.
  • Historischer Kontrast: Ganz anders als bei den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin, die noch im Zeichen des Aufbruchs standen.
  • Bange Blicke nach vorne: Die Vorfälle werfen ihre Schatten bereits auf die Winter-Paralympics 2030 – wird das die neue Normalität?

Ich hoffe inständig, dass der Sport am Ende doch noch die Kurve kriegt. Dass die Athleten im Rampenlicht stehen und nicht die Funktionäre. Aber die ersten Tage dieser Paralympischen Winterspiele Mailand Cortina 2026 fühlen sich an wie ein Tritt in die Magengrube. Schade, Italien. Das hätten wir uns alle anders gewünscht.