24 Jahre nach dem Ikeda-Grundschulvorfall: Angehörige sprechen an der Gedenkfeier von "schmerzlichem Verlust" und "Hoffnung" – Die Zukunft des sich wandelnden Sicherheitsgeschäfts
Am 4. März herrschte bereits am frühen Morgen reger Betrieb an der Gedenkstätte "Regenbogenbrücke" in der Stadt Ikeda, Präfektur Osaka. Der schmerzliche Vorfall, der sich vor 24 Jahren an der der Pädagogischen Hochschule Osaka angegliederten Grundschule Ikeda ereignete. Bei diesem Ereignis, bei dem ein Täter wahllos mit einem Messer um sich ging und acht Kinder ihr Leben verloren, handelt es sich um den Vorfall an der angegliederten Ikeda-Grundschule, der die Schulgemeinschaft in ganz Japan erschütterte und den Mythos der absoluten Sicherheit zerstörte.
An der diesjährigen Gedenkfeier nahmen etwa 300 Personen teil, darunter Angehörige der Opfer, Lehrkräfte und Anwohner. Sie hielten eine Schweigeminute ab und legten Blumen nieder. Eine Angehörige, die unter den Teilnehmern war, sagte mit ruhiger Stimme: "Selbst nach 24 Jahren habe ich das Lächeln meines Kindes noch lebhaft vor Augen. Wir dürfen nicht zulassen, dass der Vorfall in Vergessenheit gerät. Um dieselbe Trauer nicht zu wiederholen, werden wir weiter davon erzählen." Ihre Worte hallten tief in den Herzen der Anwesenden wider.
In diesen 24 Jahren hat sich die schulische Sicherheit in Japan grundlegend verändert. Die Installation von Überwachungskameras ist selbstverständlich geworden, und in vielen Schulen wurden die Verwaltung von verschlossenen Toren sowie Handlungsanweisungen für den Umgang mit verdächtigen Personen etabliert. Als jemand, der seit vielen Jahren in dieser Branche im Bereich Sicherheitsmaßnahmen tätig ist, bereitet mir jedoch die Sorge, dass eine "Sicherheit, die nur auf dem Papier existiert", nach wie vor vielerorts zu beobachten ist. So gibt es nicht wenige Fälle, in denen Kameras zwar installiert sind, die Aufnahmefunktion aber nicht aktiviert ist, oder Handlungsanweisungen zwar vorliegen, es aber an praktischen Übungen mangelt.
Bei dieser Gedenkfeier forderten die Angehörigen erneut "eine Verbesserung der psychologischen Betreuung" und "die Schaffung von Strukturen, in denen die gesamte Gemeinschaft die Kinder im Blick hat". Die damals noch kleinen Hinterbliebenen sind inzwischen erwachsen und leben, während sie sich mit ihren eigenen Traumata auseinandersetzen. Zudem wurde die Herausforderung deutlich, dass viele der Lehrkräfte, die das Ereignis miterlebt haben, die Schule bereits verlassen haben und die Weitergabe der Erinnerung dadurch erschwert wird.
"Vergesst uns nicht" – die Botschaft der Angehörigen im 24. Jahr
Bei der Gedenkfeier brachten mehrere Angehörige mühsam ihre Stimme hervor. Fasst man ihre Worte zusammen, so waren folgende Wünsche darin enthalten.
- Verhinderung des Vergessens des Vorfalls: "Wir spüren, wie mit der Zeit das gesellschaftliche Interesse nachlässt. Wir vergessen nicht, aber die Frage ist, wie wir es der nächsten Generation vermitteln können."
- Kontinuierliche Weiterentwicklung der Sicherheitsmaßnahmen: "Wir möchten, dass die Lehren von damals genutzt werden, um ein Schulumfeld zu schaffen, das auch neuen Bedrohungen gewachsen ist."
- Beachtung der unsichtbaren Wunden: "Während die Zahl der Lehrkräfte, die nichts von dem Vorfall wissen, zunimmt, ist es wichtig, dass es Erwachsene gibt, die kleine Veränderungen bei den Kindern bemerken können."
