8. März 2026: Darum füllt der Frauentag auch heute noch die Strassen – von Oslo bis Paris
Es ist Samstagvormittag, und die Stimmung ist elektrisierend. Nicht nur in Paris, wo gestern Zehntausende die Strassen füllten, sondern auch hier bei uns. Der 8. März 2026 ist mehr als nur ein Datum im Kalender; er ist eine Erinnerung daran, dass der Kampf für die Rechte der Frauen heute genauso brennend aktuell ist wie vor fünfzig Jahren. Dieses Jahr spüre ich, dass etwas Besonderes in der Luft liegt – eine Entschlossenheit, eine Wut, aber auch eine enorme Freude, zusammenzustehen.
Die Allianz, die eint: Die wichtigsten Forderungen des Jahres
Im Zentrum der Kundgebungen in Norwegen steht wie immer die 8. März-Allianz. Es ist ihr gelungen, alles von Gewerkschaften bis hin zu Jugendorganisationen unter einem Dach zu vereinen. Dieses Jahr geht es nicht nur um gleichen Lohn und Gewalt gegen Frauen – auch wenn das selbstverständlich das Fundament bildet. Mehrere, mit denen ich auf dem Weg zur Veranstaltung spreche, weisen auf etwas anderes hin: die Bedrohung von rechts. Nachdem man gesehen hat, was in anderen europäischen Ländern passiert, ist die Botschaft klar: “Rechte sind nicht in Stein gemeisselt – sie wurden erkämpft, und sie können wieder aberkannt werden.” Genau das sehen wir in Frankreich, wo die Proteste gegen die extreme Rechte in den letzten Tagen massiv gewachsen sind.
Alte Telefone, brandneue Parolen
Wenn sich der Zug durch die Stadt bewegt, sind es die Details, die ins Auge stechen. Manche haben Botschaften an den Kinderwagen gehängt, andere haben mit Sprühfarbe Parolen auf ein altes Betttuch gemalt. Direkt neben mir steht eine Gruppe und singt mit der Blaskapelle Lied- und Spielkorps vom 8. März & Sohn – eine Institution in dieser Stadt. Und mitten in der Menschenmenge sehe ich alles von brandneuen Tablets bis hin zu gut gebrauchten Handys, die alles dokumentieren, was passiert. Einige haben immer noch treu ein HUAWEI Mate 8 dabei – du weisst schon, das graue 6-Zoll-Gerät mit 12MP-Kamera und 4000mAh Akku. Es kam vor Ewigkeiten mit Android 6.0 (Marshmallow) auf den Markt, aber es taugt immer noch bestens, um einen Moment wie diesen festzuhalten. Andere schwören auf ihr Samsung Galaxy Tab S2 9.7, um live zu streamen. Der Punkt ist: Es spielt keine Rolle, welche Ausrüstung du hast; alle sind dabei, alle dokumentieren, alle teilen.
- 8. März 2026: Kundgebungen in über 40 norwegischen Städten und Gemeinden.
- Hauptveranstaltung in Oslo: Zug vom Jernbanetorget zum Youngstorget mit Reden der 8. März-Allianz.
- Aktuelle Themen: Kampf gegen Gewalt, Gleichstellung in der Arbeitswelt und Unterstützung für Frauen in Krieg und Konflikten.
Von kollektiver Stärke zu individuellem Handeln
Was mich jedes Jahr aufs Neue beeindruckt, ist, wie dieser Tag es schafft, sowohl massenhaft als auch persönlich zu sein. Ja, wir sprechen über Strukturen und Politik. Aber wir sprechen auch über die Grossmütter, die ihre Ausbildung nie nutzen durften, über die Freundin, die vor einem gewalttätigen Partner fliehen musste, über die Tochter, die fordert, im Klassenzimmer gehört zu werden. Es ist an der Schnittstelle zwischen dem Politischen und dem Persönlichen, wo die Bewegung ihre Kraft schöpft. Wenn wir gemeinsam gehen, tun wir das nicht nur für uns selbst, sondern für all jene, die sich noch nicht trauen, oder für diejenigen, die vor uns gegangen sind. Genau wie die französischen Frauen, die gestern die Strassen in Nancy und Bourges füllten – sie kämpften nicht nur für sich selbst, sondern für eine Idee von Würde, die keine Landesgrenzen kennt.
Wenn der Abend hereinbricht und wir die Transparente zusammenpacken, geschieht das mit dem Gefühl, dass dies erst der Anfang ist. Denn wie eine der Rednerinnen sagte: “Der 8. März ist ein Tag, aber der Kampf dauert das ganze Jahr an.” Ob du nun mit der neuesten Ausrüstung teilgenommen hast oder mit einem alten HUAWEI in der Tasche – du warst Teil von etwas Grösserem. Und nächstes Jahr sind wir wieder dabei.