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Peter Jackson kehrt zurück nach Mittelerde: Der neue «Herr der Ringe»-Film, mit dem niemand gerechnet hat – und das Comeback von Tom Bombadil

Kino ✍️ Carlos Martínez 🕒 2026-03-25 18:10 🔥 Aufrufe: 1
Titelbild des neuen Herrn der Ringe Films

Wenn du noch zu denen gehörst, die sich gerne an das Jahr 2001 erinnern, als uns Der Herr der Ringe: Die Gefährten im Kino sprachlos zurückliess, dann halt dich fest. Peter Jackson hat das Schweigen auf die unerwartetste Art gebrochen. Nach Jahren voller Spekulationen über mögliche Fortsetzungen, Serien und Spin-offs hat der neuseeländische Regisseur gerade angekündigt, an einem neuen «Herr der Ringe»-Film zu arbeiten. Und nein, es ist weder ein weiteres Prequel noch eine Dokumentation über die Dreharbeiten. Es ist eine Geschichte mit Gewicht, die so manchen Fan aus den Socken hauen wird.

Die Nachricht kam gestern wie ein Paukenschlag. Jackson bestätigte, dass dieses neue Projekt nicht nur einen Drehbuchautor hat, der eine echte Überraschung ist, sondern endlich auch eine Figur zurückbringt, die seit der ursprünglichen Trilogie eigentlich als verloren galt. Die Rede ist von Tom Bombadil. Jenem rätselhaften alten Wesen, das zur grossen Enttäuschung der Puristen aus dem Schnitt von Der Herr der Ringe: Die zwei Türme und dessen Vorgeschichte gestrichen wurde. Wer die Bücher gelesen hat, weiss, dass Frodo und die Hobbits in «Die Gefährten» im Alten Wald auf diese Figur treffen – ein Moment, den viele bislang für unmöglich hielten, auf die grosse Leinwand zu bringen. Bis jetzt.

Die Rückkehr in ein Universum, das wir für abgeschlossen hielten

Um das einzuordnen: Als Jackson die ursprüngliche Trilogie abschloss, dachten viele, sein Kapitel Mittelerde sei beendet. Dann kam Der Hobbit: Eine unerwartete Reise mit seinen Fortsetzungen (Der Hobbit: Smaugs Einöde und Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere), die uns zwar mehr von diesem Universum gaben, aber aufgrund des übermässigen Technikeinsatzes einen bitteren Nachgeschmack hinterliessen. Doch was jetzt kommt, ist anders. Wie bekannt wurde, greift Jackson wieder den handwerklichen Geist der frühen Jahre auf.

Das Kurioseste ist, wie es dazu kam. Der Filmemacher gestand, dass er altes, verworfene Material des ersten Films durchsah, als er auf das Drehbuch einer Szene mit Tom Bombadil stiess, die nie gedreht wurde. «Das war ein Dorn im Auge», sagte Jackson, «nicht nur für die Fans, sondern auch für mich.» Und daraus entstand die Idee, einen eigenständigen Film zu entwickeln, der als emotionale Brücke zwischen der Gemeinschaft und den späteren Ereignissen dienen soll. Für viele ist es die perfekte Gelegenheit, Figuren wie Aragorn oder Gandalf in einem ruhigeren, von alter Magie durchzogenen Kontext zu erleben.

  • Ein unerwarteter Drehbuchautor: Abseits der üblichen Namen wie Fran Walsh oder Philippa Boyens hat Jackson einen Kollaborateur engagiert, der die Branche überraschte und für seinen Fokus auf Mystery und klassische Fantasy bekannt ist.
  • Tom Bombadil endlich auf der Leinwand: Die von Tolkien-Lesern am meisten geliebte und geforderte Figur wird eine entscheidende Rolle spielen. Es wird gemunkelt, sie könnte sogar einige der Mysterien erklären, die die ursprüngliche Trilogie offen liess.
  • Was ist mit der Amazon-Serie? Anders als bei «Die Ringe der Macht» konzentriert sich diese Produktion auf die direkte Kontinuität von Jackons Filmen und behält den gleichen visuellen und narrativen Stil bei, der eine ganze Generation begeisterte.

Und hier wird es für diejenigen interessant, die Jackons Schaffen jenseits von Mittelerde verfolgen. Manche erinnern sich an seinen Ausflug ins düstere Kino mit Der letzte Hexenjäger, ein Film, der zwar gemischte Kritiken erhielt, aber bewies, dass der Regisseur sich mit einem beneidenswerten erzählerischen Gespür im Übernatürlichen bewegen kann. Genau dieser Stil, dieses Gespür für das Fantastische, ist das, was dieses neue Projekt braucht, um sich nicht wie ein liebloser Aufguss anzufühlen.

Warum jetzt und warum ist das anders?

Ich weiss, es klingt, als würde jedes Jahr etwas zu Tolkien angekündigt. Aber glaub mir, wenn ich sage, dass das hier Hand und Fuss hat. Während andere Produktionen darauf aus waren, das Universum in die Vergangenheit oder Zukunft zu erweitern, fühlt sich dieser neue «Herr der Ringe»-Film an wie ein persönliches Geschenk für diejenigen, die mit den Originalfilmen aufgewachsen sind. Es ist, als wolle Jackson einen Kreis schliessen, den er vor über zwanzig Jahren offen liess.

In den Fangemeinden in Zürich und Bern wird bereits darüber gesprochen. Nicht zu Unrecht. Zum ersten Mal seit langer Zeit scheint jemand verstanden zu haben, dass Nostalgie nicht auf dem Silbertablett mit Spezialeffekten serviert wird, sondern mit Liebe zum Ausgangsmaterial. Die Einbeziehung von Bombadil ist kein einfacher Cameo-Auftritt; es ist der Schlüssel, um eine Tür zu öffnen, die seit Die Gefährten vielen als versiegelt galt.

Also, wenn du noch die Extended Edition auf DVD oder Blu-ray hast, wird es Zeit, den Staub abzuwischen. Denn diese Reise nach Mittelerde ist kein weiteres Gerücht. Peter Jackson hat wieder zum Zauberstab gegriffen, und dieses Mal scheint er die Geschichte erzählen zu wollen, die er immer erzählen wollte. Sagt mir nicht, dass ihr nicht gespannt seid, was passiert, wenn die Gefährten auf den ältesten und geheimnisvollsten Mann des gesamten Waldes treffen.