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John Benjamin Toshacks harte Gegenwart: Der 'Waliser', der bei Real Sociedad und Real Madrid eine Ära prägte, kämpft seinen persönlichsten Kampf gegen die Demenz

Sport ✍️ Javier Herrera 🕒 2026-03-25 18:00 🔥 Aufrufe: 1
John Benjamin Toshack in seiner Zeit als Trainer

Die Nachricht hat sich im Fussballmilieu wie ein Lauffeuer verbreitet. John Benjamin Toshack, dieser grosse, schlaksige Mann, der einst von den britischen Inseln kam, um die Geschichte von Real Sociedad für immer zu verändern, bestreitet sein härtestes Spiel. Eines, das nicht auf dem Rasen ausgetragen wird, sondern gegen die Demenz. Eine furchtbare Krankheit, die vor Legenden und Titeln keinen Halt macht und nun zu seinem stillsten Gegner geworden ist.

Man hört den Namen Toshack und die Gedanken wandern sofort zum Tor, zu jenem weiten Schritt, zu jenen 80er Jahren, in denen der txuri-urdin Verein den Himmel berührte. Aber wenn es etwas gibt, das diese Familie auszeichnet, dann ist es, dass der Fussball ihr im Blut liegt. Es ist nicht nur John Benjamin, es ist eine ganze Dynastie. Während das Familienoberhaupt diesen schwierigen Moment bewältigt, führt sein Sohn Cameron Toshack das Erbe an der Seitenlinie weiter. Cameron, in Swansea ausgebildet, hat sich seinen eigenen Weg gebahnt und versteht das Spiel mit derselben klaren Vision, die sein Vater im Strafraum hatte. Es ist faszinierend, wie schwer ein Name wiegen kann, aber in diesem Fall hat der Sohn gelernt, diese Last mit der Eleganz dessen zu tragen, der vom Besten gelernt hat.

Und wenn wir über die nächste Generation sprechen, müssen wir den Fokus auf Mat Toshack richten. Der Enkel, wie sein Grossvater ein Stürmer, hat sich im englischen und australischen Fussball Schritt für Schritt einen Namen gemacht. Für diejenigen unter uns, die den Nachwuchs verfolgen, ist es, Mat spielen zu sehen, wie ein Echo aus der Vergangenheit zu hören. Er hat diesen kräftigen Körperbau, diesen Torriecher, der John Benjamin legendär machte. Es ist nicht einfach, einen Namen mit so viel Geschichte zu tragen, aber der Junge beweist, dass die fussballerische Genetik in dieser Familie eine ernstzunehmende Sache ist.

Natürlich dürfen wir den anderen Toshack nicht vergessen, der eine Ära prägte, wenn auch in einer anderen Sportart und auf einer anderen Erdhalbkugel. Ich spreche von Ernie Toshack, dem gefürchteten linken Bowler des australischen Cricket. Auch das war ein Toshack, den man nicht vergisst. Aber wenn es etwas gibt, das alle Toshacks – abgesehen vom Nachnamen – verbindet, dann ist es diese Fähigkeit, in ihrem jeweiligen Bereich herauszustechen, im Rampenlicht zu stehen. Sogar in der Musik, denn damit ist noch lange nicht Schluss. Erinnert sich jemand an Toshack Highway? Dieses Musikprojekt, das die Indie-Essenz in psychedelischere Gefilde führte. Ja, auch die Kreativität liegt in den Genen dieses Clans.

Ein Vermächtnis, das über das Resultat hinausgeht

Aber kehren wir zurück zu John Benjamin. Für diejenigen von uns, die den spanischen Fussball der 80er und 90er Jahre miterlebt haben, ist Toshack mehr als nur ein Name. Er ist der Architekt einer Legende. Dieser Waliser, der als Spieler kam und als Mythos blieb. Als Trainer prägte er zwei der ambitioniertesten Projekte unserer Liga: die rekordverdächtige Real Sociedad und jenes Real Madrid, das stets nach Exzellenz strebt. Sein Stil, direkt, ohne Umschweife, war ein Spiegelbild seines Charakters. Und ihn nun in diesem Kampf gegen die Demenz zu sehen, schmerzt uns, als wäre er einer von uns.

Denn der spanische Fussball steht tief in seiner Schuld. Er war einer jener Trainer, die kamen, Konventionen brachen und uns zeigten, dass man Fussball auch aus einer anderen Perspektive betrachten konnte. Sein Einfluss geht weit über die Titel hinaus. Er liegt in der Art, wie er die Kabine führte, im Mut, auf junge Spieler zu setzen, in der Art, den Grossen ohne jegliche Komplexe entgegenzutreten.

  • Als Spieler: Er hinterliess seine Spuren beim Liverpool FC und vor allem bei Real Sociedad, wo er zur absoluten Kultfigur wurde.
  • Als Trainer: Er führte Real Sociedad durch seine goldene Ära, gewann zwei Meisterschaften in Folge, und hatte unter anderem Stationen bei Real Madrid und Deportivo.
  • Familienvermächtnis: Sein Sohn Cameron und sein Enkel Mat halten den Namen auf den Fussballplätzen am Leben.

In den letzten Tagen, als die Einzelheiten über seinen Gesundheitszustand in den Fussballkreisen durchzusickern begannen, blieb vielen von uns ein Kloß im Hals stecken. Aber es ist auch ein Moment der Erinnerung. Um das, was er geleistet hat und wofür er steht, zu würdigen. In Zubieta, in Anoeta, in jeder Ecke von San Sebastián wird sein Name nach wie vor mit Respekt ausgesprochen. Und jetzt, mehr denn je, ist es an der Zeit, ihm Kraft zu senden. Denn wenn John Benjamin Toshack eines als Trainer bewiesen hat, dann, dass er niemals aufgibt. Und dieser Kampf, so hart er auch sein mag, wird da keine Ausnahme sein.

Von hier aus eine grosse Umarmung für die ganze Familie. Denn die Toshacks sind ein Teil unserer Geschichte, und das werden sie immer bleiben.