Diese Stimmen werfen ein Licht auf Bereiche, die allein durch die Verbesserung der Sicherheitsausstattung nicht gelöst werden können. Mit anderen Worten: Die große zukünftige Aufgabe wird sein, wie man gleichzeitig mit der Verbesserung der Hardware die Schwachstellen im Software-Bereich (Personalentwicklung, Gemeinschaft, psychologische Unterstützung) ausgleichen kann.
Geschäftschancen rund um "Sicherheit" – Marktwandel im 24. Jahr
In diesen 24 Jahren hat sich der Markt rund um die schulische Sicherheit zweifellos ausgeweitet. Die Nachfrage nach Hardware wie Überwachungskameras, IC-Kartenzugangssystemen und Notrufsystemen ist stabil. Was mich jedoch besonders interessiert, sind die darüber hinausgehenden Bewegungen hin zu neuen Geschäftsmodellen.
Erstens der Bereich psychologische Betreuung. Das Trauma des Vorfalls lastet nicht nur auf den Angehörigen, sondern langfristig auch auf den Anwohnern und den damaligen Rettungskräften. Es gibt zwar zahlreiche betriebliche Angebote zur psychischen Gesundheit, aber Beratungs- und Schulungsprogramme, die sich auf "Katastrophenstress" spezialisieren, sind noch immer Mangelware. Dies birgt als hochspezialisierter Nischenmarkt ein großes Wachstumspotenzial.
Zweitens: Technologien zur Nachbarschaftsüberwachung. Angesichts der alternden Bevölkerung in der Sicherheitsfreiwilligenarbeit steigt die Nachfrage nach IT-Lösungen, die die "Augen der Gemeinschaft" ergänzen, wie z.B. KI-gestützte Überwachungskameras oder Apps zur Standortfreigabe. Dienste, die Eltern in Echtzeit über die Sicherheit ihrer Kinder auf dem Schulweg informieren, werden bereits in vielen Kommunen eingeführt, aber es gibt noch viel Raum für neuen Mehrwert, wie etwa fortschrittlichere Risikovorhersagesysteme.
Darüber hinaus gibt es Bestrebungen, "die Weitergabe der Erinnerung" zu einem Geschäftsmodell zu machen. Beispielsweise die Digitalisierung von Aufzeichnungen des Vorfalls und deren Aufbereitung als Lehrmaterial für den Bildungsbereich. Oder die Idee eines "Gedenktourismus", der den Betrieb einer Gedenkstätte mit regionaler Entwicklung verbindet. Da diese Ansätze von hohem öffentlichem Interesse sind, ist die Zusammenarbeit mit der Verwaltung und die Förderung einer Spendenkultur der Schlüssel, aber sie sind als Mechanismen zur nachhaltigen Vermittlung der Geschichte eine Überlegung wert.
Das Wichtigste bei der Entwicklung solcher Geschäftsfelder ist natürlich die Balance zwischen "Würde" und "Profit". Es ist absolut inakzeptabel, das Ereignis lediglich als Marketinginstrument zu nutzen. Dienste zu entwickeln, die der Gesellschaft wirklich nützen, während man das Verständnis der Angehörigen und der Gemeinschaft gewinnt – genau das ist meiner Überzeugung nach die unabdingbare Voraussetzung für langfristigen Erfolg in diesem Bereich.
Sich wandelnde Szenerie, unverändertes Gelöbnis
Auch nachdem die Gedenkfeier zu Ende war und die Teilnehmer gegangen waren, wurden an der "Regenbogenbrücke" unaufhörlich Blumensträuße niedergelegt. Das Bild von vor 24 Jahren ist keineswegs verblasst, sondern als Teil des Stadtbildes tief eingeprägt.
Die Form der Sicherheit wandelt sich mit der Zeit. Doch das Gelöbnis, "dieselbe Tragödie niemals wieder geschehen zu lassen", ist ein unveränderlicher Wert, der von der gesamten Gesellschaft weitergetragen werden muss. Bei der Umsetzung dieses Gelöbnisses warten viele Herausforderungen, die ein Zusammenwirken von öffentlicher Hand und Privatwirtschaft erfordern. Was jeder Einzelne von uns tun kann, um das Ereignis nicht zur "Vergangenheit" werden zu lassen – vielleicht ist genau diese fortwährende Fragestellung der Ausgangspunkt für ein wahrhaftiges Sicherheitsgeschäft.